Samstag, 25. Januar 2014

Winterwandern in der Aletscharena

Endlich wieder mal schönes Wetter an einem Samstag in den Bergen. Heute sollte es wieder einmal mehr nur eine kleine und gemütliche Wanderung geben, denn ich bin nicht fit. Seit ein paar Tagen trage ich in mir ein komisches Virus, das mich schlapp, aber nicht richtig krank macht. Dann war die Arbeitswoche auch noch sehr, sehr streng. Ich hätte heute ruhen und drinnen bleiben sollen. Aber eben, das schöne Wetter zog mich ins Wallis.

Route: Riederalp West 1925 m - Golmenegg - Aletschpromenade (Herrenweg) - Bettmeralp 1924 - Bettmersee 2009 m - Schene Bodu 2082 m (Gopperlücke) - Golmen - Riederalp West 1925
Höhenunterschied: 200 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden und 15 Minuten

Die Wanderung war wunderschön bei bestem Wetter mit blauem, wolkenlosem Himmel und viel Sonnenschein. Die Winterwanderwege sind in der Aletscharena hervorragend signalisiert und präpariert. Ich behaupte mal, dass die Aletschregion die beste Adresse ist fürs Winterwandern. 

Start auf der Riederalp

Aletschpromenade

Bettmeralp

Im Aufstieg (Im Hintergrund Bettmersee und Bettmeralp)

Bettmerhorn, davor der Bettmersee

Dem Matterhorn entgegen

Riederfurka und Riederalp


Samstag, 18. Januar 2014

Zu den Wurzeln in Engelberg

Einer von mehreren Gründen, weshalb ich die Berge liebe, ist sicher, dass in mir Engelberger Blut fliesst. Meine Grossmutter väterlicherseits, welche ich leider nie richtig kennenlernen durfte, stammte aus Engelberg, der Obwaldner Exklave. In einem Bericht vom 23. April 2011 habe ich schon darüber geschrieben.

Wir wollen uns ein bisschen vom Wallis lösen, in diesem Winter sind wir ja schon 2 mal ins Berner Oberland gefahren. Heute ging es in die Innerschweiz in den Kanton Obwalden. In den letzten Tagen haben wir die Ferien für dieses Jahr verplant und zum Teil auch Unterkünfte gebucht, nie wird es im Urlaub ins Wallis gehen. Wir mögen das Wallis aber nach wie vor sehr gut, im Sommer an den Wochenenden werden wir wie bis anhin meistens ins Wallis wandern gehen. Was einen auffällt, wenn man andere Regionen besucht, ist, dass die Leute überall (gast-) freundlicher sind als südlich des Lötschbergs. 

Das Motto für den heutigen Tag war einfach das Wochenende zu geniessen, abschalten zu könen, Energie zu tanken, den Kopf zu lüften. Die Arbeitswochen sind streng, die Müdigkeit ist fast nicht mehr aus den Knochen zu bringen. 

Engelberg liegt so ziemlich genau auf 1000 Meter über Meer. Im Dorf hat es noch ein bisschen Schnee. Es gibt viele Winterwanderwege im Talboden und auch auf den Bergen ringsum. Der bisherige Winter gefällt uns mit den milden Temperaturen. Dies war mit ein Grund, weshalb wir im Tal blieben und dort unsere Runden drehten. Vor dem Mittag besichtigten wir das Dorfzentrum, das Kloster, die Skisprungschanze und den Eugenisee. Danach gingen wir essen.

Am Nachmittag wanderten wir am Kloster vorbei Richtung Fürenalpbahn. Ein kräftiger, frischer Wind bliess uns auf dem aus Eis und Pflotsch bestehenden Teerweg ins Gesicht. Nach etwa einer Gehstunde bei Wasserfall angelangt, entschieden wir uns umzukehren. Auf dem Weg via Eienwäldli wanderten wir nach Engelberg zurück, zuerst kehrten wir aber noch ein und stärkten uns für den Rückweg. 

Unterwegs waren wir etwa zweieinhalb Stunden ohne dabei nennenswerte Höhen bewältigt zu haben.

Vorbildlich

Das Kloster

Skisprungschanze

Eugenisee

Auf dem Rückweg

Schöne Allee

Belle Epoque in Engelberg

Samstag, 11. Januar 2014

Frühlingsgefühle in Crans-Montana

Die Südhänge des Rhonetals sind bis in weite Höhen schneefrei. An sonnigen Stellen (Südrampe oberhalb Hohtenn und evtl. Ausserberg) kann man schätzungsweise bis auf 2000 Meter wandern, ohne dass man mit Schnee in Berührung kommt. Ganz sicher aber bis auf etwa 1500 Meter. 

Das Unterwallis kenne ich ja noch nicht so gut, ich bin fast ausschliesslich nur im deutschsprachigen Oberwallis wandernd unterwegs. Crans-Montana kenne ich schon gar nicht. Ich war aber schon einmal ganz kurz dort, 1 - 2 Minuten vielleicht. Dann kam ein Bus und schnell weg war ich. 

Meine Freundin und ich wollten uns Crans-Montana heute mal ganz genau anschauen gehen. Fazit: Die Lage ist schön.

In Crans-Montana, das auf etwa 1500 m ü. M. liegt, hat es fast keinen Schnee mehr. Sonnig und mild war es heute bei 10 Grad. Für eine Winterwanderung hatten wir keine Lust, wir hätten weiter in die Höhe fahren müssen um eine Schneewanderung machen zu können. Dafür waren wir nicht passend angezogen. 

Wir besichtigten planlos das Dorf und landeten nach etwa einer Gehstunde in Montana Village, einem ruhigen Dorf abseits des Massentourismus. Hier konnten wir nichts tun, nicht mal den knurrenden Magen stillen. Wir befanden uns etwa 300 Höhenmeter unter Crans-Montana und hatten keine Lust wieder aufzusteigen. Wir suchten die Standseilbahn und fanden in Bluche ein Restaurant, wo wir erst um 13.30 h zu Mittag assen.

Nach dem Essen wanderten wir in eineinhalb Stunden ins 700 Meter tiefere Sierre hinunter. Dieses Teilstück war komplett schneefrei.  

Insgesamt waren wir heute etwa 3 Stunden zu Fuss unterwegs und sind dabei 1000 Höhenmeter abwärts gewandert.

Im Bahnhof Bern: links ist rechts, rechts ist links

Etang Grenon und Crans-Montana

Zuerst auf einem bisschen Schnee auf einem Winterwanderweg unterwegs

Aper: Montana Village 1202 m

Das Val d'Anniviers

Frühlingshaft im Abstieg von Bluche

Ausblick über die Rebberge über Sierre ins Oberwallis

Blick zurück

Sonntag, 5. Januar 2014

In Leukerbad unterwegs

3 Tage verbrachten wir in Leukerbad. Der Grund dazu? Über Silvester konnten wir nicht gehen, also feierten wir ein paar Tage später meinen Geburtstag im gemütlichen Badekurort.

Den Freitag verbrachten wir im Dorf. Am Samstag wollten wir auf der Torrentalp wandern. Der Winterwanderweg ist derzeit aber noch nicht geöffnet und das Wetter lud auch nicht dazu ein, in die Höhe zu gehen. Im Dorf hat es gar nicht so viel Schnee, zudem regnete es am Samstagmorgen. Es blieb den ganzen Tag bedeckt. Wir wanderten im Talgrund via Birchen nach Bodmen, assen im sehr, sehr empfehlenswerten Bodmen Stübli etwas Kleines, wanderten anschliessend auf dem gleichen Weg, dem Römerweg, wieder nach Leukerbad zurück. Ein gemütlicher und schöner eineinhalbstündiger Spaziergang war das. 

Am Nachmittag profitierten wir vom Gratiseintritt in die Sportarena. Zum Baden kamen wir leider nicht, mir hatte es einfach zu viele Leute in der Leukerbad Therme, was halt nicht so mein Ding ist. Ich hätte mich wie eine Sardine in der Dose gefühlt.

Am heutigen Sonntag fuhren mit der Luftseilbahn touristenmässig auf den Gemmipass, assen dort im Restaurant das Zmittag und fuhren wieder nach Leukerbad hinunter. 

Aussicht vom Hotelfenster

Die imposante Gemmiwand

Auf dem Römerweg: Birchen

Blick zu den Albinenleitern

Ausblick von Bodmen ins Rhonetal

Auf dem Gemmipass: Daubensee

Aussicht vom Gemmipass auf Leukerbad und die Walliser Alpen

Zum Schluss noch ein iPhone-Bild