Sonntag, 11. Dezember 2011

Am 3. Advent auf den Bantiger

Ja, wer hätte das denn gedacht. Die Wandersaison schien Ende November abgeschlossen zu sein. Wir hatten an den letzten 2 Wochenenden noch so einiges zu erledigen vor Weihnachten. Geschenke kaufen usw. Und am nächsten Wochenende fahren wir an den Weihnachtsmarkt nach Heidelberg. Unglaublich derzeit, dass in 2 Wochen Weihnachten ist. Stimmung mag (noch) keine aufkommen, was u. a. auch mit dem Wetter zusammen hängt.

Da es wieder mild geworden und es auch trocken ist, schnürten wir heute noch einmal die Wanderschuhe und machten uns auf den Weg Richtung Bantiger. Da wir ein recht zügiges Tempo eingeschlagen hatten, kamen wir auf den z. T. recht steilen Aufstiegen ins Schwitzen. Nach gut eineinhalb Stunden befanden wir uns auf der Aussichtsplattform des Sendeturms. Die Weitsicht war nicht gerade berauschend, da das Mittelland im Nebel steckte und es überall bewölkt ist.

Route: Ostermundigen Mitteldorf 549 m - Wegmühle - Bolligen Bahnhof 539 m - Flugbrunnen 632 m - Bantigen 722 m - Bantiger 947 m - Aussichtsplattform  989 m - Bantiger 947 m - Bantigen 722 m - Flugbrunnen 632 m - Bolligen 539 m - Ostermundigen 549 m
Zeit: 3 Stunden
Höhenunterschied: 440 m auf- und abwärts

Ausblick von der Plattform Richtung Alpen


Blumen!

Blick über Flugbrunnen zu den Berner Alpen

Samstag, 26. November 2011

Weil's noch so mild ist...

... fuhren wir heute noch einmal zum Wandern ins Wallis. Zum letzten mal in diesem Jahr?

Route: Mund 1188 m - Mundstei 1399 m - Schalba 1510 m - Meinimatte 1570 m - Chastler 1606 m - Finnu 1410 m - Eggen 1095 m - Eggerberg Bhf. 852 m
Höhenunterschied: 425 m aufwärts, 750 m abwärts
Zeit: ca. 3 Stunden

Blick über Bodma und das Rhonetal zum Matterhorn und den Walliser 4000ern

"Alpabzug" der putzigen Schwarznasenschafe bei Schalba

Lauschiger Waldweg vor Chastler

Idyllisches Bergdorf Finnu (Finnen)

Baltschiedertal mit Bietschhorn von Eggen aus geknipst

Samstag, 19. November 2011

Rundwanderung Hohtenn

Diese schöne Tour ging so:

Hohtenn Bahnhof 1077 m - Chrizji 1238 m - Alp Tatz 1496 m - Tännliwald 1575 m - Alp Ladu 1354 m - Cholerwald - Riedmatte 971 m - Hohtenn Bhf. 1077 m
Höhenunterschied: 600 m aufwärts, 600 m abwärts
Zeit: 3 Stunden

Schön, dass man um diese Jahreszeit noch solche Wanderungen unternehmen kann. Gut, es ist mittlerweile auch an der Südrampe frisch geworden, doch die wird durch die Sonne intensiv bestrahlt, so dass es dort eigentlich doch noch mild war im Vergleich zum Mittelland, wo ich wohne und arbeite. Ist sowieso irgendwie alles anders in diesem Jahr, ja, es ist komisch. Nicht dass mich die milden Temperaturen und die Trockenheit stören würden, nein, ich geniesse das, aber eben, das sind die Auswirkungen des Klimawandels. Man muss wohl Scheuklappen haben um das nicht zu realisieren. 

Viele Leute sieht man nicht mehr wandern und das ist gut so. Die warten sicher zu Hause im Nebel auf den ollen Schnee. Die ersten 10-15 Minuten wandern wir auf dem klassischen Südrampenweg, vor dem Lüegilchi Viadukt verlassen wir diesen und zweigen links in den Bergweg ab, ab hier geht jetzt alles nur noch bergwärts Richtung Ladu. Der einsame Pfad ist schön und bietet tolle Ausblicke ins Rhonetal, auf die Südrampe und die verschneiten Walliser Alpen. Je höher hinauf wir wandern, desto stärker weht ein kühler Wind, welcher uns in Erinnerung ruft, dass es doch Spätherbst ist. Auf der idyllischen Alp Tatz treffen wir die ersten Wanderer an. An einem windgeschützten Ort zwischen den Alpen Tatz und Ladu nehmen wir unser Picknick ein, bevor wir uns auf den Abstieg via Laden nach Hohtenn machen. Auf dem Abstieg können wir die zweite Jacke wieder im Rucksack verstauen. Am Bahnhof auf einem Bänkchen geniessen wir noch die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, bevor wir uns wieder auf den Weg in die triste Zwischenwelt machen. Goodbye Wallis.


Wandern im November 2011

Lauschiger Pfad zwischen Tatz und Ladu

Gegensätze

Mediterrane Landschaft ob Hohtenn Bhf.

Samstag, 12. November 2011

Raus aus dem Nebel

Gut, es könnte alles schlimmer sein. Für dass es bald Mitte November ist, ist die Temperatur ja noch annehmbar, obwohl es täglich frischer wird und das Thermometer nicht mehr in den zweistelligen Bereich steigt. Aber der verd.... Nebel! Jetzt mag er sich ja nicht mal mehr um Bern auflösen, jedenfalls nicht mehr täglich. Schlimm. Wenn's einem auch sonst nicht so läuft wie sonst, dann macht einen diese Jahreszeit noch mehr zu schaffen. Was in solchen Momenten helfen kann, ist Licht. Sonne noch besser. Wo gibt es am meisten Sonne, wo ist es derzeit in unserem doch sehr schönen Land am wärmsten? Nein, nicht imTessin. Chur, ja, auch. Wallis?! Ja, klar!

Geht es nur mir so, derzeit kann ich länger schlafen als sonst. Das frühe Aufstehen fällt mir derzeit schwer. In den wärmeren Monaten stehe ich an den Wochenenden ja eher früh auf, weil ich normalerweise nie länger als 8 Stunden schlafen kann. Heute mochte ich um 8 Uhr nicht aufstehen, dir Vorfreude auf die heutige Wanderung fehlte unerklärlicherweise. Sind das Zeichen einer Depression? Auch jetzt, wo ich gerade diesen Text verfasse, fühle ich mich schlapper denn je, die Wanderung heute dauerte ja nur etwa 3 Stunden...

Jetzt nach einer Schreibpause weiss ich gar nicht, was ich noch schreiben soll. Mit dem BLS Lötschberger fuhren wir nach Eggerberg. Das Wetter an der Südrampe war wirklich schön und auch warm war es, so, dass wir im leichten Tenu losmarschieren konnten. Wir waren ja schon viel an der Südrampe wandern, aber den letzten Teil, von Lalden nach Brig, haben wir noch nie begangen. Am 17. September 2011 wollten wir diese Route von Ausserberg her machen, bestiegen in Eggerberg wegen des Regens aber den Zug nach Brig. Im März 2011 starteten wir einen Versuch auf dem Weg "Der geheimen Südrampe" zu gehen, landeten damals aber in Mund und nicht in Brig. Trotz des ausführlichen Studiums der hikr.org Berichte kamen wir heute kurz vor der Mundbachschlucht des Weges ab, so dass wir einen langen Teil an dem Rotten entlang Richtung Brig laufen mussten. So wie wir gesehen haben, wird dieser Weg derzeit ausgebaut, was heisst, dass wir diese Route in ein paar Jahren, wenn alles schön ausgeschildert ist, dann vielleicht auch mal machen können...


Lötschberger Richtung Lalden

hier wohl schon auf dem falschen Weg


Strecke: Eggerberg 852 m - Lalden Bhf. 801 m - Driesta 810 m - Rottenweg 661 m - Brig Bhf. 678 m
Höhenunterschied: 100 m aufwärts, 300 m abwärts
Zeit: 2 Stunden 30 Minuten

Mittwoch, 2. November 2011

Albinenleitern

Doch noch nicht Wanderschluss. Gestern für heute auf der Arbeit spontan frei genommen. Bei diesem herrlichem Spätherbstwetter und diesen milden Temperaturen wollte ich heute noch einmal ins Wallis zum Wandern fahren. Spontan war auch ein Leser dieses Blogs aus dem Thurgau, der mich auf der heutigen Wanderung begleitete.
Kurz nach 11 Uhr starteten wir in Leukerbad und folgten zuerst dem Weg durchs Dorf, der zur Talstation der Torrentbahn führt. Von dort aus machten wir uns durch den herbstlichen Wald Richtung Albinenleitern, welche man nach ca. 20 Minuten erreicht. Ab hier führen 8 Leitern durch eine 100 m hohe Felswand, die Leitern, welche gut gesichert sind, sollten nur von Schwindelfreien begangen werden. Hat man diese überwunden, steigt der Weg noch ein Weilchen bis man das Restaurant und die Talstation Flaschen erreicht. Ab hier wandern wir endlich an der Sonne und machen bald Mittagspause auf einem lauschigen Bänkchen. Wieder leicht aufwärts geht's danach noch einmal durch Wald, aus ihm heraus gekommen, befinden wir uns hoch über Albinen, dem schönen Sonnendorf, in welches wir absteigen und überlegen, wohin wir weiterlaufen wollen. Wir entscheiden uns für Guttet-Feschel. Wieder steigt der Weg durch den kühlen Wald, bis wir beim Waldbrandgebiet vom August 2003 ankommen. Hier bieten sich einem verschiedene Bilder und Eindrücke: Zurückblickend der schöne Herbstwald, über diesem ein mediterran anmutender Wald und rechts daneben all die toten, verbrannten Bäume. Ein trauriger Anblick. Erfreulich ist aber, dass bereits schon an vielen Orten Laubbäume am wachsen sind, welche jetzt schön golden leuchten. Wir fragten uns, warum dort jetzt Laub- und nicht Nadelbäume am wachsen sind? Der Weiterweg verläuft jetzt durch das ehemalige Brandgebiet und es ist ein komsiches Gefühl an der Sonne zu wandern, weil sich hier mal ein  Wald befand. In Guttet-Feschel besteigen wir den Bus, welche nach Leuk fährt, von wo wir uns via Visp und Bern auf den Heimweg machten.

Albinenleitern: durch diese Wand geht es ca. 100 m hoch


Waldbrandgebiet ob Leuk mit Blick ins Unterwallis

Blick zurück
Gemeinde Guttet-Feschel


Route: Leukerbad 1402 m - Albinenleitern - Flaschen 1540 m - Oberdietu - Albinen 1311 m - Hohwald - Guttet, Wiler 1254 m
Zeit: ca. 4 Stunden
Höhenunterschied: ca. 400 m aufwärts, 500 m abwärts

Ach ja, eine ähnliche Tour unternahm ich bereits im April 2011, wo es auch mehr Bilder von den Albinenleitern zu sehen gibt. Und ach ja II: Leukerbad, ich mag dich immer mehr!

Samstag, 29. Oktober 2011

Saisonabschluss?

Es wird bald zur Tradition, dass wir die Wandersaison im Frühling jeweils mit der Wanderung "Höhenweg Lötschberg Südrampe" starten und diese im Spätherbst dort wieder beenden. Heute wanderten wir von Hohtenn via die Hängebrücke nach Ausserberg. Obwohl wir diesen Wegverlauf schon ein paar mal unter die Füsse genommen haben und auch sonst recht viel an den Sonnigen Halden unterwegs sind, kann uns die spezielle Gegend immer wieder aufs Neue faszinieren. Langweilig wird uns dort jedenfalls nicht so schnell. Und so freue ich mich bereits darauf im April 2012 die gleiche Strecke wieder zu begehen.

Stägeru Suon ohne Wasser

Hängebrücke in der Jolischlucht

29. Oktober an der Südrampe

Ein umgeleiteter IC braust über die alte Bergstrecke von Bern nach Brig über die Bietschtalbrücke

Herbststimmung an der Manera Suon

Strecke: Hohtenn Bhf. 1077 m - Lidu 999 m - Stägeru Suon - Hängebrücke Jolibach - Rarnerchumma 1006 m - Riedgarto - Ausserberg Bhf. 931 m
Zeit: 3 Stunden

Freitag, 21. Oktober 2011

Bleniotal

Trotz Muskelkater in den Waden entschieden wir uns heute bei wiederum schönstem Herbstwetter eine kleine Wanderung zu unternehmen. Wir wissen immer noch nicht, wo wir im nächsten Sommer unsere Wanderferien verbringen wollen. Das Bleniotal ist u. a. schon seit Monaten eine Option, welche mit der heutigen Wanderung geprüft werden wollte, denn dieses Tal ist uns gänzlich unbekannt.
Man macht sich halt so seine Gedanken über eine Gegend wenn man sich über eben diese durch verschiedene Medien informiert. Man erstellt sich Bilder im Kopf, so wie man denkt dass etwas zu sein scheint. Das Bleniotal erschuf ich mir anders, es stimmte mit der Realität nicht überein. In meinem Kopf war das Val di Blenio ein hochalpines Tal mit südlichem Flair, wohl eines der schönsten Täler der Welt. Eine Mischung aus den trockenen Südhängen des Rhonetals und einem typischen Tessiner Seitental wie z. Bsp. dem Maggiatal. Das Bleniotal nahm ich aber als "normales" Tessiner Tal wahr, also als nichts sehr Spezielles. Ja, und ich war enttäuscht. Nicht dass es mir nicht gefallen hat, aber es stimmte halt nicht mit meinen Bildern überein. Und ich sah halt nur den Talboden zwischen Biasca und Olivone, den vorderen Teil auch nur durch die Scheibe des Busses.
Leider war das nicht die einzige Enttäuschung des Tages. Die Wanderung, welche auf wandersite.ch beschrieben wird, konnte mich leider auch nicht befriedigen. Auch sie habe ich mir ganz anders vorgestellt, spannender vor allem. Es kann gut sein, dass ich ein Kulturbanause bin und ich die Schönheiten nicht finden konnte (was wohl so ist). Zu meiner Entlastung möchte ich sagen, dass diese Wanderung nicht auf meine Interessen zugeschnitten war. Gut, dass hätte ich merken können, hätte ich alles vorbereitet, was ich aber nicht getan habe, da alles in diesen Kurzferien spontan entstanden ist (das Wegfahren ins Tessin an und für sich auch schon und noch einiges mehr). Ich wäre von Olivone aus lieber in die Höhe gewandert, aber es war noch sehr kalt kurz vor 11 Uhr, so dass wir zuerst einen Kaffee trinken gingen, was wir eigentlich selten bis nie machen. Kurz nach 11 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Acquarossa. Wir folgten alles dem perfekt ausgeschilderten Weg "Sentiero basso". Ich mag die Wanderung jetzt nicht näher beschreiben, denn auf wandersite.ch gibt es einen ausführlichen Beschrieb wie auch im Buch "Zu Fuss im sonnigen Tessin - Coop Zeitung". Nicht nur dass ich jetzt keinen Tourenbeschrieb tippen mag, nein, ich kann auch keine solchen super Berichte verfassen. Man muss sich so etwas auch eingestehen. Und ja, dass hier soll ja im Prinzip auch nur ein persönliches Wandertagebuch in Form eines öffentliche Blogs sein. Mehr nicht. Freut mich aber, wenn ich hiermit jemandem für irgendetwas behilflich sein kann. Langsam aber sicher neigt sich die Wandersaison dem Ende zu. Dieser Blog könnte sich schon bald in den Winterschlaf verabschieden. Jede Wanderung kann die letzte sein. Nicht nur die letzte der Saison. Auf das wurde ich heute leider aufmerksam gemacht. Ach ja, und bevor ich es vergesse: Die nächsten Sommerferien werden wir wohl nicht im Bleniotal verbringen. Die Suche geht also weiter. 

Route: Olivone 889 m - Sentiero basso - Acquarossa 528 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 500 m abwärts
Zeit: 3 Stunden 30 Minuten

Olivone mit Blick zum Lukmanierpass

Ehemalige Schokolandenfabrik Cima Norma

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Cimetta

Kurzherbstferien

Anscheinend hat es am Mittwoch, als wir auf dem Weg nach Locarno waren, auf der Alpennorseite wieder geschneit, was u. a. auch ein Grund war, weshalb wir für 4 Tage ins ein bisschen wärmere Tessin nach Locarno fuhren.
Am heutigen Donnerstag war das Wetter im Tessin sehr schön und von der Temperatur her mild. Jahrelang verbrachten meine Freundin und ich unsere Sommerferien im Tessin, mehrheitlich in der Region Locarno. Nie waren wir auf dem Locarneser Hausberg Cardada. Bei diesem schönen Herbsttag entschieden wir uns beim Frühstück dort herauf zu fahren. Ja, zu fahren. Zuerst ging's per Standseilbahn von Locarno nach Orselina, und von dort mit der sehr teuren Luftseilbahn nach Cardada. Eine einfache Fahrt kostet Fr. 23.00! Halbtax und GA nicht gültig... Wie teuer die Rückfahrt gewesen wäre, wollte ich gar nicht wissen, denn der Entschluss hinunter zu laufen entstand schnell bei der Bezahlung des überrissenes Preises.
Auf Cardada 1340 m blies ein kühler Wind. Wir wussten zuerst nicht so recht was wir dort oben machen wollten, also entschlossen wir uns zuerst mal zur Aussichtsplattform zu laufen und dort die Aussicht zu geniessen. Um warm zu bekommen, nahmen wir die 350 Höhenmeter Richtung Cimetta in Angriff, wo wir im Bergrestaurant zu Mittag assen. Via Cardada machten wir uns danach auf den langen Abstieg nach Orselina. Der Abstieg führte mehrheitlich durch Wald (Kastanienbäume) auf steinigem Weg, im unteren Teil dann mehrheitlich über mehrere hundert Treppenstufen.

Route: Cardada 1340 m - Cimetta 1670 m - Cardada 1340 m - Orselina 395 m
Zeit: ca. 3 Stunden 45 Min.
Höhenunterschied: 350 m aufwärts, 1300 m abwärts

Ausblick von Cimetta über Locarno/Ascona auf den Lago Maggiore

Cimetta 1670 m mit Blick zu den Walliser Alpen

Typischer Tessiner Wanderweg, mühsam auf ihm zu gehen

Sonntag, 16. Oktober 2011

Perückenstrauch Getwing VS

Gestern hätte ich mit einem Leser dieses Blogs die Rheinschlucht durchwandern wollen. Leider fühlte ich mich gestern nicht gut, so dass ich diese Wanderung absagen musste. Im nächsten Jahr wird es dann sicherlich einmal klappen... Nachdem ich mich gestern zu Hause auskuriert habe, verspürte ich den Drang mich draussen zu bewegen, denn einfach nur zu Hause sitzen kann ich nicht, es ist fast wie eine Qual. Hier in der Region Bern ist es jetzt wieder kalt und der verhasste Nebel hüllt uns wieder täglich ein. Heute musste ich einfach an die wärmende Sonne gehen und es ist ja klar, dass wir ins Wallis fuhren. Denn im Wallis war es heute super schön und auch warm, nicht gerade T-Shirt-Wetter für mich, aber so warm, dass ich die ollen Bakterien rausschwitzen konnte mit nur einem dünnen Pulli obenrum bekleidet. Das Atmen fällt mir jetzt jefenfalls wieder leichter und der Husten ist auch verschwunden. Prima. Ich arbeite jetzt noch 2 Tage, dann fahre ich zusammen mit meiner Liebsten 4 Tage ins Tessin. Falls das Wetter nicht all zu schlecht sein wird, werden wir sicher auch eine Wanderung unternehmen, wo weiss ich noch nicht, da muss ich mich zuerst noch informieren.
Jetzt (Mitte bis Ende Oktober) ist ja wieder die Zeit, in der sich der Perückenstrauch rot verfärbt, der ja nur im Mittelmeerraum und in Südeuropa vorkommt - und eben am Südhäng der Berner Alpen zwischen Gampel und Leuk bei Turtmann im speziellen Wallis. Die gleiche Wanderung, die wir heute unter die Füsse genommen haben, machten wir im letzten Jahr am 23. Oktober, weshalb ich auf weitere Ausführungen verzichte.

noch nicht so rot wie im letzten Jahr: Die Perückensträucher bei Getwing

schöner mediterran anmutender Wanderweg


Sonntag, 2. Oktober 2011

Frutigen

Gestern Samstag fuhr ich zusammen mit meiner Freundin, welche ihren Geburtstag feierte und mit meinen Eltern mit dem Glacier Express von Brig nach Chur. Der 11.18 Uhr Zug fuhr mit Verspätung ab, da die Lok von Zermatt herkommend einen Defekt hatte und ausgewechselt werden musste. Unser Zug war ausgebucht, dementsprechend herrschte während der ganzen Fahrt ein emsiges Treiben. Unser reserviertes 4er Abteil war schön gedeckt, so dass wir nach einer etwa einstündigen Fahrt das feine Mittagessen an unserem Platz einnehmen konnten. Der Glacier Express fuhr dann ohne Probleme das Goms hinauf, bei Oberwald gings durch den Furka-Tunnel nach Andermatt UR. Von dort fuhr der langsamste Schnellzug der Welt über den Oberalppass, welche die Grenze zum Kanton Graubünden bildet. Von dort gings bergab nach Disentis, wo der Zug eine längere Pause machte und wir uns draussen am Bahnhof unsere Beine vertreten konnten. Danach ging es weiter durch die schöne Rheinschlucht nach Chur, wo wir den Zug verliessen, einen Stadtbummel unternahmen und ein Zvieri essen gingen, bevor wir uns via Zürich auf den Heimweg machten.
Besonders gut gefallen hat mir die Rheinschlucht. Wenn das Wetter im Oktober noch weiter gut bleiben wird, werden wir wohl dorthin wandern gehen.

Bei diesem herrlichen Herbstwetter wollten meine Freundin und ich heute noch ein wenig wandern gehen. Wir entschieden uns nach Frutigen zu fahren. Von dort wanderten wir der Engstlige entlang aufwärts Richtung Adelboden nach Hostalde, wo es eine neue (private) Hängebrücke gibt, welche wir überquerten und mangels Alternativen wieder zurück liefen um noch weiter Richtung Adelboden zu wandern. Bei Grundsteg 904 m überquerten wir erneut auf einer Hängebrücke die Engstlige und wanderten auf der anderen Talseite zurück zum Frutiger Bahnhof.

Strecke: Frutigen Bahnhof 780 m - Linke Flussseite der Engstlige - Hostalde 917 m - Hängebrücke - Hostalde - Grundsteg 904 m - Reinisch 858 m - Frutigen 780 m 
Höhenunterschied: ca. 200 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden 45 Minuten
Schwierigkeit: leicht (T1)
Charakter: gemütliche, ruhige Familienwanderung, die über viele kleinere Hängebrücke führt. Holzkunst am Wegrand

Sinnvolles Fahrverbot ;-)

Die 155 m lange Hängebrücke am Hohstalden

Hostalde mit Hängebrücke
Engstligental mit Blick zum Niesen

Samstag, 24. September 2011

Simplon

Ich weiss jetzt gar nicht mit was ich beginnen soll. Der Kopf ist voll von all den tollen Eindrücken. Die Füsse schmerzen. Ich mag eigentlich gar nicht am PC sitzen, würde am liebsten schlafen gehen (21.14 Uhr). Seit Donnerstag trage ich am linken Ohr ein Hörgerät. Die Zugfahrt von Thun nach Brig war laut. Ein Wagen voller Rentner und Rentnerinnen kann schlimmer sein als ein Wagen voller pubertierender Schüler. Und wieder einmal mehr fragte ich mich warum Pensionäre ihre Kaffeefahrt immer am Wochenende unternehmen müssen. Das Postauto nach Domodossola war voll, die Fahrt bis zum Simplonpass war aber angenehm. Eine kräftige Bise wehte auf dem Simplonpass und die Berge ringsherum waren in Wolkenschwaden eingehüllt. Frisch war es also in dieser Gegend und ich bereute die Wahl der heutigen Destination. Aber nicht für lange. Als wir vom Hospiz Richtung Holiecht aufstiegen, wurden auch wir von den Nebelschwaden eingehüllt und meine Freundin wollte umkehren, weil sie frierte. Wir wanderten nun ein wenig schneller und ab und zu konnten sich ein paar Sonnenstrahlen einen Weg durch die Suppe bahnen. Das Wetter wurde glücklicherweise mit zunehmender Dauer immer besser, auch angenehm warm wurde es wieder, so dass wir die Jacken im Rucksack verstauen und die Mittagspause an der wärmenden Sonne machen konnten. Zwischendurch konnten wir sogar die umliegenden Berge bestaunen. Klar wurde der Himmel leider nie. Aber das spielte keine Rolle, die Wanderung war auch so sehr schön. Ja, sie war sogar eine der eindrücklichsten die ich in diesem Jahr unternommen habe. Bei besserem Wetter wäre sie vielleicht sogar die Schönste gewesen. Eines ist klar, das letzte mal war ich heute sicher nicht in dieser sehr speziellen Region am Wandern. Und wieder einmal mehr wurde mir bewusst, wie schön das Wallis ist und wie es mich immer wieder aufs Neue beeindrucken kann mit mir unbekannten Regionen. Simplon, ich komme wieder!
Einen tollen Tourenbeschrieb finden Sie auf der Seite von Simplon Tourismus.

Route: Simplon Hospiz 1997 m - Rottelsee 2028 m - Holiecht - Howang 2024 m - Homatte 2031 m - Spilwang 2197 m -Hobielstafel 2028 m - Simplon Dorf 1472 m 
Zeit: ca. 4 Stunden 30 Minuten
Höhenunterschied: 550 m aufwärts, 1050 m abwärts

Beliebtes Fotosujet: Der Steinadler auf dem Simplonpass

Rottelsee

Die Suppe wollten wir erst zum Znacht
Blick zum Simplonpass

Simplon Dorf

Die Farben wechseln langsam

Samstag, 17. September 2011

Suonenwanderung

Kurze Wanderung - dafür  längerer Text

Es ist schon ein bisschen fies, da ist es während der Woche immer schön und warm, man freut sich auf das Wochenende, auf eine Wanderung, und die Prognosen sehen schlecht aus. Man fährt trotz den trüben Aussichten ins Wallis. Beim Aussteigen aus dem Zug in Ausserberg lächelt einem noch die Sonne entgegen. Man wandert frohen Mutes los und lässt das Geschehene und die Frustrationen der Woche hinter sich. Denn das Wandern ist meine Insel.
Die Wandersaison neigt sich langsam dem Ende entgegen. Die ersten Blätter fallen bereits von den Bäumen. Bald gehören die Berge für ein paar Monate wieder der Spassgesellschaft. Schade konnten wir die heutige Wanderung nicht bis nach Brig fortsetzen. Nach etwa eineinhalb Stunden Wanderzeit setzte, als wir Eggerberg erreichten, der vorangekündigte Regen ein. Wir beschlossen mit dem Lötschberger nach Brig zu fahren und dort Essen zu gehen. Viel zu früh war ich wieder zu Hause. Auf dem Heimweg sah ich auf Plakaten viele hässliche Fratzen, die im Oktober ins Parlament gewählt werden wollen. Und dümmliche Sprüche, dass Schweizer eine bestimmte rechtskonservative Partei wählen. Dann bin ich kein Schweizer in diesem Sinn. Und Stolz darauf kein solcher Hinterwäldler zu sein. Klug auch die Erhöhung des Armee-Budgets mit dem Kauf neuer Kampfjets. Das nennt man man in bürgerlichen Kreisen sparen. Vielleicht kann man mit diesen Kampfjets ja die Masseneinwanderung stoppen? Jedes Land hat das Parlament, das es verdient. Ich ertrage diesen Schwachsinn nicht mehr. An dieser Stelle zensiere ich mich selber.

Strecke: Auf dem Südrampenweg von Ausserberg nach Eggerberg
Zeit: 1 Stunde 30 Minuten

Hängebrücke über den Bietschbach

Eggerberg (im Hintergrund das Waldbrandgebiet vom April - unten Lonzawerk in Visp)

Sonntag, 11. September 2011

Grächen

Die mit dem heutigen Tage zu Ende gehende Woche war sehr anstrengend. Gestern Samstag musste ich sogar noch bis 14 Uhr arbeiten. Um 15 Uhr unternahm ich bei diesem super schönen Wetter noch eine kleinere Velotour von hier nach Wichtrach und zurück (ca. 30 km) und konnte so gut abschalten und mich ins kurze Wochenende einstimmen.
Darum musste es heute wieder ins Wallis gehen. Ich habe es vermisst. Es zieht mich immer wieder dorthin. Ohne Wallis kann ich nicht mehr sein. Derzeit überlegen wir uns, wo wir im nächsten Sommer unsere Ferien verbringen wollen. Klar ist, dass wir nicht mehr nach Fiesch gehen werden, obwohl wir dort jeweils ein super Ferienhaus mieten konnten, wo wir uns total wohl und sogar zu Hause fühlten. Ich werde es vermissen. Meine Freundin möchte wenn möglich nicht mehr ins Wallis, trotzdem fuhren wir heute zur Rekognoszierung nach Grächen, mit dem Ziel, bloss eine leichte Wanderung zu unternehmen.
Grächen habe ich mir anders vorgestellt. Nein, enttäuscht bin ich nicht, aber auch nicht sooo begeistert. Ich dachte, Grächen sei zum Teil autofrei und man dürfe bloss bis kurz vors Zentrum fahren, das Dorf und die Umgebung seien dann lärm- und geruchsfrei. Dem ist leider aber nicht so. Jänusode. Mindestens ein Sympathiepunkt minus.
Ab Visp fährt das Postauto ab und zu direkt nach Grächen, was die Anreise ein wenig angenehmer macht. Nach der Ankunft in Grächen schlenderten wir durchs Dorf, folgten dem Wanderweg "Rundweg Waldweg" (oder so ähnlich), wanderten später der Drieri Suone entlang bis wir dem Wegweiser "Z'Seew" folgten. Wir stiegen zum idyllischen Grächener See ab, schossen dort ein paar Fotos und wanderten wieder aufwärts, dieses mal zur Bineri und zur Eggeri Suon auf. Auf dem Hüterweg der Eggeri liefen wir bis Bärgji, von wo wir uns auf den Rückweg nach Grächen machten. Für diese kleine Wanderung benötigten wir ca. 3 Stunden, dies bei einem gemächlicheren Tempo als sonst.

Z'Seew (Grächner See)

Eggeri Suon

Montag, 5. September 2011

Alpstein

Samstag, 3. September 2011

Tagwache: 04.40 Uhr. 05.35 h Abfahrt via Bern, Zürich, Gossau, Wasserauen auf die Ebenalp.

Gewandert mit: Ralph, Marcel und Pesche. Die gemeinsame 3. Wanderung nach 2009 (Brienzer Rothorn) und 2010 (Faulhorn).

Schöne, aber anspruchsvolle und zum Teil luftige Bergtour durch das Alpsteingebiet. Gutes Schuhwerk, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit werden vorausgesetzt! Aus zeitgründen nur kurz:

Route: Ebenalp 1640 m - Schäfler 1925 m - Lötzlisalpsattel 1900 m - Öhrli 2119 m - Rossegg 2175 m - Blau Schnee - Säntis 2501 m - Lisengrat - Rotsteinpass 2122 m
Höhenunterschied: ca. 1000 m aufwärts, 500 m abwärts
Zeit: ca. 5 Stunden 


Schäfler mit Blick zum Säntis

Zuerst verläuft der Weg noch auf dem Grat (siehe Bild oben), geht dann nach einem kurzen Abstieg aber unterhalb des Felsens entlang, bevor es wieder steil aufwärts geht und ich von Krämpfen, die mich noch den ganzen Tag lang begleiteten, geplagt wurde.

Der Säntis naht
Völkerwanderung auf den Säntis

Lisengrat
Lisengrat II

Sonntag, 4. September 2011

Gut geschlafen habe ich in der Unterkunft auf dem Rotsteinpass nicht. Dementsprechend waren wir alle früh auf. Als ich vor dem Frühstück um 06.30 h draussen meine erste Zigi rauchte, regnete es. Am Frühstückstisch entschieden wir, nicht die geplante Wanderung auf den Altmann und den Hohen Kasten zu unternehmen, da dies bei dieser Witterung zu heikel gewesen wäre. Wir wanderten zuerst mal abwärts Richtung Meglisalp. Da sich nun die Sonne wieder zeigte, entschieden wir uns beim Spitzigstein wieder in die Höhe zu steigen und via Widderalp nach Bollenwees zu wandern, wo wir im Bergrestaurant die Mittagspause machten und später nach Brülisau wanderten, von wo wir uns nach 15 Uhr auf den langen Heimweg machten.


Route: Rotsteinpass 2122 m - Spitzigstein 1617 m - Widderalpsattel 1856 m - Widderalp 1644 m - Bollenwees 1470 m - Sämtissersee 1209 m - Brülisau 922 m
Höhenunterschied: ca. 300 m aufwärts, 1200 m abwärts
Zeit: ca. 5 Stunden

Rotsteinpass, Lisengrat, Säntis

Fählensee