Freitag, 29. März 2013

Kälte, Nebel, Schnee (in Saas-Fee)

Der Winter will und will nicht enden. Langsam bin ich am verzweifeln. Nun haben wir Frühlingsferien und hätten so viel Draussen unternehmen wollen - das Wetter lässt leider aber vieles nicht zu. Ich kriege wohl bald die Krise. Das bisherige Jahr war wettermässig die reinste Katastrophe. Wenn man nur das Geld hätte in wärmere Gefilde auswandern zu können, dann hätte ich dieses kalte Land schon längst verlassen. Im Sommer lässt's sich hier ja eigentlich gut leben, aber die graue und kalte Zeit dauert halt schon zu lange und in diesem Jahr ist alles noch schlimmer als sonst. Wenn ich die Prognosen sehe, dann ist für die nächsten Tage auch keine grosse Besserung in Sicht - und das in meinen Frühlingsferien...

Wir hatten schlicht keine Ahnung was wir heute unternehmen wollten. Bei diesem Hudelwetter hätte man gut shoppen gehen können, die Läden sind am heutigen Karfreitag zu, und das ist gut so. Über Neujahr verbrachten wir schöne Tage in Saas-Fee, weshalb wir dem schönen Gletscherdorf heute wieder mal einen Besuch abstatteten, ohne Wanderabsichten. Dass es dort schneite, störte mich aber nicht gross, weil es mich nicht überraschte. Es hatte aber nicht mehr so viel Schnee wie an Neujahr und auch nicht mehr so viele Leute. In einer guten Beiz assen wir ein feines Essen. Gut genährt unternahmen wir anschliessend eine Kürzestwanderung. Auf dem Kapellenweg liefen wir zur Wallfahrtskapelle "Zur Hohen Stiege" und wieder zurück. Der Weg startet beim Busterminal. Die Kapelle befindet sich unterhalb des grossen Parkhauses am Dorfeingang. Der Weg war grösstenteils schneefrei. 2 Gämsen konnten wir unterhalb des Parkhauses beim Fressen zuschauen.

Strecke: Saas-Fee Busterminal 1803 m - Kapellenweg - Zur Hohen Stiege 1748 m - Kapellenweg - Saas-Fee Busterminal 1803 m
Höhenunterschied: 50 m auf- und abwärts
Zeit: 25 Minuten

Saas-Fee am Karfreitag 2013

Blick ins (Saas) Tal

Gämse (leider nicht im Zoom, da mit iPhone geknipst)

Kapelle Zur Hohen Stiege

Beginn/Ende des Kapellenwegs

Schneegestöber




Samstag, 23. März 2013

Nach viel weiss nun wieder grün

Der BLS Lötschberger fuhr uns nach Goppenstein, das Postauto nach Gampel. Zu Fuss wanderten wir auf dem schönen Wanderweg nach Leuk SBB. Das Wetter war zu Beginn der Wanderung okay. Schnell kamen wir auf dem Aufstieg nach Bratsch ins Schnaufen und Schwitzen. 

Vor 3 Wochen kaufte ich mir eine neue Kamera, die Sony DSC-RX100. Sie habe ich noch nicht so im Griff, weshalb es vom Beginn der Wanderung auch keine Fotos gibt (da hätte es sonnige Fotos gegeben), obwohl ich etwa 20 Bilder geschossen habe... 

Gegen 12 Uhr vermochte sich die Sonne nicht mehr zu zeigen und es wurde frisch, auch wegen des Windes. Unser erstes Picknick in diesem Jahr nahmen wir auf einem Bänkchen mit toller Aussicht ins Rhonetal ein. Weil es zog, verweilten wir dort aber leider nicht lange. Weiter aufwärts ging es nach Erschmatt. Von hier aus ging es endlich abwärts, zuerst durch ein ehemaliges Brandgebiet, anschliessend durch einen mediterran anmutenden Wald. Bei der Hohen Brück legten wir eine kurze Pause ein, bevor es wieder steil aufwärts nach Ober Rotafen ging, wo der Weg originell ausgeschildert war. Via Ober Lichten wanderten wir an der Satelittenbodenstation in Brentjong vorbei. Hier genossen wir den Ausblick über den Pfynwald ins Unterwallis und nach Leuk. Der Abstieg nach Leuk war mangelhaft markiert, wir fanden den richtigen Weg aber auf Anhieb. Durch das sehenswerte Städtchen Leuk stiegen wir nun alles auf Hartbelag nach Leuk SBB ab.

Nach der sehr mühsamen Arbeitswoche war diese Wanderung in den schönen Leuker Sonnenbergen bei relativ milden Temperaturen eine Wohltat für den Geist und die Seele - für den Körper eher weniger, weil ich im langen Winter eingerostet bin. Beim Aufstieg nach Ober Rotafen brannten die Oberschenkel und ich war kraftlos. Jetzt bin ich schon sehr gespannt aufs Wetter an den Ostertagen, da hätten wir nämlich gerne so einiges unternommen.

Strecke: Gampel Dorf 634 m - Bratschweg - Bratsch 1091 m - Erschmatt 1228 m - Hohe Brücke 900 m - Ober Rotafen 944 m - Ober Lichten 925 m - Brentjong 950 m - Leuk Stadt 731 m - Leuk SBB 622 m
Höhenunterschied: 650 m aufwärts, 675 m abwärts
Distanz: 12 km
Zeit: 4 Stunden 30 Minuten


Eines der ersten Bilder nach fast einer Marschstunde: Blick talabwärts
Sicht über Gampel Richtung Visp

Mediterran anmutender Wald im Abstieg von Erschmatt zur Hohen Brücke

Hohe Brücke

Lauschiger Waldweg bei Ober Lichten

Waldbrandgebiet ob Leuk

Satelittenbodenstation Brentjong


Vor Leuk Stadt
Leuk Stadt



Samstag, 16. März 2013

Letzte Winterschneewanderung

Frühling oder Winter? Angeblich soll es ja schon einmal kurz Frühling gewesen sein. In dieser Zeit hütete ich aber leider das Bett. Und jetzt, ja, da ist es wieder kalt und sogar geschneit hat es wieder hier in Bern. Den Frühling kann man aber trotzdem irgendwie riechen, da die Tage nun schon merklich länger sind als vor einem Monat, als ich den letzten Beitrag schrieb.

In 2 Wochen ist schon Ostern - von der Temperatur her könnte man meinen, die Weihnachtstage stünden vor der Tür. Dafür durften wir heute aber einen schönen sonnigen Tag erleben, ist ja auch nicht ohne, oder?

Ich habe in letzter Zeit viel an Zermatt gedacht. In den Juliferien werden wir ein paar Tage ins Matterhorndorf zum Wandern fahren. Ich freue mich schon sehr darauf. In diesem Jahr haben wir 2 mal Sommerferien, im August verbringen wir eine Woche in Maloja. Auch diese Woche kann ich kaum erwarten. 

Da ich Zermatt so vermisst habe, fuhren wir heute dorthin. Aus dem Zugfenster konnte ich sehen, dass das Rhonetal und die Lötschberg Südrampe schneefrei sind. Sehr gut!. Im Mattertal liegt nicht mehr viel Schnee, durchgehend weiss war es erst ab Randa. Im Dorf Zermatt ist der Schnee am schmilzen, die Strassen sind bereits trocken. Nach einem gemütlichen aber schweisstreibenden Dorfrundgang assen wir im Hotel Restaurant Alpenrose ein feines Zmittag. Als wir das Restaurant verliessen, war es draussen kälter, weil die Bise einsetzte. Trotzdem fuhren wir mit der Standseilbahn zur Sunnegga hinauf.

Es war gar nicht so einfach, den Winterwanderweg nach Zermatt zu finden. Nach einem längeren Stück auf der Skipiste fanden wir den Weg nach Findeln aber doch. Der Winterwanderweg ist bereits schneefrei, die Unterlage bestand aus Pflotsch, Eis und Holzschnitzeln. Nach Findeln entflohen wir endlich dem Skizirkus, wo es auf dem Weiterweg Richtung Zermatt (auf etwa 2000 m ü. M.) bereits aper war. Immer wieder schön war der Blick zum Matterhorn. Im Wald bei Zum Stei konnten wir eine Gämse sehen. Ein sehr schönes Tier. Was für ein Mensch muss man sein, ein solches Tier erschiessen zu können? Ich meine, wir sind schon lange keine Höhlenbewohner mehr und sollten uns seither doch weiterentwickelt haben? Im Wald war der Weg oft glitschig. Bei Am Stalden stiegen wir ins Dorf ab. In einem Café liessen wir den Tag ausklingen. Gegen halb Fünf fuhren wir wieder nach Hause.

Strecke: Sunnegga 2288 m - Eggen 2177 m - Ze Gassen 2051 m - Zum Stei 1887 m - Am Stalden - Zermatt 1616 m
Höhenunterschied: 650 m abwärts
Zeit: 2 Stunden

Blick über Findeln zum Matterhorn


Apere Stellen auf etwa 2000 m
Gämse

Rutschiger Abstieg

Zermatt im Zoom

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