Samstag, 29. Oktober 2011

Saisonabschluss?

Es wird bald zur Tradition, dass wir die Wandersaison im Frühling jeweils mit der Wanderung "Höhenweg Lötschberg Südrampe" starten und diese im Spätherbst dort wieder beenden. Heute wanderten wir von Hohtenn via die Hängebrücke nach Ausserberg. Obwohl wir diesen Wegverlauf schon ein paar mal unter die Füsse genommen haben und auch sonst recht viel an den Sonnigen Halden unterwegs sind, kann uns die spezielle Gegend immer wieder aufs Neue faszinieren. Langweilig wird uns dort jedenfalls nicht so schnell. Und so freue ich mich bereits darauf im April 2012 die gleiche Strecke wieder zu begehen.

Stägeru Suon ohne Wasser

Hängebrücke in der Jolischlucht

29. Oktober an der Südrampe

Ein umgeleiteter IC braust über die alte Bergstrecke von Bern nach Brig über die Bietschtalbrücke

Herbststimmung an der Manera Suon

Strecke: Hohtenn Bhf. 1077 m - Lidu 999 m - Stägeru Suon - Hängebrücke Jolibach - Rarnerchumma 1006 m - Riedgarto - Ausserberg Bhf. 931 m
Zeit: 3 Stunden

Freitag, 21. Oktober 2011

Bleniotal

Trotz Muskelkater in den Waden entschieden wir uns heute bei wiederum schönstem Herbstwetter eine kleine Wanderung zu unternehmen. Wir wissen immer noch nicht, wo wir im nächsten Sommer unsere Wanderferien verbringen wollen. Das Bleniotal ist u. a. schon seit Monaten eine Option, welche mit der heutigen Wanderung geprüft werden wollte, denn dieses Tal ist uns gänzlich unbekannt.
Man macht sich halt so seine Gedanken über eine Gegend wenn man sich über eben diese durch verschiedene Medien informiert. Man erstellt sich Bilder im Kopf, so wie man denkt dass etwas zu sein scheint. Das Bleniotal erschuf ich mir anders, es stimmte mit der Realität nicht überein. In meinem Kopf war das Val di Blenio ein hochalpines Tal mit südlichem Flair, wohl eines der schönsten Täler der Welt. Eine Mischung aus den trockenen Südhängen des Rhonetals und einem typischen Tessiner Seitental wie z. Bsp. dem Maggiatal. Das Bleniotal nahm ich aber als "normales" Tessiner Tal wahr, also als nichts sehr Spezielles. Ja, und ich war enttäuscht. Nicht dass es mir nicht gefallen hat, aber es stimmte halt nicht mit meinen Bildern überein. Und ich sah halt nur den Talboden zwischen Biasca und Olivone, den vorderen Teil auch nur durch die Scheibe des Busses.
Leider war das nicht die einzige Enttäuschung des Tages. Die Wanderung, welche auf wandersite.ch beschrieben wird, konnte mich leider auch nicht befriedigen. Auch sie habe ich mir ganz anders vorgestellt, spannender vor allem. Es kann gut sein, dass ich ein Kulturbanause bin und ich die Schönheiten nicht finden konnte (was wohl so ist). Zu meiner Entlastung möchte ich sagen, dass diese Wanderung nicht auf meine Interessen zugeschnitten war. Gut, dass hätte ich merken können, hätte ich alles vorbereitet, was ich aber nicht getan habe, da alles in diesen Kurzferien spontan entstanden ist (das Wegfahren ins Tessin an und für sich auch schon und noch einiges mehr). Ich wäre von Olivone aus lieber in die Höhe gewandert, aber es war noch sehr kalt kurz vor 11 Uhr, so dass wir zuerst einen Kaffee trinken gingen, was wir eigentlich selten bis nie machen. Kurz nach 11 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Acquarossa. Wir folgten alles dem perfekt ausgeschilderten Weg "Sentiero basso". Ich mag die Wanderung jetzt nicht näher beschreiben, denn auf wandersite.ch gibt es einen ausführlichen Beschrieb wie auch im Buch "Zu Fuss im sonnigen Tessin - Coop Zeitung". Nicht nur dass ich jetzt keinen Tourenbeschrieb tippen mag, nein, ich kann auch keine solchen super Berichte verfassen. Man muss sich so etwas auch eingestehen. Und ja, dass hier soll ja im Prinzip auch nur ein persönliches Wandertagebuch in Form eines öffentliche Blogs sein. Mehr nicht. Freut mich aber, wenn ich hiermit jemandem für irgendetwas behilflich sein kann. Langsam aber sicher neigt sich die Wandersaison dem Ende zu. Dieser Blog könnte sich schon bald in den Winterschlaf verabschieden. Jede Wanderung kann die letzte sein. Nicht nur die letzte der Saison. Auf das wurde ich heute leider aufmerksam gemacht. Ach ja, und bevor ich es vergesse: Die nächsten Sommerferien werden wir wohl nicht im Bleniotal verbringen. Die Suche geht also weiter. 

Route: Olivone 889 m - Sentiero basso - Acquarossa 528 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 500 m abwärts
Zeit: 3 Stunden 30 Minuten

Olivone mit Blick zum Lukmanierpass

Ehemalige Schokolandenfabrik Cima Norma

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Cimetta

Kurzherbstferien

Anscheinend hat es am Mittwoch, als wir auf dem Weg nach Locarno waren, auf der Alpennorseite wieder geschneit, was u. a. auch ein Grund war, weshalb wir für 4 Tage ins ein bisschen wärmere Tessin nach Locarno fuhren.
Am heutigen Donnerstag war das Wetter im Tessin sehr schön und von der Temperatur her mild. Jahrelang verbrachten meine Freundin und ich unsere Sommerferien im Tessin, mehrheitlich in der Region Locarno. Nie waren wir auf dem Locarneser Hausberg Cardada. Bei diesem schönen Herbsttag entschieden wir uns beim Frühstück dort herauf zu fahren. Ja, zu fahren. Zuerst ging's per Standseilbahn von Locarno nach Orselina, und von dort mit der sehr teuren Luftseilbahn nach Cardada. Eine einfache Fahrt kostet Fr. 23.00! Halbtax und GA nicht gültig... Wie teuer die Rückfahrt gewesen wäre, wollte ich gar nicht wissen, denn der Entschluss hinunter zu laufen entstand schnell bei der Bezahlung des überrissenes Preises.
Auf Cardada 1340 m blies ein kühler Wind. Wir wussten zuerst nicht so recht was wir dort oben machen wollten, also entschlossen wir uns zuerst mal zur Aussichtsplattform zu laufen und dort die Aussicht zu geniessen. Um warm zu bekommen, nahmen wir die 350 Höhenmeter Richtung Cimetta in Angriff, wo wir im Bergrestaurant zu Mittag assen. Via Cardada machten wir uns danach auf den langen Abstieg nach Orselina. Der Abstieg führte mehrheitlich durch Wald (Kastanienbäume) auf steinigem Weg, im unteren Teil dann mehrheitlich über mehrere hundert Treppenstufen.

Route: Cardada 1340 m - Cimetta 1670 m - Cardada 1340 m - Orselina 395 m
Zeit: ca. 3 Stunden 45 Min.
Höhenunterschied: 350 m aufwärts, 1300 m abwärts

Ausblick von Cimetta über Locarno/Ascona auf den Lago Maggiore

Cimetta 1670 m mit Blick zu den Walliser Alpen

Typischer Tessiner Wanderweg, mühsam auf ihm zu gehen

Sonntag, 16. Oktober 2011

Perückenstrauch Getwing VS

Gestern hätte ich mit einem Leser dieses Blogs die Rheinschlucht durchwandern wollen. Leider fühlte ich mich gestern nicht gut, so dass ich diese Wanderung absagen musste. Im nächsten Jahr wird es dann sicherlich einmal klappen... Nachdem ich mich gestern zu Hause auskuriert habe, verspürte ich den Drang mich draussen zu bewegen, denn einfach nur zu Hause sitzen kann ich nicht, es ist fast wie eine Qual. Hier in der Region Bern ist es jetzt wieder kalt und der verhasste Nebel hüllt uns wieder täglich ein. Heute musste ich einfach an die wärmende Sonne gehen und es ist ja klar, dass wir ins Wallis fuhren. Denn im Wallis war es heute super schön und auch warm, nicht gerade T-Shirt-Wetter für mich, aber so warm, dass ich die ollen Bakterien rausschwitzen konnte mit nur einem dünnen Pulli obenrum bekleidet. Das Atmen fällt mir jetzt jefenfalls wieder leichter und der Husten ist auch verschwunden. Prima. Ich arbeite jetzt noch 2 Tage, dann fahre ich zusammen mit meiner Liebsten 4 Tage ins Tessin. Falls das Wetter nicht all zu schlecht sein wird, werden wir sicher auch eine Wanderung unternehmen, wo weiss ich noch nicht, da muss ich mich zuerst noch informieren.
Jetzt (Mitte bis Ende Oktober) ist ja wieder die Zeit, in der sich der Perückenstrauch rot verfärbt, der ja nur im Mittelmeerraum und in Südeuropa vorkommt - und eben am Südhäng der Berner Alpen zwischen Gampel und Leuk bei Turtmann im speziellen Wallis. Die gleiche Wanderung, die wir heute unter die Füsse genommen haben, machten wir im letzten Jahr am 23. Oktober, weshalb ich auf weitere Ausführungen verzichte.

noch nicht so rot wie im letzten Jahr: Die Perückensträucher bei Getwing

schöner mediterran anmutender Wanderweg


Sonntag, 2. Oktober 2011

Frutigen

Gestern Samstag fuhr ich zusammen mit meiner Freundin, welche ihren Geburtstag feierte und mit meinen Eltern mit dem Glacier Express von Brig nach Chur. Der 11.18 Uhr Zug fuhr mit Verspätung ab, da die Lok von Zermatt herkommend einen Defekt hatte und ausgewechselt werden musste. Unser Zug war ausgebucht, dementsprechend herrschte während der ganzen Fahrt ein emsiges Treiben. Unser reserviertes 4er Abteil war schön gedeckt, so dass wir nach einer etwa einstündigen Fahrt das feine Mittagessen an unserem Platz einnehmen konnten. Der Glacier Express fuhr dann ohne Probleme das Goms hinauf, bei Oberwald gings durch den Furka-Tunnel nach Andermatt UR. Von dort fuhr der langsamste Schnellzug der Welt über den Oberalppass, welche die Grenze zum Kanton Graubünden bildet. Von dort gings bergab nach Disentis, wo der Zug eine längere Pause machte und wir uns draussen am Bahnhof unsere Beine vertreten konnten. Danach ging es weiter durch die schöne Rheinschlucht nach Chur, wo wir den Zug verliessen, einen Stadtbummel unternahmen und ein Zvieri essen gingen, bevor wir uns via Zürich auf den Heimweg machten.
Besonders gut gefallen hat mir die Rheinschlucht. Wenn das Wetter im Oktober noch weiter gut bleiben wird, werden wir wohl dorthin wandern gehen.

Bei diesem herrlichen Herbstwetter wollten meine Freundin und ich heute noch ein wenig wandern gehen. Wir entschieden uns nach Frutigen zu fahren. Von dort wanderten wir der Engstlige entlang aufwärts Richtung Adelboden nach Hostalde, wo es eine neue (private) Hängebrücke gibt, welche wir überquerten und mangels Alternativen wieder zurück liefen um noch weiter Richtung Adelboden zu wandern. Bei Grundsteg 904 m überquerten wir erneut auf einer Hängebrücke die Engstlige und wanderten auf der anderen Talseite zurück zum Frutiger Bahnhof.

Strecke: Frutigen Bahnhof 780 m - Linke Flussseite der Engstlige - Hostalde 917 m - Hängebrücke - Hostalde - Grundsteg 904 m - Reinisch 858 m - Frutigen 780 m 
Höhenunterschied: ca. 200 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden 45 Minuten
Schwierigkeit: leicht (T1)
Charakter: gemütliche, ruhige Familienwanderung, die über viele kleinere Hängebrücke führt. Holzkunst am Wegrand

Sinnvolles Fahrverbot ;-)

Die 155 m lange Hängebrücke am Hohstalden

Hostalde mit Hängebrücke
Engstligental mit Blick zum Niesen