Samstag, 26. November 2011

Weil's noch so mild ist...

... fuhren wir heute noch einmal zum Wandern ins Wallis. Zum letzten mal in diesem Jahr?

Route: Mund 1188 m - Mundstei 1399 m - Schalba 1510 m - Meinimatte 1570 m - Chastler 1606 m - Finnu 1410 m - Eggen 1095 m - Eggerberg Bhf. 852 m
Höhenunterschied: 425 m aufwärts, 750 m abwärts
Zeit: ca. 3 Stunden

Blick über Bodma und das Rhonetal zum Matterhorn und den Walliser 4000ern

"Alpabzug" der putzigen Schwarznasenschafe bei Schalba

Lauschiger Waldweg vor Chastler

Idyllisches Bergdorf Finnu (Finnen)

Baltschiedertal mit Bietschhorn von Eggen aus geknipst

Samstag, 19. November 2011

Rundwanderung Hohtenn

Diese schöne Tour ging so:

Hohtenn Bahnhof 1077 m - Chrizji 1238 m - Alp Tatz 1496 m - Tännliwald 1575 m - Alp Ladu 1354 m - Cholerwald - Riedmatte 971 m - Hohtenn Bhf. 1077 m
Höhenunterschied: 600 m aufwärts, 600 m abwärts
Zeit: 3 Stunden

Schön, dass man um diese Jahreszeit noch solche Wanderungen unternehmen kann. Gut, es ist mittlerweile auch an der Südrampe frisch geworden, doch die wird durch die Sonne intensiv bestrahlt, so dass es dort eigentlich doch noch mild war im Vergleich zum Mittelland, wo ich wohne und arbeite. Ist sowieso irgendwie alles anders in diesem Jahr, ja, es ist komisch. Nicht dass mich die milden Temperaturen und die Trockenheit stören würden, nein, ich geniesse das, aber eben, das sind die Auswirkungen des Klimawandels. Man muss wohl Scheuklappen haben um das nicht zu realisieren. 

Viele Leute sieht man nicht mehr wandern und das ist gut so. Die warten sicher zu Hause im Nebel auf den ollen Schnee. Die ersten 10-15 Minuten wandern wir auf dem klassischen Südrampenweg, vor dem Lüegilchi Viadukt verlassen wir diesen und zweigen links in den Bergweg ab, ab hier geht jetzt alles nur noch bergwärts Richtung Ladu. Der einsame Pfad ist schön und bietet tolle Ausblicke ins Rhonetal, auf die Südrampe und die verschneiten Walliser Alpen. Je höher hinauf wir wandern, desto stärker weht ein kühler Wind, welcher uns in Erinnerung ruft, dass es doch Spätherbst ist. Auf der idyllischen Alp Tatz treffen wir die ersten Wanderer an. An einem windgeschützten Ort zwischen den Alpen Tatz und Ladu nehmen wir unser Picknick ein, bevor wir uns auf den Abstieg via Laden nach Hohtenn machen. Auf dem Abstieg können wir die zweite Jacke wieder im Rucksack verstauen. Am Bahnhof auf einem Bänkchen geniessen wir noch die letzten wärmenden Sonnenstrahlen, bevor wir uns wieder auf den Weg in die triste Zwischenwelt machen. Goodbye Wallis.


Wandern im November 2011

Lauschiger Pfad zwischen Tatz und Ladu

Gegensätze

Mediterrane Landschaft ob Hohtenn Bhf.

Samstag, 12. November 2011

Raus aus dem Nebel

Gut, es könnte alles schlimmer sein. Für dass es bald Mitte November ist, ist die Temperatur ja noch annehmbar, obwohl es täglich frischer wird und das Thermometer nicht mehr in den zweistelligen Bereich steigt. Aber der verd.... Nebel! Jetzt mag er sich ja nicht mal mehr um Bern auflösen, jedenfalls nicht mehr täglich. Schlimm. Wenn's einem auch sonst nicht so läuft wie sonst, dann macht einen diese Jahreszeit noch mehr zu schaffen. Was in solchen Momenten helfen kann, ist Licht. Sonne noch besser. Wo gibt es am meisten Sonne, wo ist es derzeit in unserem doch sehr schönen Land am wärmsten? Nein, nicht imTessin. Chur, ja, auch. Wallis?! Ja, klar!

Geht es nur mir so, derzeit kann ich länger schlafen als sonst. Das frühe Aufstehen fällt mir derzeit schwer. In den wärmeren Monaten stehe ich an den Wochenenden ja eher früh auf, weil ich normalerweise nie länger als 8 Stunden schlafen kann. Heute mochte ich um 8 Uhr nicht aufstehen, dir Vorfreude auf die heutige Wanderung fehlte unerklärlicherweise. Sind das Zeichen einer Depression? Auch jetzt, wo ich gerade diesen Text verfasse, fühle ich mich schlapper denn je, die Wanderung heute dauerte ja nur etwa 3 Stunden...

Jetzt nach einer Schreibpause weiss ich gar nicht, was ich noch schreiben soll. Mit dem BLS Lötschberger fuhren wir nach Eggerberg. Das Wetter an der Südrampe war wirklich schön und auch warm war es, so, dass wir im leichten Tenu losmarschieren konnten. Wir waren ja schon viel an der Südrampe wandern, aber den letzten Teil, von Lalden nach Brig, haben wir noch nie begangen. Am 17. September 2011 wollten wir diese Route von Ausserberg her machen, bestiegen in Eggerberg wegen des Regens aber den Zug nach Brig. Im März 2011 starteten wir einen Versuch auf dem Weg "Der geheimen Südrampe" zu gehen, landeten damals aber in Mund und nicht in Brig. Trotz des ausführlichen Studiums der hikr.org Berichte kamen wir heute kurz vor der Mundbachschlucht des Weges ab, so dass wir einen langen Teil an dem Rotten entlang Richtung Brig laufen mussten. So wie wir gesehen haben, wird dieser Weg derzeit ausgebaut, was heisst, dass wir diese Route in ein paar Jahren, wenn alles schön ausgeschildert ist, dann vielleicht auch mal machen können...


Lötschberger Richtung Lalden

hier wohl schon auf dem falschen Weg


Strecke: Eggerberg 852 m - Lalden Bhf. 801 m - Driesta 810 m - Rottenweg 661 m - Brig Bhf. 678 m
Höhenunterschied: 100 m aufwärts, 300 m abwärts
Zeit: 2 Stunden 30 Minuten

Mittwoch, 2. November 2011

Albinenleitern

Doch noch nicht Wanderschluss. Gestern für heute auf der Arbeit spontan frei genommen. Bei diesem herrlichem Spätherbstwetter und diesen milden Temperaturen wollte ich heute noch einmal ins Wallis zum Wandern fahren. Spontan war auch ein Leser dieses Blogs aus dem Thurgau, der mich auf der heutigen Wanderung begleitete.
Kurz nach 11 Uhr starteten wir in Leukerbad und folgten zuerst dem Weg durchs Dorf, der zur Talstation der Torrentbahn führt. Von dort aus machten wir uns durch den herbstlichen Wald Richtung Albinenleitern, welche man nach ca. 20 Minuten erreicht. Ab hier führen 8 Leitern durch eine 100 m hohe Felswand, die Leitern, welche gut gesichert sind, sollten nur von Schwindelfreien begangen werden. Hat man diese überwunden, steigt der Weg noch ein Weilchen bis man das Restaurant und die Talstation Flaschen erreicht. Ab hier wandern wir endlich an der Sonne und machen bald Mittagspause auf einem lauschigen Bänkchen. Wieder leicht aufwärts geht's danach noch einmal durch Wald, aus ihm heraus gekommen, befinden wir uns hoch über Albinen, dem schönen Sonnendorf, in welches wir absteigen und überlegen, wohin wir weiterlaufen wollen. Wir entscheiden uns für Guttet-Feschel. Wieder steigt der Weg durch den kühlen Wald, bis wir beim Waldbrandgebiet vom August 2003 ankommen. Hier bieten sich einem verschiedene Bilder und Eindrücke: Zurückblickend der schöne Herbstwald, über diesem ein mediterran anmutender Wald und rechts daneben all die toten, verbrannten Bäume. Ein trauriger Anblick. Erfreulich ist aber, dass bereits schon an vielen Orten Laubbäume am wachsen sind, welche jetzt schön golden leuchten. Wir fragten uns, warum dort jetzt Laub- und nicht Nadelbäume am wachsen sind? Der Weiterweg verläuft jetzt durch das ehemalige Brandgebiet und es ist ein komsiches Gefühl an der Sonne zu wandern, weil sich hier mal ein  Wald befand. In Guttet-Feschel besteigen wir den Bus, welche nach Leuk fährt, von wo wir uns via Visp und Bern auf den Heimweg machten.

Albinenleitern: durch diese Wand geht es ca. 100 m hoch


Waldbrandgebiet ob Leuk mit Blick ins Unterwallis

Blick zurück
Gemeinde Guttet-Feschel


Route: Leukerbad 1402 m - Albinenleitern - Flaschen 1540 m - Oberdietu - Albinen 1311 m - Hohwald - Guttet, Wiler 1254 m
Zeit: ca. 4 Stunden
Höhenunterschied: ca. 400 m aufwärts, 500 m abwärts

Ach ja, eine ähnliche Tour unternahm ich bereits im April 2011, wo es auch mehr Bilder von den Albinenleitern zu sehen gibt. Und ach ja II: Leukerbad, ich mag dich immer mehr!