Samstag, 13. April 2013

Mengis Suon und Grossi Wasserleitu von Varen

Es ist immer spannend wenn man im Zug aus dem Lötschbergtunnel fährt, egal ob es der "alte" an der Bergstrecke oder der Basistunnel ist, man weiss nie, was einen im Wallis für Wetter erwartet. Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Wetter immer besser als am Nordportal im Berner Oberland. In letzter Zeit konnte man sich darauf aber leider nicht mehr so sehr verlassen. Heute glücklicherweise schon, da war es im Rhonetal schön, zuerst noch ein bisschen bewölkt, beim Abschluss der Wanderung war's dann recht sonnig.

Endlich ist es hier und auch im Wallis Frühling geworden. Morgen soll die Temperatur im ganzen Land über 20 Grad steigen. Nun beginnt alles zu blühen, auch ich blühe im Frühling wieder auf und beginne zu leben.

Um 11.30 Uhr starteten wir die Wanderung in Salgesch am Bahnhof. Der erste Blick richtete sich zur Felsensteppe am Berghang, wo man die Vegetationsgürtel der Mengis Suon und der Grossen Wasserleitu von Varen sehen kann.

Als erstes gingen wir der Strasse entlang ins Dorf. Weiter gings aufwärts durch die Rebberge nach Tschangerang und weiter hoch bis wir auf die Mengis Suone trafen. An dieser schönen Suon wanderten wir gemütlich nach Tschmpedü, wo wir die Mittagspause einlegten und mit einem Wanderleiter aus Sion fachsimpelten. 

Nach dem Picknick wanderten wir aufwärts zur Grossen Wasserleitu von Varen. Die 200 Höhenmeter fühlten sich an wie 1000 Meter. Oben an der Suon angekommen, spürte ich fast keine Kraft mehr in den Oberschenkeln und ich keuchte als hätte ich einen Marathon gemacht. Die Aussicht ins Unterwallis machte die Anstrengung schnell vergessen. Die Wasserleite ist wirklich gross (tief), breit und lang. Schade führte die Bisse kein Wasser, denn so wäre diese Wanderung durch den schönen Föhrenwald noch um einiges schöner gewesen.

Ob Varen endete der schöne Hüterweg leider. Nach Taschunieru stiegen wir ins Schmetterlingdorf Varen ab. Auf dem Weinweg wanderten alles auf Hartbelag via Leuk Stadt zum Bahnhof. Dieser letzte Abschnitt ist nicht zu empfehlen, am besten fährt man mit dem Bus nach Leuk (wenige Kurse).

Route: Salgesch Bhf. 576 m - Salgesch Dorf 581 m - Tschangerang 731 m - Mengis Suon - Tschampedü 820 m - Grossi Wasserleitu (1030 m) - Taschunieru 930 m - Varen 760 m - Leuk Stadt 731 m - Leuk SBB 630 m
Höhenunterschied: 720 hm aufwärts, 670 hm abwärts
Zeit: 4 Stunden 30 Minuten

Vegetationsgürtel der Mengis Suon und der Grossen Wasserleitu von Varen in der Felsensteppe






Mengis Suon


Mengis Suon von oben im Aufstieg zur Grossen Wasserleitu


Im Aufstieg


Grossi Wasserleitu von Varen

Salgesch im Zoom


Mediterran anmutender Hüterweg

 
Weils so schön war: Noch einmal die Grossi Wasserleite
 

Blick über Sierre ins Unterwallis

Leuk

Sich über Varen talabwärts

Mittwoch, 3. April 2013

Ascona und Isole di Brissago


Altstadt von Locarno am 1. April 2013. An unserem Ankunftstag sieht es noch nicht nach Frühling aus. Wir unternehmen aber trotzdem einen Spaziergang durch die Altstadt und weiter nach Ascona


Stürmische See in Ascona. Die Seepromenade ist menschenleer. Im Hintergrund die Brissagoinseln.


Ascona lädt nicht zum Verweilen ein. Mit dem Bus fahren wir zurück nach Locarno


Am Mittwoch sieht die Welt nun freundlicher aus. Mit dem Schiff fahren wir von Ascona (im Bild) auf die Brissago Inseln. Auf dem Schiff ist es kühl.


Obwohl ich schon oft im Tessin war und sogar schon meine Sommerferien in Ascona verbrachte, war ich noch nie auf den Brissago Inseln. Hier geht der Blick nach Ascona und das Maggiadelta.


Die Enten geniessen die Sonne.


Die Insel ist ein Botanischer Garten, der Eintritt kostet 8 Franken.


Das Südende der Insel


 Auch im Tessin fängt es erst jetzt an zu blühen


Die Insel hat mir sehr gut gefallen. Gut, dass ich sie besuchte




Auch ein Restaurant gibt es auf dieser für die Touristen zugängliche Insel. Mit dem Schiff fuhren wir nach Ascona zurück


Piazza Grande Locarno











Dienstag, 2. April 2013

Monte Brè und Olivenweg

Was für ein schöner Frühlingstag im Tessin. Gestern bei der Ankunft war das Wetter ähnlich wie zu Hause im Mittelland. Doch die Prognosen versprachen für die nächsten 2 Tage sonniges Wetter und milde Temperaturen.

Erst um halb Zwei starteten wir diese Wanderung auf dem Monte Brè. Die Anfahrt dauerte von Locarno aus viel länger als wir dachten. Oben auf dem Berg war es frisch, die Fernsicht war gar nicht mal so schlecht. Weil wir spät dran waren, verweilten wir nicht lange auf dem Monte Brè, denn wir hatten ja noch einen langen Weg vor uns.

Via das Dorf Brè stiegen wir durch einen schönen Mischwald steil nach Gandria ab. Auf diesem Weg konnten wir die Jacke ausziehen, da dieser Steilhang intensiv durch die Sonne bestrahlt wird und der kühle Wind nicht durch die Bäume ziehen konnte. Im schönen und idyllischen Dorf Gandria hatten wir Mühe den Olivenweg zu finden. Nach einem längeren Umweg wurden wir glücklicherweise aber doch noch fündig. Auf diesem schönen Uferweg nach Castagnola wähnte ich mich mehrmals am Mittelmeer. 

Schneller als uns lieb war trafen wir in Castagnola ein, wo wir eine längere Zeit Sonne tankten und die Stille genossen, bevor wir uns auf den Rückweg nach Locarno machten.

Strecke: Monte Brè 925 m - Brè 800 m - Gandria 340 m - Olivenweg - Castagnola 358 m
Höhenunterschied: 650 m abwärts, 100 m aufwärts
Zeit: 2 Stunden 30 Minuten

San Salvatore und Lugano

Seedamm von Melide und Monte Brè

Walliser Alpen

Brè

Lauschiger Waldweg

Gandria

Olivenweg

Castagnola vor dem Monte Brè