Sonntag, 30. Juni 2013

Riffelalp + Grünsee

Was man gestern fast nicht glauben konnte, traf doch noch ein: Die Sonne schien! 

Noch einmal wanderten wir von Furi über die Hängebrücke zum Gletschergarten. Es war alles noch viel schöner als am gestrigen Tag. Richtung Gletschertor wanderten wir ins Talinnere dem Gornergletscher entlgegen. Auf der Höhe von 2049 Metern folgten wir dem Pfad, welcher uns Richtung Riffelalp führte. Der Weg war der Nässe wegen oft sehr glitschig. Auf der Höhe von 2297 m machten wir auf einem Bänkchen die erste Pause und genossen dabei die herrliche Aussicht. Hier fiel der Entscheid, über die Riffelalp zum Grünsee und zur Sunnegga zu wandern. Der Weg zur Riffelalp ist ein schöner Höhenweg. Auf der Riffelalp assen und tranken wir etwas kleines: 1 Suppe, 1 Salat, 1 Cola, + 1 Wasser zu 41 Franken!

Das Wegstück von der Riffelalp zum Grünsee gehört zu den schönsten Wanderungen, die ich jemals gemacht habe. Es war schlicht wunderschön. Beim Grünsee rasteten wir noch einmal. Danach sind wir falsch gelaufen, beim öden Skigebiet Gant waren wir kurz orientierungslos, fanden aber rasch den Weg, der uns am Mosjesee vorbeiführte. Hier wird derzeit gebaut und alles sieht einfach nur schrecklich aus. Nichts von Bergidylle. Diese muss man aber auch nicht unbedingt in Zermatt suchen, die findet man andernorts eher noch. Egal.

Zur Sunnegga würde es wieder steigen. Wir mochten aber nicht mehr. Der Weg nach Zermatt selber würde nur 15 Minuten länger dauern, also wanderten wir an Findeln (Ze Gassen) vorbei. Hier entschlossen wir uns, einen uns unbekannten Weg über Findelbach zu nehmen. Auf dem "Hauptweg" wanderten wir schon einmal im Winter, zudem hatte es uns dort zu viele Leute unterwegs. Ein weiser Entscheid war das, denn hier waren wir alleine unterwegs. 


Bei der Station Findelbach angekommen, sahen wir einen Wegweiser, der nach Furi zeigte. Also marschierten wir der Strasse entlang zum empfehlenswerten Hotel Silvana nach Furi hoch.

Strecke: Furi 1867 m - Hängebrücke 1955 m - Gletschergarten - Riffelalp 2222 m - Ze Seewjinen 2296 m - Grünsee 2300 m - Gant 2222 m - Mosjesee 2140 m - Ze Gassen 2051 m - Stn. Findelbach 1770 m - Schweigmatten 1833 m - Furi 1867 m 
Höhenunterschied: 800 m auf- und abwärts
Zeit: 5 Stunden 30 Minuten

Bergstation Furi (von der Hängebrücke gesehen)

Gletschertor

Im Aufstieg

Furi (hinten Zmutt)

Zermatt, hinten Täsch

Riffelalp

Schöner Höhenweg zwischen der Riffelalp und dem Grünsee

Grünsee

Matterhorn, Findeln

Ze Gassen (Findeln)


Samstag, 29. Juni 2013

Gletschergarten

Schon als wir zu Hause das Haus verliessen, regnete es. Auch im Wallis sah es nicht besser aus. Wir hofften, dass es wenigstens in Zermatt besser aussieht. Ein Blick auf die Webcam - und schon war die gute Hoffnung verflogen. Das iPhone ist ein praktisches Ding, in solchen Momenten wäre ich froh, ich hätte keins. Bei der Ankunft in Zermatt regnete es immer noch und es sah nach keiner Wetterbesserung aus. Mit gepackten Koffern warteten wir in einer internationalen Burgerkette auf besseres Wetter, das aber noch lange nicht kommen sollte. Schnell schritten wir durchs Dorf zur Bergstation des Matterhorn Glacier Paradise und bestiegen die Gondelbahn, welche uns auf Furi fuhr. Im Hotel Silvana quartierten wir uns ein. Nicht nur wir waren klatschnass, auch die Koffer waren nicht unbedingt wasserdicht... 

Da wir nur 4 Tage hier sein sollten und wir uns in den Wanderferien befanden, zogen wir das Wandertenu an um die Region Furi auszukunden. Frisch war es in dieser Höhe bei diesem Hudelwetter, beim Aufstieg zur Hängebrücke beim Gletschergarten kamen wir aber bereits ins Schwitzen. 

Obwohl es dauernd regnete und die Fernsicht keine war, gefiel uns diese kleine Rundwanderung durch den imposanten Gletschergarten sehr. Eine Regenwanderung mit Schirm hat auch ihren Reiz, erst recht, wenn man sich in einer so schönen Gegend befindet.

Route: Furi 1867 m - Hängebrücke 1955 m - Gletschergarten - Schweigmatten 1833 m - Furi 1867 m
Höhenunterschied: 175 m auf- und abwärts
Zeit: 1 Stunde 30 Minuten

Einstieg von Furi zum Gletschergarten: Die 100 m lange Hängebrücke

Beginn des Gletschergartens

Gletschermühlen

Im Gletschergarten

Farbtupfer: Blühende Alpenrosen

 Schweigmattener Schwarznasenschafe vor der Hängebrücke

Samstag, 22. Juni 2013

Rundwanderung Leukerbad

Über den Thermalquellenweg-Steg durch die Dalaschlucht zum Majingsee

Eine Suonenwanderung im Unterwallis stand auf dem Programm - eine Bissenwanderung in/um Crans-Montana. Um 10 Uhr trafen wir in Visp ein, wo wir in den IR ins Unterwallis hätten umsteigen wollen. Aber oh je, im Wallis war das Wetter gar nicht gut. Nach eine kurzen Lagebesprechung entschieden wir uns der Visperi Suon entlang nach Brig zu wandern. Zuerst gönnten wir uns aber noch einen Kaffee und ein Gipfeli. Als wir im Café sassen, begann es wieder zu regnen. 

Nun änderten wir unser Vorhaben erneut. Jetzt sollte es doch ins Unterwallis gehen, wo das Wetter von Visp aus ein bisschen weniger schlecht aussah. Glücklicherweise fuhr in den nächsten Minuten gerade ein Zug. Gegen 11 Uhr standen wir in Sierre am Bahnhof, wo es trocken war. Die Bergseite, an der Crans-Montana liegt, lag in den Wolken. Dort hinauf wollten wir nun doch nicht. Wir dachten an Leukerbad, dass wir dort in einem speziellen Restaurant mal essen gehen wollten. Da in den nächsten Minuten gerade ein Zug nach Leuk fahren würde, ging's nun nach Leukerbad.

Die Busfahrt von Leuk nach Leukerbad geniesse ich immer sehr, ich finde die Strecke spektakulär. Schade fährt die Zahnradbahn schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. In Leukerbad angekommen, hellte es ein wenig auf, der Drang zu Laufen war stärker als der Hunger. Das Restaurant suchten wir nicht auf. 

Schon lange wollte ich mal durch die Dalaschlucht laufen, ich wusste, dass es in Leukerbad einen Thermalquellen-Steg gibt, den wir suchten und auch fanden. Dieser Steg durch die Dalaschlucht ist 600 m lang und recht luftig, ich denke, schwindelfrei sollte man auch sein um diesen Weg zu begehen. Wir hatten unseren Spass, der leider nicht von langer Dauer war, da man die Schlucht in ein paar wenigen Minuten durchwandert hat. Alles der Dala entlang wanderten wir weiter, bis wir zum Majingsee gelangten. Hier machten wir eine Pause und genossen ein paar Sonnenstrahlen. Über Leischier wanderten wir nach Leukerbad hinunter.

Um 19 Uhr in Bern angekommen, stellten wir fest, dass hier das Wetter wohl besser gewesen wäre. Aber im Wallis ist's doch immer schöner als hier. Leukerbad mögen wir immer mehr. Nicht schön ist, wenn man Trampeltiere aus dem Wallis als Nachbarn hat... 

Strecke: Leukerbad Bus Bahnhof 1384 m - Thermalquellenweg - Thermalquellensteg - Chastlaweid - Rufinerweid 1653 m - Majingsee 1663 m - Leischier - Mantschet - Leukerbad 1384 m 
Höhenunterschied: 275 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden

Thermalquellen-Steg

Dalaschlucht


Dalaschlucht

Majingsee


Majingsee

In Leukerbad gibt es keine Suonen, aber solche Wasserleitungen

Gemmi

Dorfplatz Leukerbad

Samstag, 15. Juni 2013

Wyssa und Oberschta

Das heute war die erste so richtige Sommerwanderung des Jahres 2013. Die erste Wanderung, bei der wir so richtig ins Schwitzen kamen und nie kalt hatten.

Der Weg von der Postautohaltestelle in Mund zum Stolleneingang hoch über dem Dorf ist nicht besonders gut ausgeschildert, da gäbe es in Mund schon noch Verbesserungspotential. Die Menschen empfand ich auch nicht mehr so freundlich wie im Zwischbergental. 

Wir wanderten vom Stollenausgang aussenherum der Wyssa Suon entlang ins Gredetschtal. Für den Aufstieg von der Postautohaltestelle benötigt man eine gute Stunde. Nach dem schweisstreibenden Aufstieg ist die Wanderung Genuss pur. 

Nicht ganz so luftig wie das Niwärch ist die Wyssa, aber trotzdem sehr spektakulär. Der Weg führt oft durch enge, tiefe und dunkle Tunnels, zudem läuft man auf Brettern über dem Wasser. Eine Taschenlampe griffbereit zu haben könnte teilweise von Vorteil sein. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ist ein Muss. Schön war auch, dass die Wasserleite Wasser führte. Ein Einheimischer erzählte mir, dass das Gmeiwärch vor 3 Wochen stattfand und die Suon seitdem Wasser führe.

Auf dem Hüterweg trafen wir einen bekannten Suonenexperten, mit dem wir schon auf einer Suonenwanderung waren. Er kam mit 2 Begleitern von Birgisch über die Oberschta her. Unsere Wege sollten sich später, als wir in der Nähe des Stolleneingangs Mittagspause machten, nochmals kreuzen.

An der Oberschta Suon wanderten wir talauswärts nach Birgisch. Auch die Oberschta ist eine sehr schöne Suon, welche auch oft durch Tunnels führt. Sie ist aber nicht besonders exponiert, trotzdem für einen Geniesser und Fan eine lohnende Suone.

Ich kann jetzt gar nicht sagen, ob mir die Kombination Niwärch und Gorperi im Baltschiedertal oder die Wyssa und Oberschta im Gredetschtal besser gefallen. Was ich aber sagen kann ist, dass ich von dieser Wanderung heute begeistert bin und die Wyssa ab sofort zu meinen Lieblingssuonen gehört!

Meine favorisierten Suonen:

- Niwärch und Gorperi im Baltschiedertal
- Tatz-Giesch und Ladu Süe im Jolital
- Heuwete Suon und Moosgufer Leitung im Saastal
- Neu: Wyssa und Oberschta im Gredetschtal

Es ist schön im Wallis immer wieder neues entdecken zu können. So macht Wandern Spass :)

Strecke: Mund 1188 m - Tähischinu 1270 m - Roosee 1406 m -Zienzhischinu 1478 m -Wyssa Suon - Punkt 1466 m - Mundbach - Oberschta - Ägerte 1214 m - Birgsich 1093 m
Höhenunterschied: 300 m aufwärts, 400 m abwärts
Zeit: 3 Stunden

Aus 145 Fotos mach etwa 10 (gar kein leichtes Unterfangen):

Im Aufstieg

Beginn unserer Wyssawanderung in der Nähe des Stollens
Durch viele solcher Tunnels führt der Weg

Wyssa

Wyssa

Wyssa

Gredetschtal

Oberschta

Oberschta

Mund

Oberschta


Donnerstag, 13. Juni 2013

Im Zwischbergental

Mit einem Arbeitskollegen durfte ich heute mit dem Auto ins Simplongebiet fahren. Einmal nicht das Wandern stand im Vordergrund, nein, sondern das Suchen nach schönen Steinen, die mein Arbeitskollege hobbymässig zu Schmuck verarbeitet. Das gemütliche Zusammensein mit guten Gesprächen sollte aber auch nicht zu kurz kommen. Schlussendlich unternahmen wir aber dann doch noch eine Miniwanderung dem Grossen Wasser im Zwischbergental entlang. 

Die Alpenrosen beginnen zu blühen. Lustig, dass alle sich im Zwischbergental grüssen und einander zuwinken. 

Strecke: Stausee 1278 m - Unners Bord - Wits Bru 1456 m und auf gleichem Weg zurück:
Höhenunterschied: 180 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden

Gondo

Schöner Wasserfall

Der Stausee bei Zwischbergen

Meine Lieblingsblumen, die Alpenrosen, beginnen zu blühen

Blick talauswärts

Nun ist der Herr Arbeitskollege auch im Intnernet verewigt

Samstag, 8. Juni 2013

Quo vadis?

Juhuuuu, es ist endlich Sommer! Dieser Blog ist ja mein öffentliches Wandertagebuch, deshalb schreibe ich hier wirr durcheinander, nicht zusammenhängend. Viele Gedanken habe ich mir in letzter Zeit gemacht, auch wieder mal über diesen Blog. Die Zugriffszahlen auf diese Seite sind seit diesem Jahr rückläufig, nachdem die Hits im letzten Jahr dauernd am Steigen waren und im Schnitt 300 Besucher pro Tag auf dem Blog zu Besuch waren. Heute ist es nur noch rund die Hälfte. Viele Blogs, die ich jahrelang las, verschwanden in letzter Zeit oder werden nur noch selten mit neuen Beiträgen aktualisiert. Sind Blogs ein Auslaufmodell? Mir könnte es im Prinzip egal sein, da ich den Blog eigentlich nur für mich selber unterhalte. Aber egal ist es mir eben nicht. Gerade mal 10 Kommentare (einige davon von mir als Antwort) finden sich auf diesem Blog! Den Blog gibt es bald schon seit 4 Jahren... Wenn die Zugriffszahlen in den nächsten Wochen weiter sinken oder stagnieren, ist hier Ende Sommer Schluss und ich werde meine Berichte auf hikr.org publizieren.

Wandern waren wir heute auch ein bisschen, auch heute waren wir wieder nicht alleine unterwegs. Meine Mutter begleitete uns. Probleme mit den Knien hat meine Mutter schon als ich noch ein Kind war, deshalb gab es heute eine leichte und einfache Wanderung im Saastal, wo meine Mama noch nie war.

Wir wollten von Saas-Fee nach Saas Almagell, danach der Heuwete Suon und der Moosgufer-Leitung nach Saas Grund wandern. Gestartet sind wir in Saas-Fee bei Sonnenschein. Rasch änderte sich das Wetter, immer dunkler wurde es als wir gemütlich nach Saas Almagell liefen. Als wir an der Moosgufer Wasserleite waren, begann es zu tröpfeln und bald schon hörten wir es Donnern. Beim Weiler zum Moos entschieden wir die Suonenwanderung abzubrechen und stiegen ins Tal ab. Auf dem Rückweg nach Saas Almagell schüttete es wie aus Kübeln. In einem Restaurant suchten wir Schutz vom Regen und konnten die Kleider trocknen. Als wir den feinen hausgemachten Apfelstrudel assen, hellte es draussen auf. Jetzt hätten wir weiter wandern können, wir entschieden uns aber den Nachhauseweg anzutreten.

Strecke: Saas-Fee 1803 m - Dorfrundgang - Bodmen 1772 m - Saas Almagell 1670 m - Spisswald - Heuwete Suon - Moosgufer-Leitung 1823 m - Weiler zum Moos 1653 m - Saas Almagell 1670 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 280 m abwärts
Zeit: 2 Stunden

Start in Saas-Fee mit Blick zur Mischabelgruppe

Bietschhoen


Ein ungleiches Paar

Saas Almagell

Heuwete Suon

Moosgufer-Leitung wasserführend

Hier nun trocken, dafür regnet es

Im Abstieg schweift der Blick nach Saas-Fee