Samstag, 17. September 2011

Suonenwanderung

Kurze Wanderung - dafür  längerer Text

Es ist schon ein bisschen fies, da ist es während der Woche immer schön und warm, man freut sich auf das Wochenende, auf eine Wanderung, und die Prognosen sehen schlecht aus. Man fährt trotz den trüben Aussichten ins Wallis. Beim Aussteigen aus dem Zug in Ausserberg lächelt einem noch die Sonne entgegen. Man wandert frohen Mutes los und lässt das Geschehene und die Frustrationen der Woche hinter sich. Denn das Wandern ist meine Insel.
Die Wandersaison neigt sich langsam dem Ende entgegen. Die ersten Blätter fallen bereits von den Bäumen. Bald gehören die Berge für ein paar Monate wieder der Spassgesellschaft. Schade konnten wir die heutige Wanderung nicht bis nach Brig fortsetzen. Nach etwa eineinhalb Stunden Wanderzeit setzte, als wir Eggerberg erreichten, der vorangekündigte Regen ein. Wir beschlossen mit dem Lötschberger nach Brig zu fahren und dort Essen zu gehen. Viel zu früh war ich wieder zu Hause. Auf dem Heimweg sah ich auf Plakaten viele hässliche Fratzen, die im Oktober ins Parlament gewählt werden wollen. Und dümmliche Sprüche, dass Schweizer eine bestimmte rechtskonservative Partei wählen. Dann bin ich kein Schweizer in diesem Sinn. Und Stolz darauf kein solcher Hinterwäldler zu sein. Klug auch die Erhöhung des Armee-Budgets mit dem Kauf neuer Kampfjets. Das nennt man man in bürgerlichen Kreisen sparen. Vielleicht kann man mit diesen Kampfjets ja die Masseneinwanderung stoppen? Jedes Land hat das Parlament, das es verdient. Ich ertrage diesen Schwachsinn nicht mehr. An dieser Stelle zensiere ich mich selber.

Strecke: Auf dem Südrampenweg von Ausserberg nach Eggerberg
Zeit: 1 Stunde 30 Minuten

Hängebrücke über den Bietschbach

Eggerberg (im Hintergrund das Waldbrandgebiet vom April - unten Lonzawerk in Visp)

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