Samstag, 31. März 2012

Schönste Frühlingswanderung

Für mich ist die schönste Frühlingswanderung die Strecke von Hohtenn nach Ausserberg auf dem BLS Höhenweg Lötschberg Südrampe, welche wir heute unternommen haben.

Schon oft habe ich über diese Wanderung einen Bericht verfasst, weshalb ich mich kurz halten werde. Der Frühling hat endlich richtig Einzug gehalten. Der Südrampenweg wurde in dieser Woche wiedereröffnet (die Hängebrücke in der Jolischlucht ist immer noch gesperrt). Eine kalte Bise wehte durchs Rhonetal. Auf dem Weg im Bietschtal liegt stellenweise noch ein wenig Schnee! Wandern mit 37,6 Grad Körpertemperatur macht noch schlapper als sonst (= auch ein Grund, weshalb ich nicht ausführlich schreiben mag, ich sollte ins Bett gehen...).

Strecke: Hohtenn Bhf. - Südrampenweg (Rarnerchumma - Bietschtalviadukt - Riedgarto) - Ausserberg
Zeit: 3 Stunden (reine Marschzeit)
Album: Mehr Fotos auf Picasa

Steppenvegetation bei Hohtenn

Grossi Suon

Gegenätze - auf der gegenüberliegenden Seite liegt noch Schnee

Heute Wanderweg, früher Trasse der Werkbahn zum Bau des Bietschtalviadukts

Manera Suone

Die Blütezeit beginnt!

Hier nun wasserführend: Die Manera vor Ausserberg

Samstag, 24. März 2012

Lüegjeru und Stägeru Suon

Strecke: Hohtenn Dorf 817 m - Lüegjeru Suon - Lüogju 877 m - Jolibachschlucht - Stägeru Suon - Lidu 999 m - Südrampenweg - Hohtenn Bahnhof 1077 m
Höhenunterschied: 250 m aufwärts
Zeit: 2 Stunden 15 Minuten
Fotoalbum: Hier klicken

Zum Abschluss der Frühlingsferien unternahmen wir heute noch einmal eine Wanderung und fuhren durch den Lötschberg Basistunnel via Visp und Gampel/Steg nach Hohtenn Dorf ins geliebte Wallis. An den Sonnigen Halden war es heute sogar noch wärmer als die letzten 4 Tage im Tessin. 

Die Lüegjeru und Stägeru Suon beziehen beide ihr Wasser aus der Schlucht des Jolibaches. Beide führten jedoch kein Wasser. Der Einstieg zur Lüegjeru Suon ist nicht einfach zu finden, wenn man nicht weiss wo sich dieser befindet. Von der Kirche läuft man ein paar Hundert Meter der Strasse entlang, welche aufwärts zum Bahnhof führt. Bei der ersten Abzweigung folge man diesem Teersträsschen. Nach ca. 200 Metern zweigt ein Weg zur Suone ab. Dieser folge man nun bis zur Jolibachschlucht. 

Bei der Jolibachschlucht legten wir die erste Pause ein und genossenn die Sonne und die Ruhe. Die Hängebrücke in der Jolibachschlucht ist derzeit gesperrt (wie der Südrampenweg derzeit wohl auch noch). Ein paar Meter über der Lüegjeru Suon liegt die Stägeru Suon, an welcher wir schon mehrmals entlang gelaufen sind. Ihrem Verlauf folgten wir bis Lidu und stiegen dort zum Südrampenweg auf, welchem wir bis zum Bahnhof Hohtenn folgten. Mit dem BLS Lötschberger fuhren wir nach Hause zurück.

Beim Einstieg auf den Hüterweg der Lüegjeru Suon

Lüogju

Stägeru Suon

Im Aufstieg nach Lidu mit Blick ins Rhonetal

BLS Lötschberger über dem Südrampenweg kurz vor Hohtenn

Freitag, 23. März 2012

Den Frühling im Tessin gefunden

Von Dienstag bis Freitag weilten wir im schon fast sommerlichen Tessin. Da ich mich in den Frühlingsferien erholen musste, plante ich nur eine einzige Wanderung, die wir am Donnerstag durchführten.

Mit der S-Bahn fuhren wir von Locarno via Giubiasco nach Capolago (zwischen Lugano und Mendrisio gelegen). Mit der historischen Zahnradbahn fuhren wir in ca. 30 Min. nach Vetta am Monte Generoso (Fr. 16.00 einfach mit GA/Halbtax). Beim schneebedeckten Aufstieg auf den Gipel des Monte Generosos überschritten wir die Landesgrenze zu Italien. Leider war die Weitsicht nicht besonders gut, so dass wir die Gipfel der Berner, Walliser und Bündner Alpen nicht sehen konnten, dafür waren die Tiefblicke z. Bsp. auf den Luganer und den Comer See eindrücklich. Wir stiegen wieder zur Bergstation ab und entschieden uns dort nach Muggio, dem Hauptort des Muggiotals, zu wandern. Das Muggiotal steht teilweise unter Naturschutz und ist wohl das südlichste Seitental der Schweiz. Auf den ersten 500 Höhenmetern, auf denen wir nun abwärts liefen, wanderten wir durch offenes Gelände und über Alpwiesen, auf denen es zu blühen beginnt. Wir passierten viele zerfallene Häuser und Ställe. Nach Roncapiano 957 m verläuft der Weg nun im typischen Tessiner Wald. Hier begegneten uns die ersten Menschen seit der Bergstation. Ab und zu trafen wir auf einige bewohnte und neu renovierte Häuser. Bei Molino überquerten wir den Fluss Breggia, der durchs ganze Tal fliesst. Ab hier steigt der Weg und bald schon trafen wir im idyllischen Dorf Muggio ein. Mit dem Postauto fuhren wir nach Chiasso, wo wir die S-Bahn ins Sopra Ceneri bestiegen, die uns an unseren Ferienort brachte.

Die Wanderroute war gut ausgeschildert und markiert, wir bekundeten nie Probleme "falsch" zu laufen. Das wenig bekannte Muggiotal scheint ein spannendes und vor allem ruhiges und einsames Wandergebiet zu sein. So wie ich gesehen habe, gibt es ab Chiasso eine stündliche Postautoverbindung ins Tal und talauswärts nach Chiasso oder Mendrisio.

Route: Vetta (Bergstation) 1601 m - Monte Generoso 1701 m - Vetta 1601 m - Alpe Génor 1277 m - Roncapiano 957 m - Molino - Muggio 661 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 1100 m abwärts
Zeit: 3 Stunden 15 Minuten

Auf dem Weg zum Monte Generoso

Schmalspur-Zahnradbahn bei der Bergstation

Im Aufstieg zum Gipfel des Monte Generoso

Lago di Lugano mit Seedamm von Melide

Gipfel Monte Generoso 1701 m

Schöner Höhenweg im Abstieg nach Muggio

Das hintere idyllische Muggiotal

Blick über Roncapiano ins Tal nach Muggio

Den einen gefällts, den anderen weniger: Typischer Tessiner Waldwanderweg

Samstag, 10. März 2012

Erste Suonenwanderung 2012

Ich kann nicht genau sagen, wo wir heute waren, versuche es aber zu beschreiben. Wir wanderten jedenfalls von Sierre nach Leuk, so viel kann ich jetzt schon schreiben. Um 11 Uhr trafen wir in Sierre ein mit dem Ziel auf Fritz Hegis Spuren auf dem Weinwanderweg via Salgesch nach Leuk zu wandern. Wie er in seinem Buch schreibt, ist die Wegfindung in Sierre nicht leicht. So irrten wir halt ein bisschen herum, bekamen dabei aber bei der ersten Steigung schnell warm, da es auch im Wallis frisch war. Irgendwo zwischen Muraz und Veyras fanden wir den Weinwanderweg, dem wir nun bis Miège folgten. Bis dahin wanderten wir immer auf Hartbelag durch die Rebberge. Die Beschilderung fanden wir mangelhaft, die Wegfindung war nicht immer leicht. In Miège hatten wir keine Lust mehr auf Asphalt zu gehen und stiegen durchs Dorf Richtung La Proprija auf, wo es einen steil aufsteigenden Naturweg hatte. Alle paar Meter versperrten umgestürzte Bäume den Weg, wir passierten etwa 7 solcher Hindernisse, je höher wir aufstiegen, desto schwieriger wurde es. Wir entschlossen uns den Rückweg anzutreten, stiegen dabei aber nicht ganz ab, sondern folgten einer nicht wasserführenden Suone, deren Verlauf aber schon nach ein paar wenigen Hundert Meter endete. Nun folgten wir einem breiten Fuhrweg, der noch mit Schnee bedeckt war. Nach der Überquerung der Brücke über die Raspille befanden wir uns im deutschsprachigen und schöneren Wallis, dort verliessen wir den Weg und gingen erneut einer Suone entlang, die Wasser führte, der Weg des Schnee und Eises aber mühsam zu begehen war. Nach einem steilen Abstieg befanden wir uns bei einem Wasserfall, dem Wasserfall in der Raspille Schlucht, wie ich später herausfand. Hier fanden wir endlich wieder einen gelben Wegweiser, dem wir nun folgten. Oberhalb von Salgesch machten wir auf einem lauschigen Bänkchen gegen 13.30 Uhr die erste Pause. Der nicht wasserführenden Suone Mengis entlang wanderten wir danach bis irgendwo zwischen Salgesch und Varen, wo uns der ausgeschilderte Weg wieder auf Asphalt Richtung Varen führte. In diesem Wein- und Schmetterlingdorf, wo wir uns wie Ausserirdische fühlten, legten wir nochmals eine Pause ein, bevor wir uns auf den Weiterweg alles auf einer Nebenstrasse nach Leuk Stadt uns weiter zum Leuker Bahnhof machten, von wo wir via Visp müde nach Hause fuhren.


Route: Sierre Bhf. 533 m - Muraz 583 m - Veyras 647 m - Miège 702 m - Suone - Tschmapedü 902 m - Mengis Suone - Tschangerang 731 m - Varen 760 m - Leuk Stadt 892 m - Leuk SBB 622 m
Höhenunterschied: 500 m aufwärts, 400 m abwärts
Zeit: 4 Stunden 30 Minuten

Blick nach Sierre

Hier entschlossen wir uns umzukehren

Die erste Suon

Die zweite Suon in der Raspille-Schlucht

Mittagspuase oberhalb Salgesch

Mengis Suone

Salgesch und das Unterwallis

Leuk und der Pfynwald

Sonntag, 4. März 2012

Unterwegs in unserer Region

Das heute zu Ende gehende Wochenende war vom Wetter her super. Vor 3 Wochen hätte wohl noch niemand daran geglaubt, dass es so schnell mild wird.

Gestern unternahm ich alleine eine Velotour, die erste seit dem letzten September und ich habe mich dabei masslos überschätzt. In gut 2 Stunden legte ich etwa 45 km hin. Die letzten 15 km war ich am beissen, ich fuhr im roten Bereich. Bei jeder kleinsten Steigung brannten die Beine. Auch das Gesäss schmerzte trotz den Radlerhosen schon sehr früh. Im Nachhinein gesehen war das ein Höllenritt.

Heute beschränkte ich mich auf das, was ich am besten kann, nämlich auf das Gehen. Zusammen mit meiner Partnerin liefen wir vom Berner Bahnhof aus vorbei am Dählhölzli alles der Aare entlang bis zur Auguetbrücke, von dort aus am linken Aareufer via Eichholz nach Wabern, von wo wir mit dem Tram nach Hause fuhren. Für diesen doch schönen, aber überlaufenen, Spaziergang benötigten wir etwa 2,5 Stunden.