Samstag, 16. März 2013

Letzte Winterschneewanderung

Frühling oder Winter? Angeblich soll es ja schon einmal kurz Frühling gewesen sein. In dieser Zeit hütete ich aber leider das Bett. Und jetzt, ja, da ist es wieder kalt und sogar geschneit hat es wieder hier in Bern. Den Frühling kann man aber trotzdem irgendwie riechen, da die Tage nun schon merklich länger sind als vor einem Monat, als ich den letzten Beitrag schrieb.

In 2 Wochen ist schon Ostern - von der Temperatur her könnte man meinen, die Weihnachtstage stünden vor der Tür. Dafür durften wir heute aber einen schönen sonnigen Tag erleben, ist ja auch nicht ohne, oder?

Ich habe in letzter Zeit viel an Zermatt gedacht. In den Juliferien werden wir ein paar Tage ins Matterhorndorf zum Wandern fahren. Ich freue mich schon sehr darauf. In diesem Jahr haben wir 2 mal Sommerferien, im August verbringen wir eine Woche in Maloja. Auch diese Woche kann ich kaum erwarten. 

Da ich Zermatt so vermisst habe, fuhren wir heute dorthin. Aus dem Zugfenster konnte ich sehen, dass das Rhonetal und die Lötschberg Südrampe schneefrei sind. Sehr gut!. Im Mattertal liegt nicht mehr viel Schnee, durchgehend weiss war es erst ab Randa. Im Dorf Zermatt ist der Schnee am schmilzen, die Strassen sind bereits trocken. Nach einem gemütlichen aber schweisstreibenden Dorfrundgang assen wir im Hotel Restaurant Alpenrose ein feines Zmittag. Als wir das Restaurant verliessen, war es draussen kälter, weil die Bise einsetzte. Trotzdem fuhren wir mit der Standseilbahn zur Sunnegga hinauf.

Es war gar nicht so einfach, den Winterwanderweg nach Zermatt zu finden. Nach einem längeren Stück auf der Skipiste fanden wir den Weg nach Findeln aber doch. Der Winterwanderweg ist bereits schneefrei, die Unterlage bestand aus Pflotsch, Eis und Holzschnitzeln. Nach Findeln entflohen wir endlich dem Skizirkus, wo es auf dem Weiterweg Richtung Zermatt (auf etwa 2000 m ü. M.) bereits aper war. Immer wieder schön war der Blick zum Matterhorn. Im Wald bei Zum Stei konnten wir eine Gämse sehen. Ein sehr schönes Tier. Was für ein Mensch muss man sein, ein solches Tier erschiessen zu können? Ich meine, wir sind schon lange keine Höhlenbewohner mehr und sollten uns seither doch weiterentwickelt haben? Im Wald war der Weg oft glitschig. Bei Am Stalden stiegen wir ins Dorf ab. In einem Café liessen wir den Tag ausklingen. Gegen halb Fünf fuhren wir wieder nach Hause.

Strecke: Sunnegga 2288 m - Eggen 2177 m - Ze Gassen 2051 m - Zum Stei 1887 m - Am Stalden - Zermatt 1616 m
Höhenunterschied: 650 m abwärts
Zeit: 2 Stunden

Blick über Findeln zum Matterhorn


Apere Stellen auf etwa 2000 m
Gämse

Rutschiger Abstieg

Zermatt im Zoom

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