Samstag, 29. Oktober 2016

Mund - Finnu - Eggerberg

Bei diesem schönen Bergwetter zog es mich heute nochmals an die Südrampe. Wolkenloser Himmel und Sonnenschein pur - Bern lag morgens noch unter einer Nebeldecke.

Nach der langen Wanderung von gestern mochte ich heute nicht allzu früh aufstehen, in Bern bestiegen wir den IC nach Brig erst um 10.06 Uhr. Es hatte wiederum viele Leute im Zug, die Reise war trotzdem angenehm. In Brig mussten wir fast eine halbe Stunde aufs Postauto warten, aber bei diesem schönen Wetter spielte das keine Rolle, zudem konnten wir bei der Bäckerei Zenhäusern im Bahnhof Brig noch einige Köstlichkeiten kaufen.

Um 12 Uhr starteten wir die Wanderung in Mund und folgten den Wegweisern, welche uns nach Finnu (Finnen) leiteten. Nach ein paar Minuten entschieden wir, den Weg via Bodma fortzusetzen. Das war ein wirklich guter Entscheid. Der Höhenweg von Bodma nach Finnu ist wunderschön! Auch aussichtsreich ist der Weg, der Blick reicht bis zum Matterhorn.

Nach etwa einer Gehstunde machten wir auf einem sonnenverwöhnten Bänkchen eine Pause. Hier hätten wir stundenlang sitzen bleiben können. Wir wollten aber weiter nach Finnu. Der Abstiegsweg von Finnu nach Eggen und Eggerberg war auch lauschig schön, dabei querten wir die Gorperi Suone und später die Laldneri. Nach etwa 2 1/2 Stunden reiner Wanderzeit trafen wir bei der Station Eggerberg ein. Mit dem BLS Lötschberger fuhren wir wieder heim.

Strecke: Mund 1188 m - Färchu 1299 m - Bodma 1431 m - Finnen 1408 m - Eggen 1095 m - Eggerberg Station 852 m
Höhenunterschied: 300 m aufwärts, 700 m abwärts
Zeit: 2 Stunden und 30 Minuten

Blick Richtung Brig

Matterhorn, rechts davon das Weisshorn

Bodma



Vispertäler, Visp


Finnu

In Finnu


Gorperi Suone

Baltschiedertal

Freitag, 28. Oktober 2016

Zu Fuss nach Prag

Ja, sie lesen richtig, ich wanderte heute nach Prag, welches zwischen dem Joli- und dem Bietschtal auf nicht ganz 2000 m ü. M. an der Lötschberger Südrampe liegt. Natürlich war ich nicht in der goldenen Stadt an der Moldau in der Tschechischen Republik. 

Heute war ich wieder einmal mit Peter (laponia41 auf hikr.org) unterwegs. Schon früh machten wir uns in Bern auf den Weg, denn wir hatten im Wallis eine längere Wanderung in Planung. Es war noch recht frisch, als wir gegen 9 Uhr in Hohtenn aus dem Lötschberger stiegen. Kurz vor dem Luogelkinn-Viadukt verliessen wir den Südrampenweg und machten uns auf den Aufstieg via Tatz zur Jolialp, wo wir zum ersten mal rasteten.. Danach ging es auf den schattigen Aufstieg nach Prag, wo wir ca. um 12 Uhr ankamen und an der warmen Sonne die aussichtsreiche Mittagspause machten. 

Durch die Lawinenverbauungen ging es auf den Abstieg zur Rarnerchumma, wo wir im Chrüterbeizli einkehrten. Auf dem Südrampenweg wanderten wir zurück nach Hohtenn. Es war eine schöne und lange Wanderung bei schönstem Wetter. Das Highlight waren die gold leuchtenden Lärchen.


Strecke: Hohtenn Station 1077 m - Chrizji 1238 m - Alpe Tatz 1496 m - Jolialp 1744 m - Prag 1959 m - Chrüterbeizli Rarnerchumma 1006 m - Hohtenn Station 1077 m
Höhenunterschied: 1000 m auf- und abwärts
Zeit: 6 Stunden

Im Aufstieg nach Tatz mit Blick über den Bahnhof von Hohtenn ins untere Rhonetal

Alpe Tatz


Blick übers Jolital nach Prag

Jolialp

Aussicht von Prag zur Mischabelgruppe und Bürchen

Im Abstieg


Visp

Rhonetal, Alp Tatz


Südrampenweg

BLS Lötschberger auf dem Luogelkinn-Viadukt

Samstag, 22. Oktober 2016

Perückensträucher bei Getwing VS

Seit 2010 besuchen wir jährlich im Herbst den rot leuchtenden Hang bei Getwing mit den Perückensträuchern. Bisweilen starteten wir die Wanderungen meistens am Bahnhof in Turtmann und sind schon verschiedene Routen gelaufen. Heute starteten wir mal in Gampel, wo wir die vorherigen Wanderungen meistens beendeten.


Blauer, wolkenloser Himmel im Wallis. An der Sonne angenehme Temperatur. Der Aufstieg von Gampel Dorf (vorher wanderten wir vom Bahnhof Gampel-Steg unattraktiv und relativ weit dorthin) via Kapelle zu den Spitzen Steinen und Bratsch nach Erschmatt zieht sich, ist aber meistens nicht allzu steil. Der Weg bietet tolle Ausblicke ins Ober- und Unterwallis. In Erschmatt ging es dann lauschig hinunter zur Hohen Brücke. Von dort ging es weiter durch den Hang mit den Perückensträuchern nach Getwing und weiter zum Bahnhof Turtmann.

Strecke: Gampel/Steg Bahnhof 632 m - Gampel Dorf 634 m - Kapelle zu den Spitzen Steinen - Tännji - Bratsch 1091 m - Erschmatt 1288 m - Hohe Brücke 900 m - Unter Getwing 620 m - Turtmann Bahnhof 623 m
Höhenunterschied: 650 m auf- und abwärts
Zeit: 3 Stunden und 15 Minuten

Kapelle zu den Spitzen Steinen über Gampel / Steg


Blick ins Unterwallis

Blick ins Oberwallis

Turtmanntal

Bratsch

Erschmatt

Lauschiger Abstieg zur Hohen Brücke

Hohe Brücke

Perückenstrauch





Schwarznasenschafe in Getwing

Samstag, 8. Oktober 2016

Zum 13. Mal die Südrampenwanderung

Zum 13. mal von Hohtenn nach Ausserberg (oder von Ausserberg nach Hohtenn)

Link zur 12. Wanderung vom 9. Mai 2015
Link zur 11. Wanderung mit Verlinkung der 10 anderen Südrampenwanderungen

Wolkenloser, blauer Himmel im Wallis. Bei uns fängt die graue und kalte Jahreszeit wieder an. Brrrrrr.  Auch wenn wir heute das 13. mal an der Südrampe waren, war es heute wiederum anders als die anderen Male. Und ich glaube so frisch wie heute war noch keine unserer Südrampenwanderungen. Obwohl es im Rhonetal wärmer war als in Bern, so warm war’s heute leider an den Sonnigen Halden nicht, trotz eitlem Sonnenschein; der Wind war kühl. Diesen Bericht schreibe ich von unserem neuen Wohnort in Ostermundigen – der Umzug letzten Samstag klappte gut und wir sind mittlerweile gut eingerichtet und leben uns langsam ein. Das Internet läuft einfach noch nicht, es sollte am Montag umgeschaltet werden, eine Woche zu spät…

Jetzt fahren wir mit der S1 von Ostermundigen nach Thun um ins Wallis zu kommen. Der Vorteil ist eine kürzere Reisezeit als von Niederwangen aus, der Nachteil ist, dass die Züge schon voll in Thun ankommen. In Bern stiegen wir halt immer fast als erstes in den Zug ein und konnten uns den Platz so aussuchen, das geht jetzt leider nicht mehr.

Zur Wanderung von Hohtenn nach Ausserberg gibt’s eigentlich nicht viel zu sagen, ich habe die Wanderung hier im Blog schon x-mal dokumentiert. Zudem ist der Weg immer bestens ausgeschildert. Oft verläuft der Weg auf dem ehemaligen Trassee der Dienstbahn, Ob Lidu stiegen wir vom Hauptweg des Lötschberger Südrampenweg durch Lidu zur Stägeru Suone ab, welche zuerst trocken war. Dann gegen die Schöpfe in der Jolibachschlucht hin, führte sie Wasser. Ich kann dieses Teilstück allen schwindelfreien Wanderern empfehlen. Über die Hängebrücke steigt man dann wieder auf den Südrampenweg auf. Für dass es Freitag war, waren heute viele Wanderer unterwegs. Erst nach 2 Stunden machten wir im Riedgarto Pause und genossen die Sonne und das schöne Wetter. An der Manera Suone, welche ihr Wasser in der Bietschtalschlucht fasst, wanderten wir Richtung Ausserberg. Obwohl wir nicht schnell gingen, waren wir nach 2 Stunden und 30 Minuten reiner Wanderzeit am Ziel am Ausserberger Bahnhof. Für die klassische Strecke benötigt man gegen die 3 Stunden, mit Umweg über die Hängebrücke muss man noch mehr Zeit einplanen

Strecke: Hohtenn Bahnhof 1077 m – Lidu – Stägeru Suone – Hängebrücke Jolibachschlucht – Chrüterbeizli Rarnerchumma – Bietschtalbrücke - Riedgarto – Manera Suone – Ausserberg Bahnhof 931 m
Höhenunterschied: Meist flacher Weg, mit kurzen Auf- und Abstiegen

Zeit: 2 Stunden und 30 Minuten (Die Zeit ist immer die reine Geh- resp. Wanderzeit)


Hohtenn Bahnhf. Genau, Autos auf die Schiene

Luogelkinn Viadukt

Steppenvegetation bei Lidu

Lidu: Keine Häusersiedlung ohne Kapelle 

Stägeru Suone

Stägeru



Stägeru

Stägeru, Tunnel bei der Schöpfe in der Jolibachschlucht

Hängebrücke


Bietschtalbrücke mit Blick ins Bietschtal

Trassee der ehemaligen Dienstbahn, heute Wanderweg oberhalb der Manera Suone

Manera Suone

St. German. Südportal des Lötschberg Basistunnel

Manera

Manera

Rhonetal

Ausserberg