Samstag, 18. September 2010

Baltschiedertal VS

Abwechslungsreiche Wanderung im wilden Baltschiedertal


Route: Finnen (Finnu) 1408 m - Chastler 1606 m - Honegga 1931 m - Honalpa 1993 m - Erl 1780 m - Ze Steinu 1287 m - der Gorperi Suon entlang nach Eggen 1017 m - Ausserberg 1008 m.
Anreise: Zug bis Visp VS. Postauto nach Finnen, Gemeinde Eggerberg. Es verkehren nur sehr wenige Kurse!
Höhenunterschied: Auf: 650 m, Ab: 1100 m
Zeit: ca. 6 Stunden
Kondition: anspruchsvoll
Technik: mittel

Das Wetter im Wallis war an diesem Samstag schlechter als dies von SF Meteo vorausgesagt wurde. Das Rhonetal lag im Nebel und die Temperaturen waren kühl. Bis Finnu, an der Lötschberg Südrampe gelegen, fuhren wir in ca. 30 Minuten ab Visp mit einem Kleinbus hoch. Der Chauffeur erklärte während der kurvenreichen Fahrt die Gegend mit ihren Bergen, welche wir wegen des Nebels gar oder nur halb sehen konnten. Interessant war's dennoch.


Der Weg  zu dieser Tour führt ab Finnu bergwärts bis zur Honegga fast ausschliesslich durch Wald. Bei der Honegga angekommen, lichtet sich endlich der Nebel und wir können das erste mal das sehr schöne Bietschhorn bestaunen. Auch die ersten Tiefblicke ins Rhone- und Baltschiedertal werden digital festgehalten. Wir gehen weiter bis zur Honalpa, wo wir fröstelnd die Mittagspause machen und durch den Nebel, der sich zwischendurch lichtet, die schöne Aussicht geniessen. Vorsicht ist beim steilen Abstieg via Erl ins Baltschiedertal nach Ze Steinu geboten, der Pfad ist vom Nebel nass und deshalb rutschig. Bei der Honegga begegneten wir 2 Jägern in Armeekleidern und realisieren, dass sich das Wallis wieder im Jagdfieber befindet. Des Jägers Beute bekommen wir in Erl zu sehen, die erledigte Gämse hängte zum Ausbluten am an einem Dachkänel... Nach dem langen Abstieg machen wir in Ze Steinu eine kleine Pause. Ab jetzt geht's talauswärts, wir entscheiden uns der Gorperi Suone entlang zu laufen. Rechts des Baltschiederbachs könnten wir auch am Niwärch nach laufen. Im Mai wollten wir von Ausserberg her auf diesem Weg ins Baltschiedertal wandern. Der Pfad ist sehr exponiert und ausgesetzt. Ich merkte, dass ich nicht schwindelfrei bin und so kehrten wir damals wieder um. Auch der Pfad an der Gorperi Suon erfordert eine hohe Konzentration, auch hier könnte ein Stolpern böse Folgen haben. Nach etwa 5 Stunden Marschzeit erreichen wir Eggen bei Eggerberg, von hier aus gäbe es Anschluss an den Öffentlichen Verkehr. Wir entschliessen uns noch weiter bis nach Ausserberg zu laufen um beim Biohof Fischerbiel leckere Lebensmittel kaufen zu können.
Im Rother Wanderführer Oberwallis (Nr. 10 "Honalpa") wird diese Tour empfohlen und gut beschrieben. Die Wanderung war eine der schönsten, die ich jemals unter die Füsse genommen habe, trotz dem bescheidenen Wetter.

Finnu

Baltschiedertal mit Bietschhorn 3994 m

Ze Steinu

Gorperi Suon

Baltschiedertal

Alle (unbearbeiteten) Fotos gibt es hier zu sehen: klick

Samstag, 11. September 2010

Eggishorn VS

Mit der Bahn aufs Eggishorn - Ohne eine Wanderung ging's dann aber doch nicht


In den Sommerferien, die wir in Fiesch verbrachten, liessen wir die Besteigung des Eggihorns aus. Grund dafür war die 2 für 1 Migros Aktion. Eine Person kaufte ein Ticket, die Zweite durfte gratis mitfahren. Nach den Ferien wollten wir noch einmal ins schöne Fiesch und eben auch aufs Eggishron fahren.
Das Wetter an diesem Samstag war in der ganzen Schweiz prächtig. Und für einmal wollten wir mal keine grosse Wanderung unternehmen, man muss sich an einem Wochenende ja auch mal erholen.
Die Aussicht vom Gipfel des Eggihorns, den man in einer etwa 20 minütigen Wanderung erklimmen kann, war grandios, deshalb lass ich gerne folgende Bilder sprechen:

 Jungfrau, Jungfraujoch, Mönch, Eiger
Grosser Aletschgletscher

Matterhorn, Weisshorn
Belalp und Sparrhorn
Zunge des Aletschgletschers

Bergstation des Eggishorns mit Bettmergrat, im Hintergrund die Walliser Viertausender

Geröllhaufen Eggishorn

Auf der Terrasse des Hotels Eggihorns auf der Fiescheralp genossen wir später ein feines Essen. Zum Verdauen wanderten wir danach auf kürzestem Weg auf die Bettmeralp. Zurück zur Fiescheralp gelangten wir auf einem einsamen Weg via Laxerstafel. Für diese kleine Tour benötigten wir gegen die 3 Stunden.

Route: Fiescheralp - Furri Hütte - Bettmeralp - Laxerstafel - Fiescheralp
Höhenunterschied: 250 m auf- und abwärts
Kondition: leicht
Technik: leicht

Berge des Binntals
Eggerhorn
Laxerstafel

Fiescheralp mit Eggishorn:
Alle Fotos können Sie hier sehen: klick

Sonntag, 5. September 2010

Grosse Scheidegg BE

Strecke: Faulhorn 2681 m - Bachalpsee 2265 m - First 2117 m - Grosse Scheidegg 1962 m
Zeit: 4 Stunden
Höhenunterschied: 700 m abwärts

Kondition: mittel
Technik: leicht

Nach der Anstrengung vom Vortag schlief ich im Massenlager auf dem Faulhorn schlecht und wenig. Minus 2 Grad zeigte das Thermometer am Morgen nach dem Frühstück an, dazu wehte noch ein starker Wind. Wir machten uns schon relativ fruh auf den Weg zur Grossen Scheidegg. Die Wanderung verläuft meistens auf breitem Wege und ist an und für sich nichts spezielles. Schön empfand ich den Bachalpsee und die Sicht auf die berühmten Berge der Berner Alpen mit Eiger und Co. Wir waren alle recht fit, so dass wir bei kleinen Steigungen sprinteten und es einfach lustig miteinander hatten. Mit dem Bus fuhren wir in einer abenteuerlichen Fahrt von der Grossen Scheidegg nach Grindelwald hinunter.

Eiger, Mönch und Jungfrau

Brienzergrat, Brienzersee und Schwabhorn

Berghotel Faulhorn (mehr eine SAC Hütte)

Bachalpsee

Murmeltier

Pesche und Marcel vor der Eiger Nordwand

Grosse Scheidegg

Samstag, 4. September 2010

Faulhorn BE

Von Iseltwald aufs Faulhorn - 2200 Höhenmeter an einem Stück!

Strecke: Iseltwald 566 m - Werzisboden 1331 m  - Bättenalp 1881 m  - Faulhorn 2681 m
Zeit: 6 Stunden
Höhenunterschied: 2200 Höhenmeter aufwärts!
Kondition: anspruchsvoll
Technik: mittel


Gewandert mit: 


Pesche, Ralph und Marcel (bei der ersten Pause)

Um 07.45 h starteten wir beim Parkplatz am Eingang des Dorfes Iseltwald das Abenteuer Faulhorn. Die Berge rund um den Brienzersee waren noch in Nebel gehüllt. Die Temperatur war angenehm kühl. Bis zum Werzisboden verläuft der Pfad meistens durch Wald. Ein langes Stück müssen wir dann auf einer Bergstrasse gehen und ein kühler Wind pfeift uns um die Ohren. Kurz vor der Bättenalp zeigt sich endlich die Sonne. Die Mittagspause, nach etwa 1300 Höhenmetern, machen wir auf der idyllischen Bättenalp. Ab hier können wir das erste mal das Faulhorn sehen und staunen, wie weit die Tour noch geht. Das Gelände wird jetzt ruppiger und die Schritte werden allmählich schwerer. Unterhalb des Schwabhorns kommen wir zum ersten mal mit Schnee in Kontakt. Bald gelangen wir zur gefährlichsten Stelle der Tour, zur Fulegg. Wir traversieren einen abschüssigen Hang, auf dessen Weg noch viel Schnee liegt. Paradoxerweise schlägt just in diesem Moment das Wetter um und Nebel beginnt aufzuziehen. Dazu weht ein kühler Wind und es wird ungemütlich. Wir alle meistern diese Passage aber problemlos und machen auf dem Schönegge, auf rund 2500 m, eine letzte Pause. Alle sind von den bisherigen Strapazen gezeichnet. Ab jetzt geht es nur noch ca. 200 m aufwärts. Die letzten Meter haben es aber noch in sich, mit dem Ziel vor Augen schleppen wir uns irgendwie noch zum Berghotel Faulhorn. Selten haben wir uns ein Bier so verdient wie bei der Ankunft am Tagesziel. 

Blick vom Werzisboden auf den Thuner- und Brienzersee (mit Interlaken dazwischen)

Das Faulhorn und die Bättenalp

Schwabhorn

Sägistalsee

Vor der Schlüsselstelle

Fulegg

Traversierung der Fulegg

immer noch Fulegg


Faulhorn, das Ziel vor Augen