Samstag, 30. April 2016

dr Gysnauer Rundwanderweg

Doch noch eine (kleine) Wanderung im April...

Wegen des drohenden Regens gegen den Abend hin wollten wir heute nur eine kleine Wanderung in der Region unternehmen. Mit dem IR fuhren wir von Bern nach Burgdorf. Ab dem Bahnhof folgten wir dem grünen Wegweiser "dr Gysnauer Rundwanderweg."

Strecke: Burgdorf Bahnhof 533 m - Typonsteg - Gyrischachen - Färnstu 651  m - Sommerhaus  564 m - Gisnauflüe 632 m - Waldegg  - Burgdorf Bahnhof 533 m
Höhenunterschied: 250 m auf- und abwärts
Emme

Sommerhaus

Blick auf Burgdorf

Siechenhaus

Sicht auf Burgdorfs Altstadt (Oberstadt)



Sicht Richtung Alchenflüh (wo ich die ersten 22 Jahre meines Lebens verbrachte)

Schloss Burgdorf

Hohle Gasse, Abstieg zur Waldeggbrücke

Nochmals Schloss Burgdorf

Blick über die Schützenmatte zu der Gysnauer Flüe

Freitag, 22. April 2016

Bettmeralp 1986

Da es wegen dem schlechten Wetter an den Samstagen in diesem Monat April wohl keine Wanderung und deshalb auch keinen Bericht gibt, schreibe ich nun einen Beitrag über Früher...

1986 - ich war damals 11 Jahre jung, hatte eine unbeschwerte Kindheit und das ganz Leben noch vor mir. Mein Vater war damals 36 Jahre alt, 5 Jahre jünger als ich heute, bald jährt sich sein 2. Todestag. 


Mein Vater liebte das Wallis, so wie ich heute. Und so kam es, dass wir in den Sommerferien für ein paar Jahre jeweils unsere Wanderferien auf der Bettmeralp verbrachten. 



Als Kind war ich eine Sportskanone, ich spielte beim FC Kirchberg Fussball und spielte nebenbei noch Tennis (auch andere Sportarten übte ich regelmässig aus). Praktisch, dass sich unsere gemietete Ferienwohnung gerade neben dem Tennisplatz befand.


Auch zur Gondelbahn, die zur Station Bettmerhorn führt, war es von der Ferienwohnung aus nur einen Katzensprung. 

Neben dem Ferienhaus befand sich übrigens noch die Walliser Stube, dort kehrten wir ab und zu ein um das Abendessen einzunehmen.

Für mich als Kind war die Bettmeralp der ideale Ferienort. Ich konnte mich ums Haus rum mit Klettern austoben, Tennis spielen usw. Cool waren auch immer die anderen Kinder, die in der Nähe wohnten und ihre Ferien verbrachten. Die Trennung zum Ferienende hin war immer hart. Ich wäre am liebsten dort geblieben. Auch im Erwachsenenalter gehe ich nicht gerne von den Ferien zurück nach Hause ins Flachland.

Die Bettmeralp war damals in den 1980er-Jahren weit weniger verbaut als heute und sozusagen ein Geheimtipp. Fast niemand zu Hause kannte damals die Alp auf dem Aletschplateau.


Ich weiss jetzt nicht mehr ob das in diesem Jahr war als ich mit meinem Vater den Gipfel des 2872 m hohen Bettmerhorns erklommen habe oder ob das ein Jahr später war. Jedenfalls war ich damals sehr Stolz auf diese Leistung, weil damals war der Weg noch nicht so gut (und leicht) ausgebaut wie heute, es war eine Kraxelei.



Der Grosse Aletschgletscher war damals im Jahre 1986 wirklich noch gross. Das erste mal nach etwa 20 Jahren sah ich ihn im Jahre 2009 wieder, als ich wieder begann zu Wandern. Damals von der Belalp aus hatte ich Tränen in den Augen, einerseits weil ich Freude hatte den Aletschgletscher wiederzusehen, andererseits weil er stark zurückgegangen ist.

Alle Fotos habe ich übrigens selber geschossen mit meiner ersten eigenen Fotokamera.