Freitag, 31. August 2012

Von Birgisch auf die Belalp

Den Auftakt zur 3-tägigen Wanderung machen wir zuerst noch bei trockenem Wetter in Birgisch, von wo wir mit dem Postauto von Brig aus hochgefahren sind. Geplant wäre gewesen, dass wir von Finnu via Mund und Birgisch zur Belalp hoch wandern, aber ausgerechnet für dieses seit einem halben Jahr geplanten Wochenende musste eine Kalt- und Niederschlagsfront über die Schweiz und auch das Wallis ziehen.

Nach etwa 45 Minuten Gehzeit befinden wir uns in der Nebelsuppe und die Temperatur wird merklich kühler, bald beginnt es auch zu regnen. Die Stimmung ist aber noch gut. Nach etwa weiteren 75 Minuten treffen wir auf der Alp Nessel ein, wo wir ein trockenes Plätzchen suchen, aber nicht das finden, was wir suchten. Hier legen wir eine etwas längere Pause ein und stärken uns für den weiteren Weg zur Belalp. Es wird merklich kühler, so dass wir uns schnell wieder auf den Weiterweg machen. Die Sicht beträgt etwa 10 Meter. Zu allem Übel lassen auch noch meine im letzten Jahr gekauften Wanderschuhe der Marke Meindl durch, so dass ich nasse Füsse habe. Nach insgesamt 3 Stunden kommen wir endlich beim Restaurant Aletschhorn auf der Belalp an, wo wir unsere Unterkunft für eine Nacht beziehen. Wir sind die einzigen 4 im Lager. Am Abend beim Bier und beim Jass beginnt es, wie es zu erwarten war, zu schneien. Die Motivation für den nächsten Tag steigt dadurch nicht gerade, wollen wir am morgigen Tag über die Hängebrücke beim Aletschgletscher - unser nächstes Ziel heisst nämlich Bettmeralp.

Strecke: Birgisch 1093 m - Obere Schitter 1457 m - Chittumatte 1635 m - Nessel 2010 m - Bäll 2010 m - Belalp 2094 m 
Höhenunterschied: 1000 m aufwärts
Zeit: 3 Stunden 


Start in Birgisch bei den letzten Sonnenstrahlen

Ein letzter Blick auf Brig, bevor die Sicht nur noch 10 m beträgt

Im Aufstieg zur Alp Nessel

Dienstag, 28. August 2012

Stägeru und Manera Suon

Uns dürstete nach Suonenwasser. Jetzt kommt langsam wieder die Zeit, in der wir die Sonne und die Wärme suchen gehen müssen. Leider überraschend nicht ganz fündig wurden wir heute an den Sonnigen Halden, besser bekannt als die Lötschberg Südrampe.

Die letzten 2-3 mal, als wir mit dem BLS Lötschberger fuhren, waren nie pannenfrei. Heute war das einzige WC der Zugskomposition, in der wir gen Brig fuhren, unbenutzbar. Die Fahrt mit diesem Schüttelexpress wird so zur Farce. Die BLS geht mir je länger je mehr auf den Sack. SBB bitte übernehmen! 

Wir wanderten heute auf der klassichen Südrampen-Strecke von Hohtenn Bhf. nach Ausserberg Bhf. Und warum schon wieder die Südrampe? Wie im ersten Satz geschrieben, wollten wir heute an einer Suone wandern. Die Wanderung musste sonnenexponiert sein. Die Wanderung durfte nicht zu weit und anstrengend sein (wenn möglich ohne längere Auf- und Abstiege). Das Wetter war für in der Höhe zu wandern zu unsicher. Die Ideen gehen mir halt auch langsam aus. Und zu guter letzt ist das halt unsere bevorzugte Wandergegend und das letzte mal wanderten wir diese Route am 31. März, vor fast 5 Monaten. 

Obwohl wir diese Strecke schon so oft unter die Füsse genommen haben, entdecken wir immer etwas Neues. Den Jahreszeiten entsprechend, sieht es dort zu den verschiedenen Zeiten im anders aus (was ja eigentlich überall so ist). Im Sommer (ja ist es denn überhaupt noch Sommer?) sind wir diese Strecke sowieso noch nie gegangen, weil die Südrampengegend unser ideales Frühlings- und Herbstwandergebiet ist. 

Die nächsten 2 Tage werden wanderfrei sein. Am Freitag gehe ich ja dann mit 3 Kollegen auf eine 3-tägige Tour in der Aletschregion. Freuen tue ich mich wegen den Wetterprognosen nicht mehr, am liebsten würde ich diese Wanderung abblasen. Es ist ja schon fast normal in diesem Jahr, dass das Wetter am Wochenende meist schlechter wird als während der Woche. 

Strecke: Hohtenn Bhf. 1077 m - Lidu 999 m - Stägeru Suon - Jolibachschlucht + Hängebrücke - Rarnerchumma - Bietschtalbrücke - Riedgarto - Manera Suon - Ausserberg Bhf. 931 m
Zeit: 3 Stunden


Warum scheint es so, als wäre hier an der Stägeru das Wasser rot?




Manera Suon

Sonntag, 26. August 2012

Von Thun nach Spiez

Brrr, ist das wieder frisch hier um Bern. Von mir aus hätte es noch viel länger so warm sein können wie in den letzten Tagen. In Tschierv war's gestern noch angenehm warm, in Zernez dann bereits nicht mehr. Schade dass die Ferien so schnell vorbei gegangen sind. Wobei ich ja immer noch eine Woche Ferien habe, am nächsten Wochenende unternehme ich ja dann mit 3 Kollegen eine 3-tägige Tour im Wallis. Ich hoffe das Wetter wird gut sein.

Spontan fuhren wir heute Morgen mit der S1 nach Thun. Am Bahnhof entschieden wir uns nach Spiez zu laufen. Wandern kann man dem ja nicht unbedingt sagen, denn mehrheitlich liefen wir heute auf Hartbelag und die Wanderschuhe blieben zu Hause.

Ich dachte, dass ich Thun kenne, denn ich arbeitete dort mal für ein halbes Jahr. Und als wir noch in Interlaken wohnten, gingen wir oft nach Thun Shoppen. Da bewegten wir uns halt meistens nur im Bälliz in der Innenstadt.

Heute entdeckte ich viele schöne Seiten von Thun wie das Schloss Schadau, den Bonstettenpark und das Gwatt - Orte, von denen ich schon gehört habe, aber noch nie besucht habe.

Bis Einigen liefen wir mehr oder weniger am Ufer des Thunersees. Dann stiegen wir zum ehemaligen Bahnhof Einigen auf und wanderten dort via den Rustwald und den Spiezberg zum Bahnhof in Spiez.

Route: Thun Bhf. - Scherzligen - Lachen - Gwatt - Einigen - Spiezberg - Spiez Bhf.
Zeit: 3 Stunden, keine nennenswerten Höhenunterschiede





Freitag, 24. August 2012

A revair Biosfera

Am gestrigen Donnerstag machten wir eine Wanderpause, unternahmen dafür einen Ausflug nach Livigno in Italien. Ich habe selten einen hässlicheren Ort gesehen, furchtbar. Den Leuten scheint es dort aber zu gefallen. Der Ort (eine Walsersiedlung?) und die Lage (1816 m ) wären an und für sich ja schön, aber mir hatte es dort einfach zu viele Leute und vor allem viel zu viel motorisierten Verkehr. Eine Luft wie in einer Grossstadt. Egal, ein paar Schnäppchen konnten wir im zollfreien Ort machen, obwohl die Geschäfte dort auch eher teuer sind. Schön war die Postautofahrt von Punt la Drossa im Nationalpark durch den Munt-la-Schera Tunnel und am Lago die Livigno entlang nach Livigno.

Livigno IT

Staumauer Lago di Livigno, Zoll und Südportal des Tunnels

Punt la Drossa im Nationalpark und Nordportal des einspurigen Munt-la-Schera Tunnels

Heute schliefen wir zum ersten mal aus. Ich habe selten so gut geschlafen wie im Chasa Squilat. Traurig wachte ich heute auf, ich will noch nicht nach Hause, so eine Woche Ferien geht halt leider schon schnell vorbei. 

Das Wetter war heute leider nicht mehr so gut, weshalb wir ausschliefen. Die geplante Wanderung im Nationalpark liesen wir sausen. So ganz untätig wollten wir am letzten Tag aber nicht sein, gegen Mittag liefen wir vom Haus aus Richtung Lü und liessen dabei die Woche Revue passieren, machten dabei viele Pausen und blieben lange auf den Bänkchen sitzen. Von Lü wanderten wir ins Tal nach Fuldera, von wo wir mit dem Postauto nach Tschierv zurück fuhren.

Am Abend gingen wir noch einmal ins Hotel Restaurant Staila in Tschierv fein essen. Ich werde das Restaurant vermissen, genau so wie das Val Müstair, das ich ganz fest in mein Herz geschlossen habe. Ob ich noch einmal hierher kommen werde? Diese Frage kann ich noch nicht beantworten. Das Tal ist von Bern aus schon sehr weit weg, abgelegen und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ein wenig mühsam zu erreichen. Im Tal fährt (im Sommer) stündlich ein Postauto, das aber leider nur bis 20 Uhr abends. Tschierv ist trotz des Verkehrs ein ruhiges Dörfchen, es gibt 2 Restaurants und einen Volg Laden. Ausreichend wie ich finde. Trotzdem haben wir rückblickend gesehen einiges vermisst. Wollten wir frisches Brot, mussten wir mit dem Postauto in 20 Minuten nach Sta. Maria fahren. Gerne wären wir abends auch mal anderswo hingefahren um zu essen, was aber nicht ging. Es kam so halt irgendwie kein richtiges Ferienfeeling auf. Das Haus war aber tipptopp und wir fühlten uns sehr schnell zu Hause.

In dieser Woche haben wir bereits sehr viel vom Tal gesehen, alles was ich sehen wollte, habe ich gesehen (Ausnahme Piz Daint). Das Bündnerland ist sehr gross und ich kenne vieles nicht. Es kann gut sein, dass wir im nächsten Jahr unsere Ferien an einem anderen Ort verbringen werden, obwohl ich gerne wieder ins Val Müstair fahren würde. Warten wir mal ab.

Strecke: Tschierv 1660 m - Mulschins 1899 m - Lü 1920 m - L'Aqua 1637 m - Fuldra 1638 m
Höhenunterschied: 250 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden
Fotoalbum: Wuala 

Tschierv

Lü 1920 m

Ein letzter Blick zum Ofenpass

Schöner Waldweg unterhalb Lü

Fuldera


Mittwoch, 22. August 2012

Piz Daint (Abbruch)

Am Dienstagabend gewitterte es wieder heftig. Am Morgen sah das Wetter nicht all zu schlecht aus, Gewitterwolken über dem Ortlergebirge waren aber schon auszumachen.

Dem rechten grossen Zeh ging es nach intensiver Pflege besser, jedenfalls so, dass ich ohne grossen Schmerzen gehen konnte. 

Wie am Vortag fuhren wir mit dem Postauto wieder auf die Ofenpasshöhe, mit dem Ziel, dem Piz Daint (2968 m), dem Berg hoch über Tschierv, einen Besuch abzustatten.

Bei der Ankunft auf dem Ofenpass sahen die Bedingungen nicht mehr so gut aus, immer mehr graue Wolken waren am Himmel auszumachen. Wir starteten die Wanderung aber wie geplant. Je höher wir aufstiegen, desto kühler wurde es, zum kalten Wind kam noch dazu, dass die Sonne immer wie weniger zu wärmen mochte, da es immer bewölkter wurde. Auf der Höhe von 2650 m entschieden wir uns, den Gipfel nicht zu besteigen, zu unsicher waren die Verhältnisse. Wir stiegen nach Döss dal Termel ab, machten dort an einem windgeschützten Ort ein kleine Mittagsrast und wanderten anschliessend schnell weiter Richtung Ofenpass. Wir wollten eigentlich zuerst nach Buffalora, aber mittlerweile setzte leichter Regen ein und wir hatten Angst vor einem Gewitter, so dass wir nun schon fast joggten. Nach etwa einer Stunde beim Ofenpass angekommen, setzte der Regen aus und das Wetter wurde wieder schön...

Strecke: Ofenpass 2149 m - Davo Plattas 2289 m - (Weggabelung auf 2650 m ) - Döss dal Termel 2332 m - Döss da las Plattas 2297 m - Davo Plattas 2289 m - Ofenpass 2149 m
Höhenunterschied: 500 m auf- und abwärts
Zeit: 3 Stunden
Fotoalbum: Wuala

Val Müstair

Aufstieg vom Ofenpass Richrung Piz Daint

Piz Daint

Wir kamen von links hoch. Aufwärts ging es auf den Gipfel. Wir steigen rechts ab

Die Gewitterwolken holten uns schnell ein

Piz Dora (links) und Piz Daint (rechts) vom Ferienhaus aus geknipst

Dienstag, 21. August 2012

Senda Val Müstair

Nachdem es am Vorabend teils kräftig gewittert hat, war das Wetter an diesem heutigen Dienstag nun nicht mehr so schön wie die ersten 3 Tage. Warm, für viele heiss, war es aber immer noch.

Mit dem Postauto fuhren wir zur Haltestelle Süsom Givè, der Passhöhe des Ofenpasses auf 2149 m. Ab hier wanderten wir nun auf der Senda Val Müstair, einem schönen Höhenweg auf der linken, sonnigen Bergseite. 

Der Weg ist einfach und gemütlich zu gehen und bietet schöne Ausblicke ins und übers Val Müstair. Da ich mir am Morgen den grossen Zeh auf der Holztreppe im Haus geschlagen habe, der Zeh blau und geschwollen war, schmerzte heute jeder einzelne Schritt. Linderung verhalf ein Fussbad in einem kalten Bergbach. Die Senda Val Müstair führt vom Ofenpass nach Müstair, dem letzten Ort im Münstertal auf Schweizer Boden.

Für uns war aber nach 3 Gehstunden in Lü, der ehemaligen höchstgelegenen politischen Gemeinde Europas, Schluss - die Schmerzen waren einfach zu stark. Mit dem Postauto fuhren wir nach Fuldera, und von dort nach Santa Maria, wo wir im schönen Dorf noch Einkaufen gingen. 

Strecke: Ofenpasshöhe 2149 m - Alp da Munt 2213 m - Alp Champatsch 2101 m - Lü 1934 m
Höhenunterschied: 150 m auwärts, 300 m abwärts
Zeit: 3 Stunden
Fotoalbum: Wuala

Blick vom Ofenpass in den Nationalpark

Schöner Höhenweg

Tschierv mit "unserem" Ferienhaus

Abstieg von der Alp Champatsch

Schöner Bergwald ob Lü

Montag, 20. August 2012

Piz Umbrail 3033 m

Das schöne Wetter galt es auszunutzen. Um 9 Uhr bestiegen wir in Tschierv das Postauto und fuhren in den Hauptort des Val Müstairs nach Sta. Maria. Hier stiegen wir aufs Postauto um, welches uns auf den höchsten Pass der Schweiz, den Umbrailpass, fuhr. Die Strasse auf den Pass ist recht schmal und unterhalb der Passhöhe nicht durchgehend asphaltiert. 

Bei der Zollstation auf 2501 m stiegen wir aus und selbst in dieser Höhe war es noch angenehm warm, so dass wir die Jacke im Rucksack lassen konnten. Die erste Gefahr kam sogleich, als wir eine Kuhherde queren mussten, da hatte es nämlich Mutterkühe mit ihren jungen Kälbern und viele junge, wilde Stiere. Dort wo das Gehege endete, endeten auch die Alpwiesen und wir wanderten nun vorbei an alten Grenzanlagen der Schweizer Armee durch Geröll. An einigen Stellen mussten wir die Hände zur Hilfe nehmen. Den Aufstieg auf den Gipfel mit rund 500 Höhenmetern bewältigten wir in einer Stunde und 15 Minuten. Oben wehte ein kalter Wind, so dass wir nicht lange auf dem Gipfel ausharrten, denn bald war es auch schon Mittag und der Magen fing an zu knurren. Die Weitsicht war aber gut. Leider kannte ich all die Berge nicht, nur gerade den Ortler, den höchsten Berg Südtirols. Durch eine mondähnliche Landschaft stiegen wir zum idyllischen Lai da Rims ab, wo wir unterwegs Schneehühner sehen konnten. An diesem wunderschönen See legten wir die Mittagspause ein. Lange hielten wir es aber an der prallen Sonne nicht aus, auch auf fast 2400 Metern war es am Nachmittag heiss.

Der Abstieg, obwohl mit über 1000 Höhenmetern lang, war einfach zu meistern und führte dann mehrheitlich durch schönen Gebirgswald, im unteren Teil meist auf einem Fahrweg. 

Strecke: Umbrailpass 2501 m - Piz Umbrail 3033 m - Lai da Rims 2396 m - Vau 1755 m - Sta. Maria 1375 m
Höhenunterschied: 540 m aufwärts, 1650 m abwärts
Zeit: 5 Stunden
Fotoalbum: Wuala

Zollstation Umbrailpass

Aufstieg zum Piz Umbrail

Ortler, Stilfser Joch

Auf dem Piz Umbrail 3033 m

Abstieg durch die "Mondlandschaft"

Lai da Rims 2396 m

Aussicht ins Val Müstair

Sonntag, 19. August 2012

A la riva dal Rom

Die Anreise gestern von Bern nach Tschierv im Val Müstair hat super geklappt, auch unser temporäreres Zuhause für eine Woche fanden wir leicht. Nachdem wir gestern nach der Ankunft und dem Bezug des super schönen und ruhigen Hauses das Dorf Tschierv ein wenig ausgekundschaftet hatten, durchwanderten wir heute zum Kennenlernen das ganze Münstertal.

Die Wanderung startete direkt von unserem Haus aus, denn auf dem Weg zur Postautohaltestelle wurden wir auf den Wegweiser "A la riva dal Rom" aufmerksam. Bis Ausgangs des Dorfes Tschierv folgt der Weg direkt dem Bach Rom, der das ganze Tal durchfliesst. 

Vor Fuldera wurde der Bach renaturiert. Hier wandern wir noch auf einem breiten Fuhrweg an der heissen Sonne. Später geht's dann endlich durch Wald und der Weg fängt das erste mal zu steigen an. Nun befinden wir uns linkerhand über Valchava. Von hier an führt der Weg nun immer direkt am Ufer des Roms entlang. Bei Sta. Maria überqueren wir den Bach auf der gefährlichen Hauptstrasse (ohne Trottoir) und wandern nun am rechten Ufer bis Müstair, wo wir kurz das Kloster St. Johnann besuchen und uns auf der Gartenterasse eines Restaurants mit viel Eistee und einer Glace erfrischen, bevor wir mit dem Postauto talaufwärts nach Tschierv zurückfahren.

Mehr zum Themenpfad "A la riva dal Rom" bei: Pro Natura Graubünden
Guter Tourenbeschrieb: HP von Carsten Wasow

Route: Tschierv 1660 m - Alles den grünen Schildern "A la riva dal Rom" folgend bis zur Landesgrenze bei Müstair.
Distanz: 15 km
Höhenunterschied: 200 m aufwärts, 650 m abwärts
Zeit: 4 Stunden
Fotoalbum: Wuala

Der Rom bei Tschierv

Aual? *

Tümpel bei Sta. Maria

Unesco Welterbe: Kloster St. Johann in Müstair
  * Auals heissen die Wasserleiten im Val Müstair. Da das Val Müstair ein trockenes Tal ist, gibt es dort ähnlich wie die Suonen im Wallis die Auals, welchen wir leider nirgends begegneten, ausser vielleicht der, die auf dem Bild zu sehen ist.



Samstag, 11. August 2012

Restipass

Was für ein Prachtswetter heute mit fast wolkenlosem Himmel!

Kurz nach 10 Uhr trafen wir in Leukerbad ein. Bei der Bäckerei beim Busbahnhof deckten wir uns mit Köstlichkeiten ein. Anschliessend machten wir uns auf den Weg zur Talstation der Torrentbahn, wo wir um 20 nach 10 Uhr leider 5 Minuten zu spät eintrafen. Nun hiess es 25 Minuten bis zur nächsten Fahrt zur Rinderehütte zu warten. Kurz vor 11 Uhr trafen wir oben an und machten uns sogleich auf den Weg zur Lauchernalp.

Die Wanderung bis zum Wysse See ist ein sehr schöner Höhenweg und ist eigentlich recht gemütlich zu gehen. Beim See angekommen machen wir inmitten einer Eringer Kuhherde die Mittagspause und schauen den Rindern beim Baden zu. Nach etwa 45 Minuten machen wir uns auf den Weiterweg Richtung Restipass. Jetzt ist es vorbei mit der Gemütlichkeit, jetzt fängt der Weg zu steigen an, zum Teil recht steil. Auch kühl wird es wegen des Windes. Vor der Passhöhe gleicht die Gegend einer Mondlandschaft, vorbei ist es mit den schönen Alpwiesen. Herrlich die Aussicht von der Passhöhe ins Lötschental. Wegen des kühlen Windes steigen wir aber schnell zur Restialp durch Geröllfelder und einem Schneefeld ab. 

Bei der Restialp widerstehen wir der Versuchung einzukehren, hier hätte es ein gemütliches Bergbeizli. Wir machen uns nun auf breitem Wege auf dem Lötschentaler Höhenweg zur Kummenalp. Ab hier steigt der Weg wieder leicht und die Strapazen machen sich allmählich bemerkbar in Form von schweren Beinen. Wir sind froh, dass wir schneller auf der Lauchernalp ankommen als dies die Zeitangabe auf dem Wegweiser vorausgesagt hat. 

Mit der Luftseilbahn lassen wir uns gemütlich nach Wiler heruntergondeln und fahren anschliessend im überfülltem Postauto nach Goppenstein, von wo wir mit dem ebenfalls gut gefülltem BLS Lötschberger nach Bern fahren.

Das heute war die letzte Wanderung vor den Ferien im Val Müstair. Hoffentlich bleibt das Wetter noch ein Weilchen so schön, ein bisschen wärmer dürfte es aber noch werden wenn wir im Unterengadin weilen. Die heutige Wanderung war sehr schön und ich kann sie zur Nachahmung sehr empfehlen. Leukerbad gefällt mir immer besser und ich fahre sehr gerne dorthin, schon die Fahrt mit dem Bus durch die Dalaschlucht ist ein erstes Highlight. 

Strecke: Rinderhütte 2313 m - Wysse See 2381 m - Restipass 2626 m - Restialp 2098 m - Kummenalp 2086 m - Hockenalp 2022 m - Lauchernalp 1969 m
Höhenunterschied: 450 m aufwärts, 850 m abwärts
Zeit: 4 Stunden 15 Minuten 

Blick von der Rinderhütte über Leukerbad zum Gemmipass

Illgraben, unten Pfynwald

Unterwallis

Eringer Kühe im Wysse See

Passhöhe Restipass

Lötschental

Abstieg vom Restipass

Lötschental mit Bietschhorn

Blick talauswärts über Goppenstein ins Rhonetal

Lauchernalp