Samstag, 29. März 2014

Zum Ferienbeginn ins Baselbiet

Den grössten Arbeitsstress hat man immer vor den Ferien. Die Ferien kamen aber gerade zum richtigen Zeitpunkt, einerseits bin ich ausgelaugt (die letzten Ferien waren im Oktober) und zweitens wurde das Wetter nach dem kurzen Wintereinbruch glücklicherweise wieder frühlingshaft.

Meine Freundin wohnte als Kind ein paar Jahre in Sissach, sie wurde dort eingeschult. Ihr gefiel es dort gut. Jedes mal, wenn wir nach Basel gehen und bei Tecknau aus dem Bahntunnel fahren, sagen wir, dass wir dort in der Region mal wandern gehen wollen. 

Gestern Abend, todmüde, suchte ich im Internet nach einer passenden Wanderung mit Start in Sissach und wurde auf wanderungen.ch fündig. Wir wanderten heute von Sissach über die Sissacher Fluh und den Schleifenberg (mit Aussichtsturm) nach Liestal. Die Wanderung hat uns sehr gut gefallen. Einmal mehr wurde mir heute bewusst, in was für einem schönen Land wir wohnen und dass wir zu unserer Natur und der Landschaft Sorge tragen müssen. Egal wo man in der Schweiz hinfährt, überall kann man schöne Wanderungen unternehmen. 

Der Weg ist vom Bahnhof in Sissach bestens ausgeschildert. Die erste Gehstunde zur Sissacher Fluh führt in 350 Höhenmetern praktisch nur aufwärts. Oben geniesst man eine schöne Aussicht, die bis zu den Alpen führt (bei klarem Wetter). Auf der Sissacherflue bemerkte ich erst, dass ich die Speicherkarte falsch in die Kamera einsetzte, weshalb es vom schönen Aufstieg keine Fotos gibt.

Von der Sissacherflue gehts dann auf dem Strässchen wieder abwärts. Danach führt der Weg zum Schleifenberg im stetigen Auf und Ab mehrheitlich durch Wald. Das Besteigen des 30 m hohen Aussichtsturm über Liestal ist kostenpflichtig (50 Rp. pro Person). Es lohnt sich diesen Turm zu erklimmen, die Aussicht ist toll. Der Abstieg nach Liestal und zum Bahnhof führt dann wieder durch Wald und dauert etwa dreiviertel Stunden.

Strecke: Sissach Bhf. 376 m - Fluhberg 496 m - Sissacherflue 699 m - Forenacher 558 m - Aussichtsturm Liestal 606 m - Liestal Bhf. 329 m 
Höhenunterschied: 600 m aufwärts, 650 m abwärts
Zeit: 3 Stunden und 45 Minuten

Blick von der Sissacher Flue auf Sissach. Im Hintergrund der Jurabogen. Hinter ihm würde man die Alpen sehen, sogar das Aletschhorn könnnte man bei besserer Fernsicht bestaunen

Prähistorische Wehranlage auf der Sissacherflue

Blick zurück auf die Sissacherflue

Lauschiger Wegabschnitt

Aussichtsturm Liestal

Ausblick vom Turm auf Basel und seine Agglomeration

Liestal

Abstieg vom 30 m hohen Aussichtsturm



Freitag, 21. März 2014

Lebensqualität

Wenn man 100 % arbeitet, jeden Monat ein paar Franken auf die Seite legen kann und nicht gerade ein grosser Materialist ist, ist das höchste Gut die (spärliche) freie Zeit. Die Freizeit beschränkt sich so auf die Wochenenden und die mickrigen 5 Wochen Ferien pro Jahr.

Manchmal kann man sich auch einen freien Wochentag gönnen, dazu braucht es aber das Okay der Vorgesetzten und der Arbeitskollegen, die dann ein bisschen mehr arbeiten müssen als sonst.

Das Wetter wird ab morgen aufs Wochenende hin ja wieder schlechter. Ich gönnte mir deshalb einen freien Arbeitstag um auch noch etwas vom milden und sonnigen Frühlingswetter zu haben. Auch wollte ich heute wieder mal ausschlafen, so lange schlafen, bis ich von selber erwache und nicht vom Wecker aus dem Schlaf geholt werde. So etwas tut nämlich gut und ist bei mir sonst immer nur am Sonntag der Fall.

Immer in die Ferne zu schweifen um zu Wandern ist nicht nötig, wenn die erweiterte Wohngegend auch viel Schönes zu bieten hat. Die heutige kleine Wanderung (oder den etwas längeren Spaziergang) starteten wir von der Haustüre aus. Niederwangen, das mit Berns Westen, Bümpliz, zusammengewachsen ist, hat für die Naherholung viel zu bieten. Es ist hier schon sehr ländlich, trotz der Nähe zur Stadt Bern, viele Möglichkeiten zum Spazieren und Wandern bietet dieses Dorf das zur Gemeinde Köniz gehört.

Beim Bahnhof findet man Wanderwegweiser. Heute nahmen wir den Weg nach Wohlen unter die Füsse. Unterwegs waren wir etwa zweieinhalb Stunden im ständigen sanften Auf und Ab durch die bäuerlichen und ländlichen Vororte und Weiler der Stadt Bern.

Blick zurück zum Startort in Niederwangen

Berns Westen Bümpliz / Bethlehem

Oberbottigen, das zur Stadt Bern gehört

Riedbach, auch dieses Dorf liegt noch auf Stadtberner Boden. Im Hintergrund der Ulmizberg und die Berner Alpen

Frauenkappelen

Abstieg zum Wohlensee

Am Wohlensee


Es stürmt am Wohlensee, das schlechte Wetter rückt an

Wohlen BE

Samstag, 15. März 2014

Auf dem Walliser Weinweg

Wir wanderten heute von Martigny auf dem Weinwanderweg nach Saillon.

Warum schlägt das Wetter just wieder aufs Wochenende hin um? Ich habe den Tag trotzdem in vollen Zügen genossen. Ein paar Sonnenstrahlen durften wir trotzdem noch geniessen. Und endlich konnten wir wieder einmal ohne Jacke wandern und richtig schwitzen. Eigentlich wollten wir heute gar nicht ins Wallis, sondern die Rheinwanderung fortsetzen, aber eben, die Wetterprognosen waren wieder einmal sehr unsicher.

Über den Walliser Weinweg, der von Martigny nach Leuk führt, gibt es im Internet gar nicht so viele Informationen. Wir wussten also nicht genau, auf was wir uns einlassen würden, hatten keine Ahnung wie lange wir bräuchten um von Martigny nach Saillon zu wandern. Die wenigen Infos waren widersprüchlich, einmal las ich, dass diese Etappe 3 Stunden dauern würde, auf einer anderen Seite stand etwas von 5 Stunden...

Zur Anreise ist zu empfehlen, wenn man in Martigny das Postauto Richtung Sion besteigt und sich bis zur Haltestelle Branson Pont du Rhône chauffieren lässt. Dort findet man dann auch einen Wanderwegweiser.

Ab hier wandert man zuerst mal in linker, westlicher Richtung und folge immer dem meistens gut ausgeschilderten "Chemin du vignoble". Die erste Gehstunde ist anstrengend, weil es vor allem zu Beginn steil und lange aufwärts geht. Auch sieht man lange nichts von Rebbergen, dafür wandert man durch schönen Wald und Wiesen, auf denen es zu blühen beginnt. 

Erst vor dem Weindorf Branson führt der Weg durch die steilen Rebberge. Ab hier führt der Weg im sanften Auf und Ab durch die Terrassen der Weinanbaugebiete. Auch mal durch einen schönen Kastanienwald führt der Weg zur Abwechslung. 

Nicht gefallen hat uns das Wegstück zwischen Mazembroz und Aux Moilles, als es im Talgrund dem Canal de Gru entlang ging. Aber dort war nicht alles schlecht, sahen wir doch die blühenden Aprikosenbäume bei Saxon.

Zum Schluss steigt der Weg dann noch einmal an, als es ins schöne mittelalterliche Städtchen Saillon geht, dessen Wahrzeichen der Turm Bayart ist, den man vom weit herum sehen kann. 

Alles in Allem ist diese erste Etappe des Weinwanderweges eine lohnende und abwechslungsreiche  Angelegenheit. 

Route: Pont du Rhône Branson (Martigny) 462 m - Branson 501 m - Fully 464 m - Châtaignier 473 m - Saxé 468 m - Mazembroz 472 m - Aux Moilles 465 m - Saillon 510 m 

Höhenunterschied: 600 m aufwärts, 570 m abwärts

Zeit: 3 Stunden und 45 Minuten


Blick talaufwärts Richtung Branson

Branson, im Hintergrund Martigny

Rast in Branson

Der Weinweg führt mitten durch die Rebberge

Bei Fully

Vita Parcours durch den Kastanienwald



Sieht man in der Schweiz sonst nur bei Ascona: Wilde Kakteen

Wenn mich nicht alles täuscht, müssten das blühende Aprikosenbäume sein


Vor Saillon

In Saillon


Sonntag, 9. März 2014

Ulmizberg

Gemütliche Wanderung von Schliern (Köniz) auf den Ulmizberg und weiter nach Zimmerwald. Zeit: 2 Stunden. Höhenunterschied: 400 m aufwärts, 200 m abwärts. Wetter: Schönes, mildes Vorfrühlingswetter.

Start in Schliern (630 m) mit Blick auf den Ulmizberg

Im Aufstieg


Sendeturm Ulmizberg (937 m)

Bern West, Köniz, Liebefeld, Gurten

Schliern

Niederwangen

Berner Alpen (Eiger, Mönch und Jungfrau)

Vor Zimmerwald (840 m)