Samstag, 25. Februar 2012

Lavaux

Schöne Vorfrühlingswanderung an den Gestaden des Lac Lémans von Lutry nach St-Saphorin

Das Weinbaugebiet zwischen Lausanne und Vevey am Lac Léman (Genfersee) wurde auf Initiative des Umweltschützers Franz Weber im Jahre 2007 als Unesco Weltkulturerbe anerkannt. Ich fahre leider viel zu selten in die Westschweiz, aber bei jedem seltenen mal gefiel mir auf der Bahnfahrt nach Lausanne das Gebiet des Lavaux und meine Freundin sagte dann immer, dass sie hier gerne mal wandern würde. Heute fuhren wir nun via Lausanne nach Lutry und erledigten diese Pendenz. Das Wetter war heute nicht mehr so schön wie gestern, nur gerade zu Beginn und am Schluss der Wanderung schien die Sonne. Die Wolken über dem Genfersee und den Alpen wirkten schon fast etwas mystisch in dieser speziellen Gegend. Die Route verläuft praktisch nur auf Hartbelag, so dass man die Wanderschuhe getrost zu Hause lassen kann.

Route: Lutry 396 m - Châtelard 408 m - Aran 478 m - Grandvaux 489 m - Riex 443 m - Epesses 464 m - Rivaz 445 m - St-Saphorin 384 m
Höhenunterschied: je etwa 150 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden 30 Minuten

Blick zurück über die Rebberge

Die Terrassen des Lavaux


St-Saphorin

Samstag, 18. Februar 2012

Sunnbüel - Gemmi

Endlich ist es jetzt wieder ein bisschen weniger kalt, im Vergleich zum Samstag vor 2 Wochen war es heute sogar recht warm. Bei diesem schönen Wetter zog es viele Leute in die Berge. Wir waren bei weitem nicht die einzigen, welche in Kandersteg mit dem Bus zur Talstation Sunnbüel fuhren. Auch in der Luftseilbahn war ein Gedränge. Auf der "Wanderautobahn" zwischen Sunnbüel und dem Gemmipass herrschte reger Betrieb. Es hat (leider) noch sehr viel Schnee in den Bergen, kein Vergleich zum letzten Jahr, als wir diese Wanderung im Januar bereits schon einmal unter die Füsse genommen haben. Der Weg war tipptopp präpariert. Man kann jetzt im Februar schon viel mehr an der Sonne gehen, denn im Schatten war es doch noch sehr frisch, so dass diese Schattenpassage nur noch etwa 30 Gehminuten dauert. Im Berghotel Scharenbach legten wir die Mittagspause ein. Dort ass ich mein wohl bestes paniertes Schnitzel - mit Spaghetti, nicht mit Pommes, das kann man nämlich wählen. Super. Wärst du bequemer erreichbar, ich würde dich bald wieder besuchen, Berghotel Schwarenbach! Auf dem Weiterweg plagten meine Freundin Leistenschmerzen, ein Weitergehen war stets ungewiss. Sie biss sich glücklicherweise aber durch. Zur Belohnung ersparte ich ihr den letzten Aufstieg und fuhren bequem mit der kleinen Luftseilbahn vom Daubensee zur Gemmi hoch, was die Wanderung ein wenig verkürzte. Mit der Gondelbahn fuhren wir hernach nach Leukerbad hinunter, von wo wir uns via Leuk und Visp auf den Nachhauseweg machten.

Die Wanderung war sehr schön und hat gut getan, ich mag diese Gegend im Winter. Im Sommer bevorzuge ich aber weniger frequentiertere Wege. Winterwandern ist sehr anstrengend und macht halt nicht so viel Spass wie eine Wanderung im Sommer. Wir haben heute beschlossen, dass dies die letzte Schneewanderung gewesen ist, zumindest in diesem Winter.

Der Berg (Altels?), der in der Sonne steht

Blick zurück nach Sunnbüel

Berghotel Schwarenbach im Hintergrund

Auf dem Daubensee

 
Blick durch die Scheibe der Luftseilbahn auf Leukerbad

Route: Sunnbüel 1934 m - Spittelmatte - Schwarenbach 2060 m - Daubensee 2207 m 
Zeit: 2 Stunden 15 Minuten

Samstag, 11. Februar 2012

Schwitzen bei Minus 10 Grad

Der heutige Ausflug verbunden mit einer kleinen Winterwanderung führte uns nach Zermatt. Nebel und Bise um Bern und im Berner Oberland. Sonne und blauer Himmel im Rhonetal. Wolken im Mattertal und Zermatt. Angenehme Temperatur in der MGB, die leider mit einigen Minuten Verspätung in Zermatt ankam, aber egal, wir reisten frühzeitig an (Ankunft nach 11 Uhr). Wir marschierten zügig durchs Zentrum Richtung Hotel Restaurant Alpenrose, wo wir eine sehr feine Rösti assen, uns aufwärmten und durchs Fenster das Matterhorn bestaunten, welches wir heute zum ersten mal aus der Nähe sehen konnten. Ein wahrlich schöner Berg. Nach dem Essen zeigte sich endlich die Sonne, es wurde ein bisschen wärmer. Wir wanderten Richtung Furi, dem Horu entgegen. In Zermatt sind die Winterwanderwege nicht mit pinkfarbenen Wegweisern ausgeschildert, nein, man beachte die "normalen" gelben Wegweiser mit den Orten, bei denen ein Schneemännchen aufgeführt ist und folge denen. Der Weg folgt meistens entlang der Skipisten. Hübsch die Weiler Blatten und Zum See. Gemütliche Ferienhäuser überall. Irgendwann werden wir sicher unsere Sommerwanderferien in einen dieser Häuser verbringen. Auf den super präparierten Wegen kommen wir schnell ins Schwitzen, denn es geht alles aufwärts. Das Wetter wird immer schöner. Nach etwa einer Stunde kommen wir in Furi an. In einem von vielen Restaurants stärken wir uns und machen uns hernach auf dem gleichen (aber rutschigen) Weg, auf dem wir gekommen sind, nach Zermatt zurück.

Route: Zermatt 1620 m - Blatten - Zum See - Furi 1867 m - Zum See - Blatten - Zermatt 1620 m
Höhenunterschied: 250 m auf- und abwärts
Zeit: 1 Stunde 45 Minuten

Matterhorn (vom Restaurant Alpenrose aus gesehen)

Im Aufstieg von Blatten nach Zum See

Zermatt

Zum See

Das Horu aus der Perspektive bei der Kapelle von Blatten

Samstag, 4. Februar 2012

Winterspaziergang

In den letzten Wochen war das Bergwetter an den Wochenenden jeweils nicht besonders schön, jedenfalls machte es uns nie an eine Winterwanderung zu unternehmen. Heute war das Wetter eher gut, die Temperaturen im ganzen Land sind aber frostig. Es ist so kalt, dass man am liebsten den ganzen Tag nur drinnen verbringen möchte. Die letzten paar Wochenenden erfüllten mich nicht, sie waren eher langweilig, etwas fehlte mir immer, nämlich die Berge, die Natur, die Sonne, die Wärme und das Wandern. Ich habe in letzter Zeit viele Touren für den Sommer geplant, es wird wieder oft ins Wallis gehen, aber nicht nur. Mittlerweile ist die Planung der Sommerferien unter Dach und Fach, wir werden ein Ferienhaus in Tschierv im Val Müstair mieten. Ansonsten gibt es nicht viel mehr zu berichten aus den letzten Tagen was für die Öffentlichkeit bestimmt wäre.

Trotz den eisigen Temperaturen zog es uns heute nach Draussen. Unser Plan war auf die Bettmeralp zu fahren, dort essen zu gehen und wieder nach Hause zu reisen um wenigstens wieder einmal im Wallis und in den Bergen zu sein. Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2011 kann man mit dem GA gratis mit der Luftseilbahn von Betten Talstation auf die Bettmeralp fahren - die ganze Reise kostete uns also exakt Null Franken, so dass man eben nur schnell auf die Bettmeralp fahren kann um Essen zu gehen.

Wir fahren ja ab Ostermundigen immer mit der S1 nach Thun und steigen dort auf den IC (oder um an die Südrampe zu gelangen auf den Lötschberger) um für die Reise ins Wallis und ich glaube, dass noch nie (von Frühling bis in den Spätherbst fahren wir an fast jedem Samstag diese Strecke) ein Zug ohne Verspätung, damit meine ich nicht 1, 2 Minuten, pünktlich abgefahren ist. Auch heute nicht, da betrug die Verspätung 5 Minuten... Ist mittlerweile aber normal, so dass ich mich schon gar nicht mehr gross ärgere, da der Anschluss bis dato immer klappte in Thun, gibt dann halt keine weitere Zigarette mehr, was ja gesünder ist für mich. Was mich dann aber ärgerte war die Verspätung des Regionalzuges von Brig nach Andermatt. 20 Minuten schlotterten wir am Perron in Brig und freuten uns auf den warmen Zug. Aber zu früh gefreut, die Heizung funktionierte nicht im Zug der MGB (oder wurde nicht eingestellt?!)! Die Fensterscheiben waren vereist, so dass man nicht mal aus dem Fenster schauen konnte und zuerst kratzen musste. Aber hallo?! Dass die MGB Verspätung hat (heute waren es 10 Minuten), ist nichts aussergewöhnliches, aber was ist denn das für ein lausiger Service?!

Insgesamt eine Stunde froren wir, so dass wir nach der Ankunft auf der Bettmeralp schnell das Restaurant Panorma aufsuchten um uns aufzuwärmen und eine feine Rösti zu essen. 
Mit einer warmen Mahlzeit im Bauch unternahmen wir dann einen kleinen Spaziergang zum Bettmersee und von dort aus begaben wir uns auf einen kleinen Rundweg auf immer gut präparierten Winterwanderwegen, dabei genossen wir die Sonne, die uns zusammen mit dem Gehen aufzuwärmen mochte. Leider war heute nicht besonders schönes Wetter, gegen 15 Uhr mochte die Sonne nicht mehr durch den Nebel zu scheinen, es war also Zeit, den Nachhauseweg anzutreten. Insgesamt spazierten wir wohl rund eine Stunde.

Noch etwas ganz anderes: Wer weiss, dass Thun am Brienzersee liegt? Ein Geographie-Genie aus der Ostschweiz, der seinen Filius im Zug am aufklären war...

Kapelle Maria zum Schnee Bettmeralp

Zugefrorener Bettmersee und Bettmerhorn

Es hat viel Schnee auf fast 2000 m und in diesem Haus gibt's wohl kalte Betten