Mittwoch, 30. Mai 2012

Maibummel

Der heutige Spaziergang alles der alten Aare entlang von Aarberg nach Büren an der Aare erinnerte mich an meine frühe Schulzeit, als wir im Mai jeweils mit der Schulklasse einen Ausflug in der Region unternahmen.

Ich wuchs zwar nicht an der Aare auf, aber die heutigen Wege erinnerten mich halt an die Wege im Schachen an der Emme, wo ich die ersten 22 Jahre meines Lebens verbrachte. Und an der Emme waren wir halt viel auf dem Maibummel unterwegs.

Das Wetter war heute noch einmal super schön. Für die Berge wurden gegen Abend Gewitter prognostiziert, weshalb wir uns entschieden, wieder mal an einem Gewässer entlang zu laufen. Die Aare möchte ich sowieso einmal ganz durchwandern, in verschiedenen Etappen. 

Einer von vielen unzähligen Dümpeln an der Alten Aare
Strecke: Aarberg 448 m - Lyss - Zoo Seeteufel Studen - Dotzigen - Büren an der Aare 442 m
Distanz: 17 km
Zeit: 4 Stunden

Montag, 28. Mai 2012

Undra + Niwärch

Die 3. Pfingstwanderung innerhalb von 3 Tagen führte uns heute an die Südrampe.

Von Ausserberg wanderten wir via Fischersbiel alles der Undra Suone entlang nach Ze Steinu im Baltschiedertal. Das Baltschiedertal wurde im Winter arg in Mitleidenschaft gezogen, noch jetzt liegen grosse Lawinenkegel im Talgrund, welche man auf dem Weg nach Ze Steinu überwinden muss. Die Begehung der Undra Suon bot aber keine besonderen Schwierigkeiten. In Ze Steinu, nach etwa eindreiviertel Stunden Wanderzeit, legten wir eine längere Mittagspause ein. Den Rückweg bestritten wir via der spektakulären Niwärch Suone, welche am Samstag durch viele fleissige Helfer Instand gestellt wurde. Herzlichen Dank dafür!

Bei Älum verläuft die Suone unterhalb des Lawinenkegels, was sie dadurch am Beginn interessanter macht, denn hier ist die Wasserleite noch gemütlich zu Begehen, was sich dann aber rasch ändert. Denn bald verläuft die Suone durch steile Felsflanken, und hier sollte man Schwindelfrei und Trittsicher sein (siehe Bilder).

Etwa 45 Minuten dauert dieser luftige Teil. Ab Choruderri wird's dann wieder gemütlich. Wir folgen der nun hier lauschigen Niwärch Suone bis zum Ort Niwärch. Dank dem Wasser aus dem Baltschiederbach sind die Wiesen hier saftig grün. In Niwärch steigen wir nach Ausserberg ab, machen oberhalb von Ausserberg auf einem Bänkchen die letzte Pause, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof machen.

107 Fotos habe ich von dieser sehr schönen Wanderung geknipst. Es fällt mir nicht leicht, davon ein paar wenige für diesen Blog auszusuchen. Bald werde ich hier einen Link zu einem Fotoalbum erstellen, wo Sie mehr Fotos von diesen eindrücklichen Suonen sehen können.

Undra Suon im Baltschiedertal

Lawinenkegel vor Ze Steinu

Niwäch vor dem Lawinenkegel

Konzentriertes Gehen an der Niwärch Suone




Lauschige Niwärch ob Ausserberg

Niwärch (Ort): Dank dem Wasser saftig grüne Wiesen

Ausserberg
  Strecke: Ausserberg Bhf. 931 m - Fischersbiel 1025 m - Mili 1040 m - Undra Suon- Ze Steinu 1287 m - Niwärch Suone - Choruderri - Niwärch 1189 m - Ausserberg Bhf. 931 m
Höhenunterschied: 300 m auf- und abwärts
Zeit: 3 Stunden 45 Minuten

Sonntag, 27. Mai 2012

Am Brienzersee

Heute waren wir wieder einmal im (östlichen) Berner Oberland unterwegs, und zwar spazierten wir von Brienz alles dem See entlang nach Iseltwald.

Vom Bahnhof Brienz ist alles bestens ausgeschildert. Der Weg bietet keine besonderen Schwierigkeiten (zu Beginn bis zu den Giessbachfällen fast ausschliesslich Hartbelag), kann also problemlos mit Turnschuhen begangen werden.

Von Iseltwald fuhren wir anschliessend mit dem Schiff nach Interlaken Ost.

Strecke: Brienz Bhf. 574 m - Engi 725 m - Giessbach 666 m - Seeuferweg - Iseltwald Schiffstation 566 m
Höhenunterschied: je ca. 200 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden 30 Minuten

Start drüben in Brienz (mit Brienzer Rothorn)

Giessbachfälle

Schöner Uferweg (vor Iseltwald)

Iseltwald mit Seeburg

Samstag, 26. Mai 2012

Saastaler Suonen

Saas-Fee, ich kam schneller wieder als du dachtest! Ich hab mich schon ein bisschen verguckt in dich vor einer Woche. Und heute bei diesem schönen Wetter hast du dich noch schöner präsentiert, hast dich vor deiner schönerern Seite gezeigt. Bald schon werden wir uns wieder sehen, nicht gerade morgen, aber im kommenden Sommer wieder. Versprochen.

Jetzt geniessen wir eine Woche Ferien. In 4 Wochen steht der Umzug an. Ich kann ihn kaum erwarten. Was für ein Tag. Da schlägt unsere Fussballnationalmannschaft Deutschland mit 5:3. Und vorher durfte ich eine super schöne Wanderung bei bestem Wetter unternehmen.

Um 11 Uhr 30 kamen wir mit dem Postauto in Sass-Fee an. Im Coop kauften wir unser Essen ein, drehten danach eine Runde im Dorf, begaben uns danach auf einem breiten Weg durch einen fein duftenden Wald nach Saas Almagell hinab. Auf der Höhe von 1721 m verliessen wir den breiten Weg, nahmen den Rundweg, welcher anstieg. In einer lauschigen Waldlichtung nahmen wir unser Essen ein, machten uns danach auf einem felsigen und steilen, aber gut gesicherten Weg hinunter nach Saas Almagell. Das Dorf gefiel uns sehr, beim kleinen See legten wir noch einmal eine Pause ein. Danach schlenderten wir durchs Dorf. Bei der Talstation des Sesselliftes beginnt der Weg "Almageller Suone" Hier steigt der Weg der Suone Heuwete entlang und wir befinden uns auf der gegenüber liegenden Bergseite. Nach der schönen Brücke über den Almagellerbach laufen wir nun der Moosgufer-Leitung, einer wirklich sehr schönen und spannenden Suon, entlang. Auf einem Bäncken mit Blick auf Saas Almagell, auf die Staumauer des Mattmarksees und des Monte Moro Passes machen wir noch einmal eine Pause. Hier hätte ich stundenlang sitzen bleiben können. Wir maschierten aber weiter durch die Blockfelsen der Suone entlang Richtung Saas Grund. Anfangs Saas Grund endet leider dieser Hüterweg. Der Weiterweg über dem Talboden ist aber nicht minder schön. Der Weg führt hier über neue Holzbrücken, welche im letzten Jahr durch eine Zivilschutzorganisation aus der Region Zürich erstellt wurden. Später passierten wir eine weitere Suone (Oberes Fliehwasser), welche durch den Furwald in Holzkänneln führt. Im Chilchwald verlassen wir den Rundweg und steigen ins Tal nach Saas Grund ab, wo wir nach 16 Uhr das Postauto in Richtung Visp bestiegen.

Auf dem Abstieg nach Saas Almagell

Saas Almagell

Brücke über den Almagellerbach: Beginn des Suonenwegs

Saas Almagell, hinten die Staumauer des Mattmarksees

Moosgufer-Leitung

Blick vom Hüterweg hinüber nach Saas-Fee

Lauschige Suone



Saas Grund

Strecke: Saas-Fee 1803 - Dorfrundgang - Bodme 1772 m - Rufibodma 1785 m - Saas Almagell 1670 - Moosgufer 1823 m - Dutterchi - Chilchwald - Saas Grund 1559 m
Höhenunterschied: 350 m aufwärts, 550 m abwärts
Zeit: 3 Stunden 15 Minuten

Album: Comming soon

Samstag, 19. Mai 2012

Rundwanderung Saas-Fee

Wir hätten heute nicht ins Wallis fahren sollen, in anderen Regionen wäre das Wetter sicher besser gewesen. Aber trotzdem ist es gut so wie es war!

Packen fürs Zügeln können wir am morgigen Sonntag, deshalb entschieden wir uns gestern Abend kurzfristig, heute ins Wallis zum Wandern zu fahren. Aber wohin? Für den Sommer hätte ich viele Ideen. Aber wo geht man hin, wenn in höheren Lagen noch Schnee liegt? An der Südrampe waren wir in letzter Zeit oft, deshalb wollten wir heute einmal eine neue Region auskundschaften. Wir entschieden uns gestern, von Visp nach Visperterminen zu wandern und falls wir noch fit wären, weiter nach Staldenried zu gehen.

Je weiter wir heute morgen mit dem Zug von zu Hause aus Richtung Alpen fuhren, desto schlechter präsentierte sich das Wetter. In Thun war's schon vorbei mit dem warmen Wetter. Im Kandertal sah's nicht besser aus. Im Wallis war's dann erstaunlicherweise nicht besser. Auf dem Bahnhofplatz in Visp entschieden wir uns nicht nach Visperterminen zu wandern, es sah nämlich nach Regen aus. Aber was machen? Wieder nach Hause fahren? Da fuhr an uns ein Postauto von Brig herkommend auf dem Weg nach Saas Fee vorbei und meine Freundin sagte, da fahren wir nun hin, weil wir dort noch nie waren. 

Nun sassen wir also im Postauto und je weiter wir ins Saastal fuhren, desto dunkler wurde es und bald begann es leicht zu Regnen. Nach einer gemütlichen 50-minütigen Fahrt trafen wir gegen 12 Uhr in Saas-Fee ein, wo es leicht aufhellte. Mein erster Eindruck von Saas Fee: Wow, gut sind wir hierher gekommen. 

Wir entschieden uns den Dorfrundweg unter die Füsse zu nehmen und schon nach ein paar wenigen Minuten führte der Weg an einer lauschigen Suone entlang. Auf einem Bänkchen nahmen wir an dieser Suone unser Picknick ein und genossen die Stille. Danach liefen wir noch ein paar Hundert Meter an dieser Wasserleite entlang, dabei querten wir eine Skipiste. Dort wo es keinen Schnee mehr hatte, sah man eindrücklich die Folgen und Nachwirkungen des Skisportes. Später trafen wir auf einen Gletscherlehrpfad, welchem wir ein wohl kurzes Stück folgten. Gut gefiel uns dort der Gletschersee. Hier wechselte das Wetter wieder, die Bise ging und es begann wieder leicht zu Regnen. Wir machten uns wieder auf den Dorfrundweg. Nach einer guten halben Stunde kamen wir im schon fast ausgestorbenen Saas-Fee an. Wir schlenderten noch ein wenig durchs Dorf. Die Bise blies immer heftiger, so dass wir uns entschlossen, den Nachhauseweg anzutreten.

Ich war kein einziges mal enttäuscht, nicht die geplante Wanderung machen zu können. Der Ausflug nach Saas-Fee mit der kleinen Rundwanderung gefiel mir sehr und hat sich gelohnt. Das Saastal kennen wir noch zu wenig. Im Sommer werden wir sicher wieder in diese Region zum Wandern fahren. Mir gefällt Saas-Fee wesentlich besser als Zermatt. Wir können uns sehr gut vorstellen, dereinst unsere Wanderferien in Saas-Fee zu verbringen. Hätten wir noch keine Ferien gebucht, würden wir wohl schon in diesem Sommer nach Saas-Fee in die Ferien fahren.

Strecke: Saas-Fee 1787 m - Dorfrundweg - Gletschersee 1904 m - Dorfrundweg - Saas-Fee 1787 m
Höhenunterschied: 150 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden

Suone am Dorfrundweg

Blick von der Suone auf Saas-Fee

Gletschersee am Lehrpfad

Dorfrundweg



Donnerstag, 17. Mai 2012

Gorges de l'Areuse

Die erste Mai-Wanderung des Jahres. Am heutigen Auffahrtstag entschlossen wir uns, einmal ausserhalb des Wallis auf eine Wanderung zu gehen. Enttäuscht wurden wir dabei nicht. Was soll ich übers Wetter schreiben? Heute schien jedenfalls wieder einmal die Sonne, es war aber kühl, zu kühl für dass es schon Mitte Mai ist. In den Bergen hat's ja sogar wieder Neuschnee gegeben in den letzten Tagen, Rückblickend muss ich sagen, dass das bisherige Frühlingswetter eine Katastrophe war. Es kann ja nur noch besser werden. Aber eben, so schlimm war's für mich trotzdem nicht, da wir ja schon bald umziehen werden und an den verregneten Wochenenden dringende Arbeiten im Haus erledigen konnten.

Ich bin total ausser Form. Die Wanderung dauerte nur rund 3 Stunden. Die Beine schmerzen aber sehr, so wie "früher" nach einer mehrstündigen Bergtour. Wir wanderten von Boudry nach Noiraigue, durchwanderten die Schlucht also von unten nach oben. Im unteren Teil war der Weg feucht und daher rutschig. Viele Leute sah man in Turnschuhen gehen, ich glitt schon mit wesentlich besserem Material an den Füssen aus, da wundert man sich nicht, passieren immer so viele Unfälle beim Wandern... Mir hatte es sowieso zu viel Volk unterwegs in dieser doch schönen Schlucht. Ich kann es kaum erwarten endlich wieder Bergtouren zu machen. Aber eben, es liegt noch sehr viel Schnee in höheren Lagen.

Alles war bestens ausgeschildert, man kann gar nicht falsch laufen wenn man in Boudry aus dem Zug steigt und am Endziel in Noirague wieder den Zug nach Neuenburg besteigen will.

Einen tollen Routenbeschrieb finden Sie auf wandersite.ch




Jura, ich kam und komme wieder!

Strecke: Boudry Bhf. 491 m - Gorges de l'Areuse - Noiraigue Bhf. 729 m
Höhenunterschied: ca. 350 m aufwärts, 75 m abwärts
Zeit: ca. 3 Stunden