Samstag, 28. Mai 2011

Von Olten ins Baselbiet

Heute traf ich mich wieder mal mit hombre, mit ihm war ich schon ein paar mal wandern. Er nahm seine nette Freundin Carmen mit. Um 09.30 h trafen wir uns am Oltener Bahnhof, wo die Wanderung via Trimach zur Ruine Frohburg, über Wisenberg nach Läufelfingen BL startete.
Trimbach ist mit Olten zusammengewachsen, um dorthin zu gelangen benötigten wir eine Stunde! Der Weg ist bereits ab dem Bahnhof in Olten ausgeschildert, aber man hätte wohl in Olten zuerst die Aare queren müssen, wir liefen dem rechten Ufer entlang und machten so eine grosse Zusatzschlaufe. Wenn man den Bahnhof in Trimbach auf Anhieb findet oder die Wanderung ab dort startet, ist dann alles bestens markiert, obwohl man sich auf die angegebenen Zeitangaben nicht all zu sehr verlassen sollte.
Der weitere Verlauf ist dann schnell erzählt. Bei der Ruine Frohburg schalteten wir einen längeren Halt ein und brätelten. Wir liefen dann nach Wisen SO hinunter, kehrten dort in den Löwen ein, genossen ein kühles Getränk und wanderten dann später mehrheitlich durch Wald auf den Wisenberg hoch. Dort bestiegen wir den Aussichtsturm und wanderten danach nach Läufelfingen BL runter, welches am Norportal des alten Hauenstein-Tunnels liegt.

Strecke: Olten SO 396 m - Trimbach 423 n  - Marenacher - Ruine Frohburg 830 m - Wisen 710 m - Wisenberg 1001 m - Läufelfingen BL 559 m
Zeit: 5 Stunden
Höhenunterschied: 700 m aufwärts, 570 m abwärts

Ruine Frohburg mit Aussichtsfelsen

Blick vom Aussichtstrum Wisenberg übers Mittelland zu den Alpen

mehr Fotos: hier

Samstag, 21. Mai 2011

Grengiols - Ernen

Für mich war die heutige Wanderung sehr spannend. Besonders schön war die Tour aber nicht, verlief die Route grösstenteils auf Hartbelag. Spannend deshalb, weil ich mal die "andere" Seite durchlaufen habe. Mit der anderen anderen Seite meine ich das Aletschplateu mit der Rieder- und Bettmeralp. Auf der Bettmeralp verbrachte ich als Kind ja jeweils meine Sommerferien, und auch heute fahre ich ab und zu in diese Region zum Wandern. Und auf dieser anderen Seite, auf der wir heute gegangen sind, war ich eigentlich noch nie, jedenfalls nicht in Grengiols. Grengiols liegt auf der linken Seite des Rottens, wie die Rhone im Oberwallis heisst. Und von dieser Seite sieht man die vorhin genannten Alpen.

In Grengiols gibt es ja eine spezielle Tulpe, die Grengjer Tulpe, welche nur hier wächst. Und deshalb nennt sich das Dorf im Landschaftspark Binntal das Tulpendorf. Und es gibt extra einen Tulpenweg. Gesehen haben wir jedenfalls keine dieser Tulpen, wir waren nämlich zügig unterwegs, weil es nach einem Gewitter aussah und ich auf Hartbelag nicht gerne wandere, diesen Abschnitt also schnell hinter mich bringen wollte. Aber Pech gehabt, eine gute Stunde verläuft der Wanderweg Richtung Ernen auf der geteerten Strasse. Ab Hockmatta wird's dann endlich nach meinem Gusto. Ab hier geht's dann endlich mal abwärts Richtung Schlucht der Binna, welche später überquert wird und der Weg alsbald wieder steigt. Bei Am Wasen laufen wir der Trusera Suon entlang. Der Weg wäre eigentlich wegen Holzschlag gesperrt. Wir ignorieren den Hinweis. Das Fortbewegen über die paar herumliegenden Äste bereitet uns keine Mühe. Über Ernen verlassen wir den Suonenweg, ab hier ist der Weg abgesperrt. Hier halten wir uns mal an Anweisungen. Wir wollen aber trotzdem noch nach Mühlebach und steigen nicht ins Dorf Ernen ab. Auf dem Rückweg laufen wir noch bei den Galgen vorbei und besteigen am Dorfplatz in Ernen das Postauto Richtung Fiesch.

Strecke: Grengiols Bhf 890 m - Grengiols Dorf 995 m - Bächerhyschere 1037 m - Hockmatta 1198 m - Am Wasen 1248 m - Trusera Suon - Mühlebach 1248 m - Mosshubel 1232 m - Galgen - Ernen 1189 m
Zeit: 4 Stunden
Höhenunterschied: 500 m aufwärts, 200 m abwärts

Blick über Fiesch zum Finsteraarhorn

Trusera Suon

Bellwald, Fürgangen, Mühlebach

Galgen bei Ernen

weitere Bilder gibts hier: klick

Freitag, 20. Mai 2011

Gredetschtal

Route: Mund 1188 m - Roosse 1406 m - Zienxhischinu 1478 m - Stollen - Chiestelli 1615 m - Üssers Senntum - Stigwasser Suon - Mund 1188 m
Zeit: 3 Stunden 25 Minuten
Höhenunterschied: 450 m auf- und abwärts

Die Orientierung war heute nicht einfach. Wir wollten heute der Stigwasser Suon entlang ins Gredetschtal und dann an der Obersta Suon talauswärts nach Birgisch wandern. Wenn man sich in der Gegend kaum auskennt, eine 1:50000 Wanderkarte dabei hat, dann ist die Beschilderung der Wanderwege um Mund Richtung Gredetschtal mangelhaft. Obwohl wir uns immer an die Markierungen hielten, konnten wir die Wanderung nicht wie geplant machen, denn statt an der Stigwasser Suon landeten wir bei einem langen Stollen, der ins Gredetschtal führt. Schlussendlich ist's egal - uns gefiel die Wanderung auch so! Kaum einer Menschenseele sind wir im stillen, unbewohnten Gredetschtal begegnet, konnten von weiter Ferne Murmeltiere beobachten und genossen dabei das schöne und sehr warme Wetter. Auf dem Rückweg fanden wir dann wenigstens die Stigwasser Suon, an welcher wir zurück nach Mund liefen. Im Gredetschtal führte sie noch kein Wasser, erst vor Mund konnten wir dem Wasser entlang laufen.

Unten finden sie eine kleine Bildauswahl. Mehr Bilder gibts: hier

Blick vom Stollenausgang ins Gredetschtal

Gredetschtal (Blick talauswärts)

Stigwasser Suon bei Mund

Mittwoch, 18. Mai 2011

Maggiatal

Am Sonntag, 15. Mai 2011, reisten wir via Brig, Domodossola und Ponte Brolla nach Coglio im Maggiatal, bezogen unser Zimmer im gemütlichen und empehlenswerten Garni Maggia und unternahmen später sogleich einen nicht nachahmenswerten Erkundungsspaziergang. Zuerst war alles noch normal, auf dem Radweg spazierten wir durch Coglio und Giumaglio nach Someo, überquerten dort die Hauptstrasse und liefen an den Fluss Maggia hinunter. Endlich waren wir im Schatten spendenden Wald, im Tessin war das Wetter schön und warm. Meine Freundin entdeckte im Dickicht eine Echse, wir blieben stehen und ich wollte die Echse, welche ich leider nicht sehen konnte, Digital festhalten. Wir wurden dabei gestört. Schon lange hatte ich keine solche Angst mehr: Ein sehr aggressiver Hund tauchte auf einmal auf. Er reagierte auf gar nichts, auf das Nichtbeachten nicht, auf Zurufe unsererseits nicht, auch nicht auf die Befehle seines Halters, der kurze Zeit später doch noch auftauchte. Uns blieb nichts anderes übrig als uns langsam aus dem Staub zu machen. Leider konnten wir so nicht mehr auf dem ausgeschilderten Weg gehen, denn in diese Richtung lief dann wahrscheinlich der Hundehalter mit seinem Kläffer. In früheren Jahren, als wir oft im Tessin unterwegs waren, fiel mir schon auf, dass es im Tessin viele gestörte Hundehalter und Hunde gibt. Solche Viecher gehören an die Leine! Wir liefen dann am linken Ufer der Maggia entlang. Leider gibt es dort keinen durchreichenden Weg. Zwischendurch liefen wir auf den Steinen der Maggia, fanden später am Ufer aber wieder einen Pfad, der dann aber wieder irgendwo endete. Da meine Freundin auf dem Steinegehen nicht besonders geübt ist, bekam sie beim überqueren eines Rinsals nasse Schuhe. Uns blieb keine andere Wahl, als durch das Wasser der Maggia das Flussufer zu wechseln. Also hiess es die Beinhosen raufzukrempeln und durchs Wasser zu laufen. Die Strömung war nicht zu unterschätzen und es galt dabei das Gleichgewicht zu halten. An der tiefsten Stelle war der Pegel höher als unsere Knie, so dass unsere Jeans nass wurden. Wir liefen dann etwa noch 15 Minuten auf dem ausgeschilderten Wanderweg und kamen zu einer sehr langen Hängebrücke, die wir betraten und die nach Coglio führte, wo wir unser Zimmer hatten und nach einer Dusche trockene Kleider anziehen konnten.

Someo

 
Die sehr lange Hängebrücke bei Coglio

Tag 2 / Montag, 16. Mai 2011

Rundwanderung über Bosco Gurin

Mit dem Bus, der stündlich von Locarno nach Bignasco das Maggiatal hochfährt, fuhren wir von Coglio nach Cevio. Dort stiegen wir aufs Postauto um nach Bosco Gurin. Bosco Gurin ist das höchstgelegene Dof im Tessin auf 1500 m ü. M. Im kleinen Coop deckten wir uns mit Proviant für die Wanderung ein, schlenderten durchs schmucke Walserdorf und wanderten bei den Ställen durch Richtung Zum Schwarza Brunna. Zuerst verläuft der Weg noch auf Asphalt, später, mit zunehmender Steigung, wanderten wir auf einem Bergweg Richtung Chumma. Wir überquerten viele Bergbäche, welche der Schneeschmelze wegen viel Wasser führen. Zwischendurch querten wir noch Schneefelder und die Wege waren oft pflotschig. Gegen die Grossalp zu, wo der Berg mehr Sonnenbestrahlung erhält, ist es dann trockener und die Blumen auf den Weiden beginnen zu blühen. Alles ist voll mit Enzianen. Wunderschön! Die Querung der Bergbäche war nicht immer einfach, vor allem meine Freundin bekundete oftmals Mühe, sie stürzte und hatte einen nassen Hintern :-) Auf der Grossalp, welche ein ödes Skigebiet ist, ist die Wegfindung nicht immer einfach. Hier fehlen die Wegweiser. Mit Glück fanden wir den Weg, welcher nach Bosco Gurin führt. Der Abstieg auf dem direktesten Weg ist dann nicht mehr besonders schön, führt er dem Sessellift und der Skipiste entlang. Alles ist hier plattgewalzt und die Natur wurde verpfuscht. Alles in allem war die Wanderung aber schön und zu empfehlen.


Strecke: Bosco Gurin 1503 m - Zum Schwarza Brunna 1547 m - Chumma 1855 m - Grossalp 1907 m - Bosco Gurin 1503 m
Zeit: ca. 3,5 Stunden
Höhenunterschied: 400m auf- und abwärts

Bosco Gurin

Chumma


Schlüsselstelle mit Leiter

Enziane

Blick von der Grossalp nach Bosco Gurin, das Val di Bosco, Val Rovana und ins Maggiatal

merh Bilder können sie hier sehen

Sonntag, 8. Mai 2011

Flusswandern

Der Weg ist das Ziel - Alles der Nase nach. Von Solothurn nach Utzenstorf

Strecke: Solothurn - Luterbach - Biberist - Schloss Landshut - Utzenstorf Bhf.
Zeit: 4 Stunden
Distanz: 18 km
Info: Die Wanderwege in Solothurn befinden sich an der Aare rechts der Brücke, die zur Altstadt führt

Schöne Wanderung zuerst bis Luterbach der Aare entlang. In Luterbach mündet die Emme in die Aare. Alles dem Emmeufer entlang laufen wir bis Utzenstorf, vorbei an vielen Fabriken, die auch während des Wochenendes in Betrieb sind, und dem Schloss Landshut.

Bau des neuen Emmeufers bei Biberist SO



Samstag, 7. Mai 2011

Creux du Van

Hoffentlich hält die Schönwetterperiode noch bis übernächste Woche an, dann haben wir nämlich eine Woche Ferien und werden zum Wandern 3 Tage ins Maggiatal fahren.
Die heutige Reise führte uns ins Val de Travers im Neuenburger Jura. Von Noirague wanderten wir zur Krete des Creux du Van und wieder zum Ausgangspunkt zurück. Einen guten und informativen Bericht über diese Wanderung gibt es auf www.wandersite.ch zu lesen (wir haben die exakt gleiche Route gemacht). Einen sehr lesenswerten und höchst amüsanten Bericht ist auf hikr.org zu finden. Damit gibt es zu dieser schönen Wanderung in einer uns noch ziemlich unbekannten Region nicht mehr viel zu sagen, ausser vielleicht noch, dass wir Glück hatten und Steinböcke sehen konnten. Ach ja, und dass wir sicher wieder einmal in den Jura zum Wandern fahren werden.


Route: Noirague 729 m - Ferme Robert - Fontaine Froid - Creux du Van 1420 m - Les Oeuillons - Noirague
Zeit: 4 Stunden
Höhenunterschied: je 750 m auf- und abwärts
Fotos: klick

im Aufstieg

Steinbockfamilie

Crand Canyon der Schweiz: Creux du Van