Samstag, 24. September 2016

So nicht, BLS!

Heute eine Woche vor dem Zügeltermin sollte es einen gemütlichen Ausflug an die Lenk im Simmental geben. Mit dem BLS Lötschberger ab Bern direkt nach Zweisimmen, dort aufs Zügli (MOB) mit Zielort Lenk umsteigen. Zu Fuss in etwa mehr als einer Stunde der Simme entlang zum Restaurant Simmenfälle. Dort Essen gehen. Zu Fuss dann via Lenkerseeli nach Lenk zurück. Es kam aber anders:

Der Fahrplan sagt, dass der BLS Lötschberger nur bis Spiez fährt. Wegen Bauarbeiten ist die Strecke zwischen Spiez und Wimmis unterbrochen. Fast alle Plätze sind im Lötschberger nach Spiez besetzt. Der Zug kommt mit einer mittleren Verspätung in Spiez an. In Spiez warten 2 Postautos mit Ziel Wimmis, das reicht für die vielen Leute natürlich nicht. Wir erwischen aber noch 2 Sitzplätze. In Wimmis gegen 10.30 Uhr angekommen, warten viele Ausflügler und Wanderer auf den Anschlusszug, aber kein Zug ist in Sicht. Es gibt keine Information. Dann taucht ein BLS-Angestellter auf. Er sagt, dass es keinen Anschlusszug gibt und wir eine Stunde warten müssen. Viele Leute kehren um und fahren mit dem Postauto zurück nach Spiez. Wir warten. Doris geht mal aufs WC. Ich bekomme mit, dass ein Postauto nach Zweisimmen fährt. Wir können uns noch so grade reinquetschen ins Postauto. In Oey-Diemtigen und Erlenbach steigen Leute aus, wir können endlich sitzen. Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten. In Zweisimmen haben wir glücklicherweise Anschluss nach Lenk. Vielen lieben Dank dem netten Postautofahrer, der sich wohl aus erbarmen entschied, spontan nach Zweisimmen zu fahren! Das nenne ich Service! Pfui BLS! Ihr Amateure! SBB bitte übernehmen und die Verantwortlichen gleich mit den anderen 1400 mitentlassen ;-)

Da wir verspätet in der Lenk angelangten, fuhren wir mit dem Bus zu den Simmenfällen. Im Restaurant assen wir dann sehr fein. Danach liefen wir via Lenkerseeli nach Lenk zurück. Die Heimfahrt klappte dann besser. Schlussendlich war's dank der BLS kein gemütlicher Ausflug...

Simmenfälle

Restaurant Simmenfälle

Naturschutzgebiet unterwegs

Lenkersee mit Blick zum Wildstrubel

Montag, 19. September 2016

Blogger Wanderung an der Visperi Suone

Die wahrscheinlich letzte Wanderung vor dem Umzug nach Ostermundigen. Heute war ich wieder mal mit Werner (und Timi) unterwegs, welcher selber einen Blog betreibt. Werner weilt für ein paar Tage im Wallis. Und da ich heute meinen freien Tag habe, machten wir gestern spontan ab für eine gemeinsame Wanderung im Wallis.

Wie man auf die Visperi Suone gelangt, welche in Visp nirgends angeschrieben ist (hallo Visp Tourismus), habe ich bereits im Juni bei meiner letzten Begehung beschrieben. Hat man die Suone gefunden, ist die Wanderung eine gemütliche Tour, welche schöne Ausblicke ins Tal und auf die Südrampe bietet. Die Suonenwanderung bis Gamsen dauert etwa um die 2 Stunden. Wir sind heute den gleichen Weg gelaufen, wie ich damals im Juni, sind in Gamsen nicht dem ausgeschilderten Weg nach Glis und Brig gelaufen, sondern noch etwas "oben durch". Dabei trafen wir oberhalb Glis wohl auf die Gliseri Suone. In Glis stiegen wir ziemlich direkt nach Brig ab und gelangten am Sebastiansplatz an, wo wir an der warmen Sonne noch ein Panaché tranken.

Strecke: Visp Bahnhof - Visperi Suone - Gamsen - Glis - Brig Bahnhof
Zeit: 3 Stunden und 30 Minuten


Beim Einstieg auf die Visperi Suone

Visp mit Blick auf die Südrampe (Ausserberg)

Visperi Suone



Das Bietschhorn über Visp zeigt sich kurz

Herbstzeitlosen



Mund, Gredetschtal, Birgisch

Oberi oder Underi Gliseri Suone?

Riederhorn, Brig-Glis

Samstag, 10. September 2016

Ein kleines Stück Europaweg

Der Europaweg führt im Mattertal als Höhenweg von Grächen nach Zermatt. Für diese Wanderung benötigt man um die 12 Stunden. Unterwegs gibt es 2 Hütten zum Übernachten, die Europahütte ob Randa und die Europaweghütte auf der Täschalp. So kann man das lange Wegstück in mehrere Etappen aufteilen.

Das Teilstück von der Zermatter Sunnegga zur Täschalp war bis vor kurzem gesperrt, da der Weg in der Täschwang durch ein Steinschlaggebiet führt. Vor 2 Wochen wurde dieser Weg nach 3 Jahren der Sperre wiedereröffnet. Nach der Täschalp Richtung Grächen führt der Weg nochmals durch ein Steinschlaggebiet und dieser Wegabschnitt oberhalb von Randa ist noch gesperrt. Man muss vom Höhenweg ins Tal absteigen und später wieder mühsam auf den Europaweg aufsteigen. Ich las, dass man da auch dran sei um eine neue Hängebrücke zu realisieren. 

Die Gesamtbegehung des Europaweges reizt mich schon seit langem. Froh bin ich, dass ich heute endlich das Teilstück von der Sunnegga zur Täschalp begehen konnte. Hätte ich gewusst, dass dieses Teilstück in diesem Jahr wiedereröffnet wird, dann hätten wir die Wanderung vom 9. Juli von Täsch auf die Täschalp nicht gemacht.

Auch heute fuhren wir wiederum mit einem Klassenwechsel nach Zermatt. Im Moment hat es in den frühen Zügen von Bern nach Visp/Brig einfach zu viele Leute. Aber heute Morgen fuhr um 08.01 h von Bern nach Brig ein Extrazug. Vielen lieben Dank SBB!

Um 10.30 h fuhren wir mit der unterirdischen Standseilbahn von Zermatt zur Sunnegga auf 2288 m, wo wir den Startkaffe tranken. Gegen 11 Uhr machten wir uns auf den schönen Höhenweg via Tufteren zur Täschalp. Das Wetter verschlechterte sich leider mit der Dauer der Wanderung. Der Weg bis zur Täschalp ist eigentlich gemütlich zu gehen, nur gerade nach Tufteren und kurz vor der Täschalp steigt der Weg merklich, ansonsten ist es ein eher flacher Höhenweg, der schöne Ausblicke aufs Matterhorn (im Rückblick), die Zermatter Bergwelt, auf Zermatt und ins Mattertal nach Randa und Täsch bietet. Von der Sunnegga nach Täschalp muss man mit etwa 2 Stunden reiner Wanderzeit rechnen.

In der Europaweghütte kehrten wir ein. Anschliessend machten wir uns auf den Abstieg via Eggenstadel und Täschberg nach Täsch. Die 800 Höhenmeter im Abstieg waren für mein schmerzendes linkes Knie nicht gerade die beste Therapie. Aber was soll's, man lebt nur einmal. Zudem war das die vielleicht letzte Wanderung im September, in 3 Wochen zügeln wir ja.

Strecke: Sunnegga 2288 m - Tufteren 2215 m - Täschalp 2205 m - Eggenstadel 1913 m - Täschberg 1696 m - Täsch 1450 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 950 m abwärts
Zeit: 3 Stunden und 30 Minuten


Start auf der Sunnegga ob Zermatt

Zuerst auf breitem Weg nach Tufteren

Tufteren das Matterhorn versteckt sich den ganzen Tag hinter Wolken

Matterhorn, Zermatt

Breithorn, Klein Matterhorn, davor Gornergrat

Mattertal

Täsch

Schöner Höhenweg

Bahnstrecke Täsch - Zermatt

Schutzbauten im Steinschlaggebiet Täschwang




Täschalp

Täschberg

Freitag, 2. September 2016

Genusswandern in Zermatt

Jetzt neigen sich die 2-wöchigen Ferien schon dem Ende zu. Zeit, nochmals eine Wanderung zu unternehmen. Da ich immer noch Kniebeschwerden habe, soll es heute nur eine gemütliche Bergwanderung ohne grossen Höhenunterschiede geben. 

Wir fuhren nach Zermatt. Mit der unterirdischen Standseilbahn ging's auf die Sunnegga, wo wir den Startkaffe tranken. Danach gondelten wir auf den Blauherd, wo uns eine Baustelle empfing. Nach gemütlichen 15 Wanderminuten befanden wir uns am Stelisee. Wir staunten nicht schlecht, als wir auf diesem Weg auf 2500 m ü. M. von einem Kipplastwagen überholt wurden!

Was für ein Kontrast zu letzter Woche im intakten Bergün, wo wir noch Natur pur fanden. Die Bergwelt von Zermatt hingegen ist total verschandelt: Skipisten, planierte Hänge, Baustrassen und Baustellen, Masten, Bikepisten usw. Trotz all dem gefällt es uns in Zermatt, aber wäre all dies nicht, wäre es noch viel, viel schöner. Man kann trotz all dem doch noch eine gewisse Idylle finden, wenn man zum richtigen Ort hinblickt und das störende ausblenden kann.

Die Aussicht vom Stelisee ist jedenfalls traumhaft schön. Auch der Weg zum Grindjesee wusste zu gefallen. Am Grindjesse war es lauschig schön. Dort machten wir eine längere Pause. Dann sahen wir den Lastwagen wieder... Auf zuerst breitem Weg gingen wir zum Grüensee weiter. Beim dortigen Restaurant wollten wir einkehren, doch es ist zu wegen geschlossen. 

Wir machten uns auf den Weiterweg zur Riffelalp. Hier erwischten wir im Gegensatz zu vor 2 Jahren nun den richtigen, schöneren Weg, der ein wenig oberhalb des Normalweges verläuft. Ein wirklich schöner Weg. Auf der Riffelalp erwartete uns wieder eine Baustelle und das Riffelalp Ressort ist geschlossen. Wenigstens hatte noch die Alphitta offen. Nach einer Erfrischung wanderten wir noch zur Bahnstation Riffelalp und fuhren mit der Gornergratbahn nach Zermatt hinab.


Strecke: Blauherd 2571 m - Stellisee 2537 m - Grindjesee 2334 m - Grüensee 2300 m - Riffelalp 2222 m - Station Riffelalp 2211 m
Zeit: 2 Stunden und 30 Minuten

Startkaffee auf der Sunnegga 2288 m

Aus der Gondelbahn: Leisee

Stellisee

Grindjesee 2334 m 

Matterhorn, Findeln

Mosjesee

Grindjesee 2334 m

Grindjesee

Rothorn


Grüensee 2300 m 

Findeln

Lauschiger Weg Richtung Riffelalp

Gornergratbahn


Bietschhorn, Mattertal

Riffelalp 2222 m