Samstag, 26. September 2015

Am Grüensee (Zermatt)

Es gibt ja noch den Grüensee in der Aletschregion (vielleicht anderswo auch noch), wenn man von der Belalp über die Hängebrücke über die Massa zur Riederalp wandert, kommt man an ihm vorbei. Wir waren heute aber am Grüensee ob Zermatt. Ich hatte Sehnsucht nach Zermatt, weshalb ich heute bei diesem schönen (aber kühlen) Wetter nochmals ins Matterhorndorf gehen wollte. Vielleicht war das heute die letzte Höhenwanderung des Jahres? Am Mittwoch schneite es ja in den Bergen und in einigen Tagen haben wir bereits Oktober. 

Bereits zum 3. Mal in dieser Sommersaison waren wir in Zermatt. Ins Binntal werde ich es in diesem Jahr leider wohl nicht mehr schaffen.

Heute muss und will ich mal die SBB rühmen. In letzter Zeit kritisierte ich die Bundesbahnen  wegen der Unpünktlichkeit. Schön war, dass heute um 08.01 Uhr ein Extrazug ins Wallis fuhr, so dass wir mal stressfrei reisen konnten, weil wir überpünktlich in Visp ankamen und beim Umsteigen nicht rennen mussten.

Morgens um 10 Uhr war es recht frisch in Zermatt. Mit der Gornergratbahn fuhren wir zur Riffelalp. wo es im Schatten kalt war. Das Riffelalp Ressort hat bereits geschlossen. In der Alp Hitta tranken wir zum Start etwas Warmes und konnten uns in der Sonne aufwärmen. Danach nahmen wir den super schönen Höhenweg zum Grüensee in Angriff. Nach nicht mal einer Stunde trafen wir schon beim Grüensee ein, wo wir die Mittagspause machten. 

Vom Grüensee aus hätte man unzählige Wandermöglichkeiten, wir entschieden, via Findeln und Tiefenmatten nach Zermatt herunter zu wandern.

Unterwegs waren wir heute gemütlich um die 3 Stunden auf folgender Route: 

Strecke: Stn. Riffelalp 2211 m - Riffelalp 2222 m - Grüensee 2300 m - (Findeln) Ze Gassen 2051 m - (Gourmetweg) Tiefenmatten 1890 m - Direttissima - Zermatt 1605 m

Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 850 m abwärts


Riffelalp Ressort

Ein erster Blick zum Matterhorn

Blick zurück auf dem schönen Höhenweg über der Riffelalp

Bietschhorn, Mattertal, Täsch

Wunderschöner Höhenweg zum Grüensee

Rothorn, Rimpfischhorn, Strahlhorn

Diese Farben

Findeln

Grüensee mit Blick zum Matterhorn


Findeln, Ze Gassen
Höhenweg nach Tiefenmatten

Höhenweg nach Tiefenmatten II

Über Zermatt

Samstag, 12. September 2015

Und es kam noch gut

Kurz vor 12 Uhr kamen wir mit der Seilbahn auf der Rinderhütte 2313 m ob Leukerbad an. Obwohl ich mir gestern den Weg beim Kartenstudium eingeprägt zu haben schien. liessen wir uns vom falschen Wegweiser fehlleiten. Leukerbad Tourismus, das ist keine gute Werbung für euch! Ein ortskundiges Paar wies uns später dann den richtigen Weg. Besten Dank!

Der Weg zur Flüekapelle ist nur trittsicheren und schwindelfreien Wanderern zu empfehlen, für Familien mit Kindern und Hunde ist dieser Weg eher nicht geeignet. Die Wegmarkierung war zu Beginn und in der Nähe der Flüekapelle nicht besonders gut. Auch beim Abstieg nach Leukerbad nach der Clabinualp, war nicht immer alles klar. Der Weg von der Rinderhalte zur Flüekapelle ist oft mit Seilen gesichert, oft braucht man die Hände um die steilen, felsigen Passagen zu meistern. An schattigen Stellen ist der Weg sehr glitschig.

Diese Wanderung stand schon lange auf meiner To-do-Liste und ich wurde nicht enttäuscht.

Strecke: Rinderhütte 2313 m - Flüealp 2040 m - Flüekapelle 2070 m - Clabinualp 1861 m - Buljes 1504 m - Leukerbad 1402 m
Höhenunterschied: 250 m aufwärts, 1150 m abwärts
Zeit: 3 Stunden und 30 Minuten

Start auf der Rinderhütte

Rinderhütte, Rhonetal, Walliser Alpen

Schöner Höhenweg mit Blick zur Gemmi

Gemmipass, Leukerbad

Abstiegsweg Richtung Flüealp

Gemmipass

Blick über Leukerbad

Plattenhörner

Über eine Hängebrücke zu gehen macht sichtlich Spass

Flüekapelle

Die Hängebrücke über die Dalaschlucht aus anderer Perspektive

In Richtung Clabinualp

Plattenhörner II

Majingsee

Das Ziel Leukerbad in Sicht

Samstag, 5. September 2015

Weissenstein

Jetzt im Nachhinein muss ich sagen, dass das heute ein kalter Tag war. Vor einer Wochen hatten wir noch 30 Grad, heute war's in Bern nicht wärmer als 15 Grad. Das einzige Positive vom Wetter war, dass es trocken blieb.

Mit dem RBS fuhren wir nach Solothurn. Dort gings mit dem Regionalzug in Richung Moutier nach Oberdorf SO. Dort bestiegen wir für 9 Franken die neue Gondelbahn auf den Weissenstein. Oben bliess ein starker Wind bei bewölktem Himmel - es war saukalt. Schon lange hatte ich keine kalten Hände mehr.

Da die Fernsicht zum Vergessen war, machten wir uns schnell auf den Weg zum heutigen Ziel, dem Unteren Grenchenberg. Das erste Wegstück zum Hinter Weissenstein war monoton, wir waren zügig unterwegs, so dass der Körper warm wurde. Dann kam der steile Anstieg zur Hasenmatt, dieses Wegstück gefiel und endlich froren wir nicht mehr. Die Hasenmatt soll die höchste Erhebung des Kantons Solothurn sein, hörte ich jedenfalls beim Gipfelkreuz. Leider war die Fernsicht immer noch nicht besser. Nach einer kurzen Pause entschlossen wir auf dem Abstieg nach Schauenburg, nicht weiter zu den Grencherberge zu wandern. Einerseits waren wir zu spät dran, dort den 14.45 h Bus zu erreichen (der nächste fuhr erst 2 Stunden später), andererseits war es in der Höhe wegen des Windes einfach zu kalt. Wir peilten den nächsten Ort mit ÖV-Anschluss an, nämlich Lommiswil. Der Abstieg dorthin war dann eher langweilig.

Strecke: Kurhaus Weissenstein 1284 m - Hinter Weissenstein 1226 m - Hasenmatt 1445 m - Schauenburg 1148 m - Lommiswil 561 m
Höhenunterschied: 225 m aufwärts, 950 m abwärts
Zeit: 3 Stunden

Ausblick vom Kurhaus Weissenstein über Solothurn ins Mittelland

Kurhaus Weissenstein

Im Aufstieg zur Hasenmatt

Hasenmatt

Bescheidener Ausblick von der Hasenmatt ins Mittelland Richtung Alpen

Murten-, Neuenburger- und Bielersee

Lommiswil