Samstag, 28. Dezember 2013

First Time in Gstaad

Gstaad ist eine gute Adresse fürs Winterwandern, denn hier sind die Winterwanderwege bestens ausgeschildert, markiert und präpariert.

Das Wetter stimmte auch heute. Ein rundum zufriedener Tag für mein in den letzten Tagen arg strapaziertes Gemüt. Das gibt wiederum Kraft für ein paar Tage. Die heutige Wanderung von Schönried über Gstaad nach Saanen war die letzte des Jahres 2013. Ein schöner Abschluss.

Ach, und wie im Titel erwähnt, war das heute mein erster Gstaad-Besuch. Es gibt durchaus hässlichere Gegenden. Es war gar nicht so einfach in Gstaad ein bezahlbares Restaurant zu finden. Schlussendlich landeten wir im Coop Restaurant, was eine gute Wahl war, denn dort zahlte ich für 2 Personen zusammen so viel wie in einem durchschnittlichen Restaurant für mich alleine, und erst noch mit 2 Getränken.

Wie schon erwähnt, wanderten wir auf dem signalisierten Winterwanderweg vom Schönrieder Bahnhof aus nach Gstaad. Danach gings mehrheitlich dem Saaneufer entlang nach Saanen. Unterwegs waren wir etwa 2 Gehstunden.


Start in Schönried

Schöner Winterwanderweg

Golden Pass Panoramic Zug

Wir nannten es das Gstaader Matterhorn. Müsste aber die Gummfluh sein

Gstaad

Netter Verpflegungsstand am Wegesrand

In Gstaad

Saane

Lauschiger Uferweg nach Saanen

Samstag, 21. Dezember 2013

www.winterwandern-schweiz.ch

Wir winterwanderten heute in 2 Gehstunden von der Kleinen Scheidegg nach Wengen. Über diese Wanderung veröffentliche ich heute ausnahmsweise mal keinen Bericht. Den Wanderbericht können Sie auf meinem eben aufgeschalteten Winterwandern-Infoportal www.winterwandern-schweiz.ch nachlesen. 


Samstag, 14. Dezember 2013

Erste Winterwanderung

Die Saison des Winterwanderns starteten wir heute in Zermatt, im Wallis also; wie könnte es anders sein.

Am vergangenen Wochenende weilten wir in Karlsruhe am Weihnachtsmarkt. Karlsruhe ist fürs Shoppen eine gute Adresse, wir fühlten uns wohl in dieser Stadt, auch der Weihnachtsmarkt gefiel. In den Bergen bin ich aber lieber, weshalb wir uns für den heutigen Samstag für einen Ausflug nach Zermatt entschieden.

Mit der Gornergratbahn fuhren wir in 15 Minuten zur Riffelalp. Gegen Mittag kamen wir dort oben an und peilten als erstes ein Restaurant an. Unsere Wahl fiel auf das Restaurant Al Bosco, welches zum Riffelalp Ressort und zur oberen Preisklasse gehört. Das Essen mundete in diesem schönen Ambiente gut, der Service war super klasse. 

Nach dem Essen wanderten wir von der Riffelalp via Ritti und Winkelmatten nach Zermatt hinunter. Die Wege waren gut präpariert und markiert. Ab und zu gab es rutschige Passagen. Gefahr lauerte aber nur beim zweimaligen Queren der Skipiste. Um diese Jahreszeit wandert man auf diesem Wanderweg meistens im kühlen Schatten. An der Sonne war's aber angenehm warm in Zermatt.

Strecke: Station Riffelalp 2211 m - Riffelalp Ressort 2222 m - Ritti 1900 m - Oberes Moos - Winkelmatten - Zermatt 1620 m
Höhenunterschied: 600 m abwärts
Zeit: 1 Stunde und 45 Minuten

Alles Matterhorn oder was?

Riffelalp

Ein Eichhörnchen

Der Berg der Berge

Selbstportrait

Blatten

Vor Winkelmatten

Einfach immer wieder schön das Matterhorn

Sonntag, 24. November 2013

Ausflug nach Saas-Fee

Keine Wanderung heute und an diesem Wochenende. Die Saison ist vorbei. Wir begnügten uns mit einem Ausflug ins winterliche Saas-Fee. iPhone Bilder:

Alphubel, Täschhorn, Dom, Lenzspitze (Mischabelgruppe)

Aha, in Saas-Fee scheint also die Sonne. Die Temperatur stimmte aber in etwa

Ein Blau am Himmel

Hannig

Der Winter kam für die Natur (zu) früh. Für mich übrigens auch

Saaser Museum

*schauder*
Was für ein Kontrast zum letzten Wochenende im Tessin

Sonntag, 17. November 2013

Mildes Wochenende im Tessin

Wir entflohen spontan dem Nebel und den kühlen Temperaturen und fuhren von Samstag bis Sonntag ins milde Tessin, genauer gesagt nach Ascona. Wir übernachteten im gleichen Hotel wie in den regnerischen Herbstferien im Oktober.

Am gestrigen Samstag erwischten wir einen Prachtstag mit Sonnenschein und blauem Himmel. Es war 13 Grad. Auf der Piazza Grande in Locarno trank ich mein Bier am Nachmittag draussen, an der Sonne war's angenehm warm. Heute gab es auch im Tessin Hochnebel, es war aber nicht so schlimm wie hier im Mittelland, zudem war es immer noch recht mild bei 12 Grad.

Vor dem Heimreise wanderten wir gemütlich von Locarno nach Tenero am Ufer des Lago Maggiores entlang. Für diesen Spaziergang benötigten wir eine gute Stunde.

Ausblick vom Hotelzimmer auf die Brissagoinseln

Nebst Zermatt der schönste Ort der Schweiz (vielleicht sogar der Welt): Ascona. Bilderbuchwetter am Samstag

Hochnebel am Sonntag. Die fast menschenleere Seepromenade von Muralto bei Locarno

Auf dem Spaziergang von Locarno nach Tenero

Sicht auf Locarno


Samstag, 9. November 2013

Rundwanderung um Turtmann

Yeah! Wir konnten heute noch einmal ins Wallis Wandern gehen. Wahrscheinlich war das heute die letzte Bergwanderung der Saison. Schön konnten wir sie im Wallis abschliessen. Das Wallis habe ich nämlich vermisst und deshalb hoffte ich noch auf einen einigermassen guten Wandertag im November.

Das Wetter war heute aber nicht mehr so mild. Es bliess ein kalter Wind und ab und zu verschwand die Sonne hinter den vielen Wolken. Wir wanderten trotzdem oft an der wärmenden Sonne. Gestern sah es aus, als würden wir heute die 2. Etappe der ViaRhenana von Kaiseraugst nach Stein AG in Angriff nehmen. Ein Blick auf eine Webcam im Rhonetal heute Morgen genügte um das Vorhaben zu ändern.

Ich zitiere aus dem Rother Wanderführer Oberwallis von der Wanderung Nr. 48 "Rhonetal - Erschmatt", welche wir heute wie im Buch beschrieben, unternahmen (In der Gegenrichtung einfach):

Trockenbiotobe und verwegene Schluchtbrücke
Die sonnenverwöhnte Südabdachung der Berner Alpen bietet in Talnähe höchst interessante Trockenhang-Vegetation und im Bereich von Getwing zusätzlich eine einmalige Besonderheit: hier wächst der Perückenstrauch als Wildform, sonst findet man diesen Busch ausser in Gärten nur in Südosteuropa. Aber dies ist - ausser für Botaniker - nicht das wirklich Faszinierende, vielmehr muss man das Im Herbst gesehen haben: der ganze Hang scheint in Flammen zu stehen, denn die Büsche nehmen eine orange bis feuerrote Färbung ein! Solche intensive Farben wird man zu Hause in unseren Gärten nie erleben können. Beim weiteren Aufstieg kommen wir an die Hohe Brücke (Teufelsbrücke) über die enorm schmale, aber tiefe Schlucht des Feschelbaches; die neue Strassenbrücke steht nur wenig unter der atemberaubend kühn gebauten Steinbrücke aus dem Mittelalter, um die sich ähnliche Sagen ranken wie um die Schöllenenschlucht auf der Gotthardstrecke. Diese Wanderung ist lohnend im Frühsommer (Blumen!) und dann ganz besonders wegen der Färbung im Spätherbst, wenn oben vielleicht bereits der erste Schnee liegt.

Bereits im 4. Jahr besuchten wir die Perückensträucher bei Getwing im Oktober/November, es gibt auf diesem Blog bereits 3 Einträge. Die heutige Wanderung haben wir in dieser Form aber noch nie unternommen. Auf dieser Wanderung waren wir heute alleine unterwegs. Die Leuker Sonnenberge sind wie die Südrampe nebenan ein interessantes Wandergebiet, auf der man Einsamkeit und viel Sonne finden kann. 

Strecke: Turtmann Bahnhof 623 m - Getwing 627 m - Guferli - Erschmatt 1228 m - Grieni Bedu - Hohe Brücke 900 m - Unter Getwing 620 m - Turtmann Bahnhof 623 m
Höhenunterschied: 600 m auf- und abwärts
Zeit: 3 Stunden

Im Aufstieg nach Erschmatt

Waliser Felsensteppe

Schöner - typisch fürs Wallis - Weg

Ergisch, Turtmanntal, Ober- und Unterems
Turtmann

Erschmatt

Rhonetal, Visp

Hohe Brücke

Perückensträucher

bei Getwing



Samstag, 2. November 2013

200

Schon wieder eine Zahl als Titel. Das hier ist das 200. Posting auf diesem Blog, die 200. Wanderung also, die ich hier dokumentiere. 

Etappe 1 ViaRhenana: Von Basel nach Kaiseraugst

Der November meint es wie der Oktober nicht besonders gut mit uns. Ich kann halt mehrheitlich nur die Wochenenden beurteilen, wenn ich frei habe, wie das Wetter von Montag bis Freitag ist, interessiert mich nicht gross, ausser ich habe Ferien, was aber nur während 5 Wochen des Jahres der Fall ist. 

Heute wäre ich, weil es noch mild ist, noch einmal gerne ins Wallis zum Wandern gefahren. Das Wetter war uns aber zu unsicher. Am Morgen studierte ich intensiv die Prognosen, wir entschieden uns, heute das Projekt der Rheinwanderung zu lancieren. 

Mit dem gut besetzten Zug fuhren wir nach Basel. Weiter gings mit dem Trämli bis zur Haltestelle Schifflände, wo wir die Wanderung starteten (es hat dort einen Wanderwegweiser). Unser Ziel war Rheinfelden. Wir wanderten ab jetzt auf der ViaRhenana. Zuerst ging es ein gutes Stück durch die festliche Stadt, auf dem Münsterplatz findet u. a. die Basler Herbstmesse statt. Schön fanden wir's am St.Alban Rheinweg, der unter der neuen Eisenbahnbrücke durchführt, welche die Beiden Basler Bahnhöfe SBB und Badischer Bahnhof verbindet. Dann fanden wir uns schon in Birsfelden vor, wo es für die Schifffahrt Schleusen hat. Schleusen für Schiffe, die vom Basler Hafen nach Rotterdam und umgekehrt fahren. Nicht besonders schön, dafür umso spannender war der Weg durch den grossen Basler Hafen, wo es nach Öl und anderem stank. 

Danach ging es für etwa eine halbe Stunde durch einen schönen und lauschigen Herbstwald. Der Weg führte uns wieder an die Strasse, vorbei war es mit der Idylle, wir befanden uns nun mitten in der Industriezone Schweizerhalle. Unschön war es dort, dennoch eindrücklich. Dafür folgte bald der schönste Teil der Wanderung, der alles direkt am Rheinufer entlang führte. Grösstenteils war's ein schmaler Naturweg. Nach etwa 2 3/4 Gehstunden passierten wir den Ort Kaiseraugst, welcher wegen der ehemaligen römischen Stadt Augusta Raurica bekannt wurde. 

Am Uferweg stiessen wir auf die Rheinthermen aus der römischen Zeit, welche wir besuchten. Hier reifte der Entschluss, nicht nach Rheinfelden weiterzuwandern, sondern die verschiedenen Sehenswürdigkeiten des ehemaligen Augusta Raurica zu besuchen. Wir besuchten u. a. noch den Tierpark und das Amphitheater. Für diesen Rundkurs um Kaiseraugst benötigten wir nochmals rund eine Stunde.

Die Wanderung war sehr abwechslungsreich und deshalb nie langweilig. An einem Fluss entlang zu wandern, kann monoton sein. Auf diesem ersten Abschnitt durch Basel und der Agglomeration mit den schweizweit bekannten Industrieorten, später in Kaiseraugst mit den römischen Bauten, bekamen wir viel Interessantes zu Gesicht. Sachen, die wir vielleicht nie mehr sehen werden, weil sie wie z. Bsp. Schweizerhalle, nicht die Bilderbuch Schweiz zeigen und keine Sehenswürdigkeiten sind. 

Nur wo man zu Fuss war, war man wirklich

Strecke: Basel Schifflände - ViaRhenana - St. Alban - Birsfelden - Birsfelder Hafen - Waldhaus - Schweizerhalle - Kraftwerk Augst-Wyhlen - Kaiseraugst - Schwarzacker - Amphitheater - Tempelhof - Augst - Kaiseraugst
Zeit: 4 Stunden

Basel - Münsterplatz und Wettsteinbrücke

Frachtschiff auf dem Weg zur Schleuse

Schleuse in Birsfelden

Birsfelder Hafen

Schöner Rheinuferweg

Kraftwerk Augst-Wyhlen

Kaiseraugst - Augusta Raurica

Amphitheater




Samstag, 26. Oktober 2013

Suonenrundwanderung in Grächen

Ich wäre heute lieber an einen anderen Ort hingefahren, z. Bsp. ins Binntal, welches ich in diesem Jahr noch nicht besucht habe. Auch für Visperterminen hätte ich eine passende Wanderung parat gehabt. Die Albinenleitern hätte ich wieder einmal gerne erklettert. Oder ins Saastal wäre ich auch gerne hingefahren. Meine Freundin wollte heute aber wieder einmal nach Grächen. 

Um 11 Uhr war es noch recht frisch und bewölkt in Grächen. Im Aufstieg zur Bineri Wasserleite bekamen wir dann aber schnell warm. Im Dorf führt die Suone noch ein bisschen Wasser, im Wald ist sie aber bereits trocken. Weit wanderten wir ihrer Schöpfe entgegen aber nicht, da wir bereits im Sommer ihrem ganzen Lauf folgten. Bei der Chäschermatte stiegen wir zur Drieri Suon auf, welcher wir dorfeinwärts folgten. Schön still war es in diesem schönen Wald, einem Wald, der uns an einen Märchenwald erinnerte. Wir bekamen scheue Rehe zu Gesicht. Beim Scheidbodo stiegen wir zum Grächnersee ab. Dort genossen wir die Sonne. Beim Restaurant standen wir vor verschlossenen Türen, wir hätten dort Essen gehen wollen. Auf einem Bänkchen stillten wir unseren Hunger mit dem Notproviant.

Nach der Pause stiegen wir zur Eggeri Wasserleite hoch. Ihr folgten wir bis zu ihrem Ende bei Hohtschugge. Auch wenn die Suonen in Grächen bereits wasserlos sind, hat sich diese Wanderung durch die stillen und lauschigen Herbstwälder mehr als gelohnt. Über Taa und Eggen wanderten wir auf "normalen" Wanderwegen und zum Teil auf der Strasse nach Grächen zurück.

Strecke: Grächen Post 1619 m - Bineri Suon - Chäschermatte 1628 m - Drieri Suon - Im Loch - Z'Seew 1720 m - Eggeri Suon - Hohtschugge 1619 m - Bärgji 1633 m - Taa 1712 m - Egga 1651 m - Grächen 1619 m 
Höhenunterschied: 300 m auf- und abwärts
Zeit: 3 Stunden

Bineri Wasserleite

Bietschhorn im Zoom vor Törbel

Bineri

Romantischer Waldweg

Z'Seew

Eggeri Wasserleite

Bärgji auf der anderen Bergseite: Embd


Schwarzhalsziege

Grächen (hinten lugt die Spitze des Matterhorns hervor)