Donnerstag, 9. April 2015

Wander- und Ferienparadies Locarnese

20 mal waren meine Freundin und ich sicher schon in Locarno/Ascona in den Ferien, so genau weiss ich das aber nicht. Als es diesen Blog noch nicht gab und wir noch nicht wanderten, verbrachten wir unsere Sommerferien - damals oft nach campierend - in Locarno oder in der Umgebung. Seit es diesen Blog gibt (seit 2009) und wir das Wandern entdeckten, waren wir ja oft im Frühling und im Herbst in Locarno oder Ascona im Kurzurlaub.

Locarno liegt mediterran anmutend am Lago Maggiore. Viele Palmen findet man u. a. dort. Die Umgebung ist gebirgig. Das Tessin ist ein Bergkanton. Von Locarno aus ist man schnell in den wilden Bergtälern (Valle Onsernone, Centovalli, Valle Maggia, Valle Verzasca). Alle Täler sind recht gut mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, oft führen schmale, abschüssige und kurvenreiche Strassen zu den Bergdörfern. Viele Dörfer haben ihren ursprünglichen Charakter erhalten können. Viele Bergwanderwege sind rau und wild. Die Bergwelt ist intakt und es gibt nur wenige Bergbahnen.Skifahren kann man im Winter nur in Bosco Gurin, dem höchstgelegenen Dorf des Tessins und auf dem Hausberg von Locarno, dem Cimetta. Man kann auf Wanderungen noch Stille und Einsamkeit finden. In Teilen des Centovalli, Valle Onsernone und des Maggiatals ist zudem ein Nationalpark in Planung.

Und wenn das Wetter einmal nicht gut sein oder man gerade keine Lust auf eine Wanderung haben sollte, bietet die Ferienregion Locarno/Ascona viele Alternativen. Man kann im See oder im Lido (Wellness) baden, an der Piazza Grande flanieren, sich kulinarisch verwöhnen lassen, die Umgebung per Velo erkunden, am Seeufer herumschlendern ...

Wanderung von Mergoscia nach Lavertezzo

Strecke: Mergoscia 735 m - Corippo 563 m - Lavertezzo 538 m
Höhenunterschied: 300 hm aufwärts, 500 hm abwärts
Zeit: 3 Stunden


Von Tenero fuhren wir auf einer spektakulären Busfahrt nach Mergoscia hoch. Von der Busendhaltestelle geniesst man einen schönen Ausblick auf den Lago di Vogrno mit seiner imposanten Staumauer. Beim Dorfplatz findet man einen Wegweiser. Hat man die zu Beginn steil aufwärts führenden Treppe geschafft, fehlt ein Wegweiser, der den Weg nach Lavertezzo weist. Wir erwischten einen falschen Weg, der schlussendlich aber nach einer halben Stunde wieder auf den richtigen Weg führte. Bis man in Corippo ankommt, wandert man meistens durch Wald hoch über dem Fluss Verzasca. Ich habe gelesen, dass viele sagen, dass Corippo das schönste Dorf im Verzascatal sei. Das kann gut sein, uns gefiel das Dorf, das wie ein Vogelnest am Hang zu kleben scheint, sehr gut.

Ab Corippo wandert man dann mehr oder weniger am Ufer des farblich schönen Flusses Verzasca entlang, der auch durch seine abgeschliffenen Steine bekannt ist. Die Wanderung war bis in Lavertezzo recht einsam, bei der Ponte dei Salti wimmelte es dann wieder vor Touristen. Mit dem Postauto ging's dann zurück nach Locarno.

Mit diesem Wegstück haben wir nun das gesamte Valle Verzasca durchwandert.

Am 23. Oktober 2012 wanderten wir von Mergoscia via Tenero nach Locarno: Link
Am 22. Oktober 2012 wanderten wir von Sonogno nach Lavertezzo: Link


Bergdorf Mergoscia

Lago di Vogorno

Auf dem "falschen" Weg

Blick ins Valle Verzasca

Schöner Höhenweg...

... mit tollem Ausblick in den engen Talboden

Corippo

Brück nach Corippo

Verzasca


Ponte dei Salti, Lavertezzo

Lavertezzo






Mittwoch, 8. April 2015

Erster Besuch des Valle Onsernone

Wanderung von Loco nach Intragna

Strecke: Loco 678 m - Brücke über den Isorno 406 m - Vosa 576 m - Pila 571 m - Intragna 340 m
Höhenunterschied: 200 hm aufwärts, 550 hm abwärts
Zeit: 2 Stunden und 30 Minuten

Mit dem Postauto fuhren wir von Locarno nach Loco, Paese. Die Fahrt durch das tief eingeschnittene Onsernone Tal ist sehr eindrücklich, da die schmale Strasse hoch über dem Tal nach Spruga führt.

Der Weg ist sehr gut markiert. Zuerst geht es durch Wald talabwärts dem Fluss Isorno entgegen. Nach etwa einer Marschstunde gelangt man bei der Brücke an und wechselt nun auf die rechte Talseite. Bis zum Ort Pila, der durch eine Luftseilbahn erschlossen ist, geht es meistens aufwärts durch schönen Wald. Von Pila geniesst man eine schöne Aussicht über Intragna bis zum Lago Maggiore. Der Abstieg nach Intragna hat es in sich, führt er doch meistens über Treppen. Mit der Centovalli-Bahn fuhren wir nach Locarno zurück.

Der Wanderweg ist ein alter Saumweg und ist fast durchwegs mit Steinen gepflastert. 


Sicht von Loco talauswärts

Blick ins Valle Onsernone

Isorno

Loco


Maggiadelta (Locarno), Lago Maggiore

Schöner Höhenweg über Intragna

Bahnbrücke mit Intragna und dem höchsten Kirchturm des Tessins

Mühsamer Abstieg

Der grösste Ort des Centovallis: Intragna