Freitag, 23. Juni 2017

Männlichen

Via Interlaken Ost, Lauterbrunnen und Wengen sind wir mit der Luftseilbahn auf den Männlichen gefahren. Das Wetter war heute in den östlichen Berner Oberländer Bergen nicht mehr so gut wie zu Beginn der Woche.

Wir bestiegen zuerst den Gipfel des Männlichen. Nach dem Abstieg sind wir im Berghaus Männlichen sehr fein essen gegangen. Nach dem Essen und dem Kaffee sind wir in gut einer Stunde auf breitem Wege zur Kleinen Scheidegg gewandert. Bei dieser Wanderung hat man die Eigernordwand, den Mönch, das Jungfraujoch und die Jungfrau immer im Blick. Auch schöne Tiefblicke auf Grindelwald bietet dieser schöne Panoramaweg.

Mit dieser Wanderung beendeten wir sozusagen unsere Ferien. Doris wird am Dienstag operiert. Das war wohl unsere letzte gemeinsame Wanderung für eine längere Zeit. Auch während der Woche sind die Züge und Bahnen übervoll. Jetzt habe ich für eine kurze Zeit mal keine Lust mehr auf den ÖV, weswegen wir das Wochenende zuhause verbringen werden.

Schon krass die vielen Touristen aus dem Asiatischen Raum, die in der Jungfrau-Region unterwegs sind. Da lobe ich mir das weniger stark frequentierte Wallis ;-) Und, fast vergessen: Mit Wanderschuhen waren wir auf dieser Wanderung schon fast Exoten. Kein Wunder passieren in den Bergen immer so viele Unfälle.

Wer im Juli Lust hat, mit mir an einem Freitag oder Samstag wandern zu gehen, der oder die meldet sich unter folgender e-Mail-Adresse:

blog.zufussunterwegs at gmail Punkt com

Strecke: Männlichen Bergstation 2221 m - Männlichen 2342 m - Männlichen Bergstation 2221 m - Panoramaweg - Kleine Scheidegg 2061 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 450 m abwärts
Zeit: 1 Stunde und 45 Minuten

Tiefblick nach Wengen

Bergstation Männlichen, dahinter Eiger, Mönch, Jungfrau

Aufstieg zum Gipfel Männlichen

In der Mitte das Faulhorn

Blick hinunter nach Interlaken. Rechts: Schynige Platte

Im Zoom der Thunersee

Lauterbrunnental


Hier haben wir sehr gut gegessen und wurden toll bewirtet

Eigernordwand

Grosse Scheidegg, Grindelwald

Jungfraujoch

Lauberhorn

Kleine Scheidegg

Donnerstag, 22. Juni 2017

Giessbachfälle

Von den Giessbachfällen nach Iseltwald - Wieder mal im Berner Oberland unterwegs

Mit Bahn, Postauto und Schiff fuhren wir zu den Giessbachfällen am Brienzersee. Mit dem Zug nach Interlaken Ost, mit dem Postauto nach Iseltwald, danach noch mit dem Schiff "Lötschberg" nach Giessbach. Geplant wäre gewesen, von Iseltwald nach Giessbach zu laufen, danach mit dem Schiff nach Interlaken zu fahren. Den Grund für die Änderung darf ich aber nicht schreiben, sonst werde ich noch als Rassist oder als Ausländerfeind bezeichnet....

Der Uferweg von den Giessbachfällen nach Iseltwald verläuft grösstenteils im Schatten, eine ideale Wanderung für den jetzigen Hochsommer. Diese Wanderung dauert gemäss Wegweiser ca. 1 Stunde und 30 Minuten.

Im schönen und lauschigen Dorf Iseltwald gab's dann noch eine Glacé im Restaurant Du Lac.

Auf dem Heimweg gab's dann wieder mit der geliebten BLS einen obligaten Zwischenfall: Die S1 von Thun Richtung Bern fuhr verspätet ab, weil es gemäss Durchsage eine "personelle Disposition" gab - es war wohl kein Lokführer parat...

Strecke: Schiffstation Giessbach - Hotel Giessbach - Uferweg nach Iseltwald - Iseltwald
Zeit: 2 Stunden

Schiffstation Iseltwald

Blick Richtung Interlaken

Dampfschiff Lötschberg

Vom Schiff aus: Iseltwald

Vom Schiff aus: Brienz und Brienzer Rothorn

Giessbachfälle

Grandhotel Giessbach


Uferweg nach Iseltwald

Vor Iseltwald

Zur Belohnung gabs noch einen Coupe Baileys

Dienstag, 20. Juni 2017

Gratweg Bettmerhorn

Auch heute zogen wir das Wallis dem Berner Oberland vor. Grund siehe Kommentar zum gestrigen Bericht. Aber zur Beruhigung, das war die letzte Wanderung im Wallis in dieser Woche, für Doris vielleicht sogar für einen Monat lang. Am Donnerstag startet das Eidgenössische Jodlerfest - die Züge werden dann noch voller sein als jetzt.

Wiederum hatte es viele Leute im IC von Bern ins Wallis. Wir gönnten uns, weil wir Ferien haben und sonst nicht verreisen, einen Klassenwechsel bis nach Betten Talstation.

Diese Wanderung haben wir übrigens so noch nie begangen. Als wir auf der Bettmeralp ankamen, deckten wir uns in der feinen Bäckerei Imhof mit Proviant ein für die geplante Wanderung. Ja, heute unternahmen wir mal die Wanderung, wie wir sie gestern Abend planten. Und es klappte auch punkto ÖV her. Jedenfalls beim Hinweg. Mehr dazu später.

Dann liefen wir durchs Dorf zur Talstation der Gondelbahn, welche zur Station Bettmerhorn fährt. Viele Kindheitserinnerungen wurden wach. 

Oben bei der Station Bettmerhorn war's bewölkt und eigentlich noch angenehm warm, jedenfalls so, dass wir die mitgenommenen Jacken im Rucksack belassen konnten. Dann die obligaten Fotos vom immer kleinen werdenden Aletschgletscher. Da wurde ich erneut sentimental. 

Danach nahmen wir den Gratweg zur Riederfurka in Angriff. Wenn es nicht bewölkt gewesen wäre, wäre die Aussicht noch besser gewesen als sie schon war. Da hätte man drum Berge sehen können, die wir von Bern aus nicht sehen können. Die unzähligen 4000er der Walliser Alpen hielten sich bedeckt. Aber dafür bot der Weg schöne Tiefblicke in die Region Brig und natürlich auf den Grossen Aletschgletscher. Wie lange heisst er wohl noch Grosser Aletschgletscher?

Von zu Hause aus können wir täglich z. Bsp. den Eiger, den Mönch und die Jungfrau sehen, das viel schönere Matterhorn bekommen wir halt nicht so oft zu Gesicht. Heute sahen wir es leider auch nicht, obwohl man es sehen könnte.

Vor kurzem, als wir wandernd im Berner Oberland über den Hahnenmoospass gingen, sahen wir keine Alpenrosen. Die Alpenrose ist meine Lieblingsblume. Und heute habe ich unzählige von Alpenrosen sehen können. Wunderschön.

Der Gratweg von der Station Bettmerhorn zur Riederfurka dauert etwa 2 Stunden. Auf der Riederfurka gab es heute etwas kühles zu trinken. Da wurden wir bedient und unser Geld wurde gerne angenommen.

Wie lange kann man den Gratweg noch begehen? Viele Wanderwege über der Riederalp sind gesperrt. Irgendeinmal stürzt dort der gesamte Grat zum Aletschgletscher hinab.

Der Abstieg zur Riederalp dauerte dann noch etwa eine Viertelstunde. In einem Lädeli kauften wir dann noch Spezialitäten aus dem Wallis. Die können wir leider in Bern und im Berner Oberland nicht kaufen. So eine Hauswurst schmeckt halt schon sehr gut.

Schön heiss war's dann in Brig. Als wir aus der klimatisierten MGB ausstiegen, fühlten wir uns wie in der Sauna. Dafür gab's dann noch eine leckere Glacé von Zenhäusern.

In Thun aus dem IC ausgestiegen, sahen wir leider zu spät, dass die S1 meiner Lieblingsbahn, der BLS, ausfiel. Die Nichtberner können froh sein, wenn bei ihnen keine BLS (nicht) fährt.

Strecke: Station Bettmerhorn 2647 m - Gratweg - Biel 2292 m - Stn. Moosfluh 2334 m - Stn. Hohfluh 2227 m - Riederfurka 2065 m - Riederalp West 1925 m
Höhenunterschied: 100 m aufwärts, 850 m abwärts
Zeit: 2 Stunden und 15 Minuten

Bettmeralp

Schlecht für die Fitness und fürs Portemonnaie

Aletschgletscher, Konkordiaplatz

Abstieg von der Station Bettmerhorn

Die Gletscherzunge kommt dem Bettmerhorn immer näher...


Bettmeralp, Bettmersee

Gratweg

Gratweg im Rückblick


Alpenrosen

Der kleine Grosse Aletschgletscher, der in der Länge und in der Dicke stetig abnimmt :-(

Durch die Blume - Blick hinüber zur Belalp


Die Riederfurka kommt näher


Riederfurka - bald gibt es etwas Erfrischendes zu trinken ;-)

Riederalp

Montag, 19. Juni 2017

Ungeplant ans Niwärch

Wann klappt es mit dem Lötschentaler Höhenweg?

Wir planten heute den schon lange auf der Wunschliste stehenden Lötschentaler Höhenweg unter die Füsse zu nehmen. Die gesamte 2. Klasse der Doppelkompoistion des BLS Lötschbergers, welcher um 09.39 Uhr nach Brig fährt, war reserviert! Wir schritten im Bahnhof Bern den gesamten Zug ab, alles war für Schulklassen reserviert. Wir konnten's kaum glauben, so etwas erlebten wir noch nie und so etwas schafft wohl nur die BLS. Ich erkundigte mich bei der Zugbegleiterin ob das stimmen könne, ihre läppische Antwort war, dass wir sicher noch ein Plätzchen zum Sitzen finden werden. 

Wir und noch andere Reisende mit einem Ticket oder Abo für die 2. Klasse setzten uns in die 1. Klasse, da hatte es noch genügend Platz. Ein Klassenwechsel für Doris und mich hätte wohl so um die 30 Stutz gekostet, die ich auch gezahlt hätte. Bei der Kontrolle erliess uns die Zugbegleiterin den Zuschlag und wir konnten bis Frutigen gratis in der 1. Klasse fahren. Danke BLS ;-)

Sie fragen sich jetzt sicher, warum wir denn doch nicht in Goppenstein den Lötschberger verliessen um Richtung Lötschentaler Höhenweg zu fahren? Der Grund ist simpel. Einige Schulklassen fuhren bis Goppenstein, dort hätte es im Postauto und dann in der Luftseilbahn zur Lauchernalp sicherlich wieder ein Gedränge gegeben. Auf der Rückreise wäre dann sicher auch wieder alles reserviert gewesen. 

Wir mussten dann kurzfristig umplanen. Da kam uns an der Südrampe die Suone Niwärch in den Sinn, dort würden wir sicherlich keine Schulklassen antreffen. Und auf dem Heimweg wollten wir unten durch durch den Basistunnel zurück nach Bern fahren. Dort ist sicher nicht die gesamte 2. Klasse für Schulklassen reserviert...

Es war sehr warm in Ausserberg. Wir entschieden uns zum Weiler Niwärch aufzusteigen anstatt auf der Strasse nach Choruderri zu laufen. Vom Weiler Niwärch wanderten wir dann an der Suone Niwärch in Richtung Choruderri. Bei der Ankunft machten wir die Mittagspause. Danach ging es der Suone Niwärch entlang nach Ze Steinu, wo wir nochmals eine Pause einlegten und tranken. An der Gorperi Suone liefen wir aus dem Baltschiedertal auswärts Richtung Eggen und Eggerberg. Für diese beide Suonen muss man schwindelfrei und trittsicher sein.

Nach mehr als 3 Stunden reiner Wanderzeit trafen wir im Eggerberg ein. Im Restaurant Bergsonne wollten wir Einkehren um etwas Kühles zu trinken. Wir setzten uns auf die Terrasse und wurden nicht bedient. Auch im Restaurant drinnen war niemand anzutreffen. Dann zogen wir durstig von dannen und fuhren mit dem Lötschberger nach Brig. Das Restaurant Bergsonne ist wohl nicht auf Umsatz aus.

Strecke: Ausserberg Bahnhof 931 m - Niwärch Weiler 1189 m - Niwärch Suone - Choruderri 1264 m - Niwärch Suone - Ze Steinu 1296 m - Gorperi Suone - Eggen 1049 m - Eggerberg Station 852 m
Höhenunterschied: 375 m aufwärts, 450 m abwärts
Zeit: 3 Stunden und 15 Minuten

Ausserberg

Visp

Niwärch (Ort)

Eringer am Niwärch

Einzigartige Südrampe

Niwärch Suone

Am Niwärch bei Choruderri

An der historischen Wasserleite Niwärch im Baltschiedertal



Gorperi Suone auf der gegenüberliegenden Talseite



Baltschiedertal bei Ze Steinu, wo wir die Talseite wechselten

Gorperi Suone

Blick zurück


Gorperi - die Suone mit den vielen Tunneln

Eggerberg

Es ist trocken im Wallis und an der Südrampe. Abstieg nach Eggerberg