Dienstag, 20. Juni 2017

Gratweg Bettmerhorn

Auch heute zogen wir das Wallis dem Berner Oberland vor. Grund siehe Kommentar zum gestrigen Bericht. Aber zur Beruhigung, das war die letzte Wanderung im Wallis in dieser Woche, für Doris vielleicht sogar für einen Monat lang. Am Donnerstag startet das Eidgenössische Jodlerfest - die Züge werden dann noch voller sein als jetzt.

Wiederum hatte es viele Leute im IC von Bern ins Wallis. Wir gönnten uns, weil wir Ferien haben und sonst nicht verreisen, einen Klassenwechsel bis nach Betten Talstation.

Diese Wanderung haben wir übrigens so noch nie begangen. Als wir auf der Bettmeralp ankamen, deckten wir uns in der feinen Bäckerei Imhof mit Proviant ein für die geplante Wanderung. Ja, heute unternahmen wir mal die Wanderung, wie wir sie gestern Abend planten. Und es klappte auch punkto ÖV her. Jedenfalls beim Hinweg. Mehr dazu später.

Dann liefen wir durchs Dorf zur Talstation der Gondelbahn, welche zur Station Bettmerhorn fährt. Viele Kindheitserinnerungen wurden wach. 

Oben bei der Station Bettmerhorn war's bewölkt und eigentlich noch angenehm warm, jedenfalls so, dass wir die mitgenommenen Jacken im Rucksack belassen konnten. Dann die obligaten Fotos vom immer kleinen werdenden Aletschgletscher. Da wurde ich erneut sentimental. 

Danach nahmen wir den Gratweg zur Riederfurka in Angriff. Wenn es nicht bewölkt gewesen wäre, wäre die Aussicht noch besser gewesen als sie schon war. Da hätte man drum Berge sehen können, die wir von Bern aus nicht sehen können. Die unzähligen 4000er der Walliser Alpen hielten sich bedeckt. Aber dafür bot der Weg schöne Tiefblicke in die Region Brig und natürlich auf den Grossen Aletschgletscher. Wie lange heisst er wohl noch Grosser Aletschgletscher?

Von zu Hause aus können wir täglich z. Bsp. den Eiger, den Mönch und die Jungfrau sehen, das viel schönere Matterhorn bekommen wir halt nicht so oft zu Gesicht. Heute sahen wir es leider auch nicht, obwohl man es sehen könnte.

Vor kurzem, als wir wandernd im Berner Oberland über den Hahnenmoospass gingen, sahen wir keine Alpenrosen. Die Alpenrose ist meine Lieblingsblume. Und heute habe ich unzählige von Alpenrosen sehen können. Wunderschön.

Der Gratweg von der Station Bettmerhorn zur Riederfurka dauert etwa 2 Stunden. Auf der Riederfurka gab es heute etwas kühles zu trinken. Da wurden wir bedient und unser Geld wurde gerne angenommen.

Wie lange kann man den Gratweg noch begehen? Viele Wanderwege über der Riederalp sind gesperrt. Irgendeinmal stürzt dort der gesamte Grat zum Aletschgletscher hinab.

Der Abstieg zur Riederalp dauerte dann noch etwa eine Viertelstunde. In einem Lädeli kauften wir dann noch Spezialitäten aus dem Wallis. Die können wir leider in Bern und im Berner Oberland nicht kaufen. So eine Hauswurst schmeckt halt schon sehr gut.

Schön heiss war's dann in Brig. Als wir aus der klimatisierten MGB ausstiegen, fühlten wir uns wie in der Sauna. Dafür gab's dann noch eine leckere Glacé von Zenhäusern.

In Thun aus dem IC ausgestiegen, sahen wir leider zu spät, dass die S1 meiner Lieblingsbahn, der BLS, ausfiel. Die Nichtberner können froh sein, wenn bei ihnen keine BLS (nicht) fährt.

Strecke: Station Bettmerhorn 2647 m - Gratweg - Biel 2292 m - Stn. Moosfluh 2334 m - Stn. Hohfluh 2227 m - Riederfurka 2065 m - Riederalp West 1925 m
Höhenunterschied: 100 m aufwärts, 850 m abwärts
Zeit: 2 Stunden und 15 Minuten

Bettmeralp

Schlecht für die Fitness und fürs Portemonnaie

Aletschgletscher, Konkordiaplatz

Abstieg von der Station Bettmerhorn

Die Gletscherzunge kommt dem Bettmerhorn immer näher...


Bettmeralp, Bettmersee

Gratweg

Gratweg im Rückblick


Alpenrosen

Der kleine Grosse Aletschgletscher, der in der Länge und in der Dicke stetig abnimmt :-(

Durch die Blume - Blick hinüber zur Belalp


Die Riederfurka kommt näher


Riederfurka - bald gibt es etwas Erfrischendes zu trinken ;-)

Riederalp

1 Kommentar:

  1. deine Argumente pro wallis gehen dir wirklich nicht so schnell aus -grins. Lg Jürg

    AntwortenLöschen