Sonntag, 22. September 2013

Sonntagsspaziergang in Interlaken

Das schöne und milde Wetter gilt es auszukosten, bald wird es wieder anders. Wir wohnten ja mal für ein paar Jahre in Interlaken, nach unserem Wegzug im Jahre 2006 gingen wir eine lange Zeit nicht mehr zurück. Jetzt, nach ein paar Jahren des Vergessens, fahren wir ab und zu gerne wieder aufs Bödeli.

Zuerst spazierten wir vom Ost- zum Westbahnhof. Dort in der Nähe gingen wir fein essen. Danach spazierten wir der Aare und dem Kanal entlang von Interlaken nach Neuhaus. Mit dem Schiff fuhren wir anschliessend nach Spiez. Von dort ging es mit dem Zug zurück nach Hause.

Strecke: Interlaken West - Kanalpromenade - Ruine Weissenau - Neuhaus
Zeit: 1 Stunde

Unterseener Stedtli

Mönch + Jungfrau, Westbahnhof

Kanalpromenade

Ruine Weissenau


Naturschutzgebiet Weissenau

Beatushöhlen vom Schiff aus geknipst

Samstag, 21. September 2013

Von Ausserberg nach Brig

Auf dem (u. a. neuen) Lötschberger Südrampenweg unterwegs

Am 6. September ist im Rahmen der 100-Jahr-Feier der BLS das neue Teilstück des Südrampenwegs von Lalden nach Brig eröffnet worden. Als Fan und Geniesser der Sonnigen Halden war es für uns Pflicht, dieses Teilstück so schnell wie möglich zu testen. Um es vorweg zu nehmen: Es gefiel.

Wir fuhren nicht mit dem Lötschberger der BLS nach Ausserberg, sondern durch den Basistunnel und dann mit dem Postauto von Visp nach Ausserberg. Vorteil: Man spart sich so schon mal den Aufstieg vom Bahnhof zum Dorfplatz.

Ein paar Schritte vom Dorfplatz entfernt, fliesst schon die Undra Suon, welcher man in Richtung des Baltschiedertals folgt. Eine detaillierte Routenbeschreibung macht keinen Sinn, da der Südrampenweg perfekt ausgeschildert und markiert ist. Zudem gibt es auf diesem Blog schon Beiträge über das Teilstück von Ausserberg nach Lalden.

Die meisten Leute wandern ja von Hohtenn nach Ausserberg. Heute hatte es auch auf diesem Abschnitt mehr Leute unterwegs als wir es uns gewohnt sind. Zu Beginn war es im Rhonetal noch bewölkt, nach Mittag wurde es dann sonniger und wärmer. Interessant sah's am Himmel aus (siehe Bilder). Auf der ganzen Wanderung stank es vom Lonzawerk. Zwischen Eggerberg und Lalden legten wir die erste Pause ein und genossen die Wärme. 

Der neue Wegabschnitt zwischen Lalden und Brig ist anstrengender als gedacht, es geht ständig auf und ab. Viele Steintreppen wurden erstellt. Der Weg ist gut versichert. Grösstenteils führt der Weg durch (künstlichen) Laubwald. Nach dem Bau der Bergstrecke pflanzte die BLS zwischen 1923 und 1936 10 Mio. Jungbäume zum Schutz der Bahnstrecke an. Auch die unzähligen Berieselungsanlagen, denen man im Wald begegnet, wurden damals erstellt.

Sehr gut gefiel mir die Driestneri Suone, welcher man ein Stück lang folgt. Auch die Aussicht auf Brig ist nicht zu verachten. Störend war der Strassenlärm. 

Von Ausserberg nach Brig begegnet man einigen Suonen. Schön war heute, eine für uns neue (Driestneri) kennen gelernt zu haben. Endlich gibt es nun einen durchgehenden Höhenweg von Hohtenn nach Brig. Gut wäre es, wenn der Abschnitt durch Eggerberg und von Eggerberg Richtung Lalden attraktiver würde. Der neue Weg ist zwar okay, aber niemals so schön wie die Etappe von Hohtenn nach Ausserberg. 

Strecke: Ausserberg 1008 m - Undra Suon - Mili 1040 m - Äbi 872 m - Eggerberg 852 m - Zum Stadel 856 m - Stn Lalden 801 m - Brücke Mundbach - Driestneri Suon - Gardemuesum - Brig Bhf. 678 m 
Höhenunterschied: 200 m aufwärts, 500 m abwärts
Zeit: 4 Stunden 15 Minuten

Die Landschaft war zwar auch toll, am Himmel sah's aber interessanter aus

Baltschiedertal-Viadukt mit schönem Hintergrund

Ausserberg


Beginn des neuen Abschnittes




Driestneri Suon


Abstieg nach Naters / Brig


Sonntag, 15. September 2013

Tag 2 der Suonenwanderung

Von der Barrage du Rawil nach Crans-Montana dem Bisse du Ro entlang

Die Wetterprognosen für den heutigen Tag sahen nicht verheissungsvoll aus. In der Nacht regnete es. Am Morgen war es stark bewölkt. Von Visp aus fuhren Doris und ich nach Sion. Heute hatten wir das Postauto nach Botyre und auch das nach Barrage du Rawil für uns alleine. 

Oben angekommen, warteten wir noch ein Weilchen auf die anderen 4, die hier übernachteten und sich noch auf einem Spaziergang befanden. Es sah zuerst so aus, als würde es entgegen den Prognosen doch noch so einigermassen schön werden.

Um 11 Uhr machten wir 6 uns auf den Weg zur Bisse du Ro. Als wir vor dem Einstieg zum Suonenweg kurz eine Mittagspause machten, begann es zu regnen. Je länger wir unterwegs waren, desto stärker war der Niederschlag und er sollte bis zum Schluss nicht mehr aussetzen.

Die Wanderung am Bisse du Ro war sehr spektakulär. Leider wanderten wir nicht nur im Regen, sondern auch im Nebel, so dass wir die sicher schöne Aussicht und die Luftigkeit/Ausgesetztheit des Weges nicht  ganz geniessen/mitbekommen konnten. Schade. Doris und ich werden diese Wanderung sicher einmal bei besserem Wetter wiederholen.

Bis auf die Unterhosen nass trafen wir ins Crans ein. Beim ersten Buswartehäuschen warteten wir keine Minute, schon fuhr ein Bus ein, mit dem wir nach Sierre fuhren. Via Visp und dem Lötschberg Basistunnel ging es zurück nach Hause. Im Berner Oberland war das Wetter schöner als im Wallis. Sachen gibt's...

Strecke: Barrage du Tseuzier 1778 m - Er de Chermignon 1733 m - Bisse du Ro - Plans Mayens 1587 m - Crans-Montana 1522 m 
Höhenunterschied: 100 m aufwärts, 400 m abwärts
Zeit: 3 Stunden 3 Minuten

Einen Bericht und mehr Bilder gibts auf: hikr.org


Rückblick zum Bisse d'Ayant

Lac de Tseuzier

Am Bisse du Ro





Vor Crans-Montana





Samstag, 14. September 2013

Mit den hikrs an den Suonen, Tag 1

Hikr.org-Communitysuonenwanderung Ausgabe 2013: Von Anzère nach Barrage du Rawil

Um es vorweg zu nehmen und damit es nicht vergessen geht: Lieben Dank an die Organisatoren Peter und Johannes. Zur gelungenen Wanderung mitgetragen haben auch Doris, Werner, Fränzi, Mel und Walter. Es hat Spass gemacht und war nett, euch kennengelernt zu haben.

Getroffen hat sich unsere Gruppe im Zug von Visp nach Sion. Im Walliser Kantonshauptort angekommen, ging es sogleich mit dem Postauto weiter nach Anzère. Wandernd folgten wir dem Bisse d'Ayent, welcher Wasser führte. Immer wieder lauschten wir den interessanten Dingen, die Johannes Gerber über den Bisse und die Umgebung, zu erzählen hatte.

Auf der ersten Marschstunde ging es gemütlich dem friedlich vor sich hin plätscherndem Bisse entlang, bis wir an einer Felswand standen, hier ging es durch einen Stollen, der etwa in der Mitte ein Fenster hatte, von dem man schöne Ausblicke geniessen durfte. Das Wasser floss früher schwindelerregend an den Holzkonstruktionen aussen an der Felswand herum. 

Der Weg ging danach auf dem früheren Wasserlauf der ab hier nun aufgegebenen Suone durch abschüssiges Gelände. Bei Produssez meisterten wir einen längeren, steilen Aufstieg bis wir bei der Barrage de Rawil ankamen. 

Nach einem erfrischenden Getränk und dem Unterkunftsbezug für die 4 hier Übernachtenden, umrundeten wir den Stausee Lac de Tseuzier. 

Ich fuhr mit den 3 Frauen auf einer abenteuerlichen Postautofahrt ins Tal nach Sion hinunter. Meine Begleitung und ich übernachteten im Visperhof in Visp. Die 2 anderen Damen fuhren nach Hause zurück.

Strecke: Anzère (Haltestelle Bisse d'Ayant) 1365 m - Bisse d'Ayent - Barrage de Tseuzier 1778 m - Umrundung des Sees - Barrage du Tseuzier 1778 m
Höhenunterschied: 400 m aufwärts
Zeit: 4 Stunden 3 Minuten

Gemütlicher Start am Bisse d'Ayent

Bisse d'Ayent

Aufgegebener Teil aussen um den Fels herum

Stollen mit Fenster

Felsige Passage des Bisse d'Ayent mit Stollenausgang

Hier führt der Wanderweg durch den ehemaligen Wasserlauf

Lac de Tseuzier

Bisse du Sion bei der Umrundung des Sees


Sonntag, 8. September 2013

Kastanienweg Mörel

Ein Tag mit vielen und schönen Überraschungen

Mit Schirm, Jeans, Turnschuhen, Langarmshirt + Regenjacke fuhren wir heute nach Brig, um kurz am BLS-Südrampenfest teilzunehmen. In Bern und auch im Oberland regnete es und als wir aus dem Lötschbergbasistunnel fuhren, kam die erste Überraschung: Im Wallis wars trocken und an einigen Orten lugte sogar die Sonne hervor!

In Brig lief vor Mittag auf der Festmeile nicht besonders viel und schnell hatten wir alles gesehen. Was also tun bei doch eher schönem Wetter? Um in ein Restaurant fein essen zu gehen, war der Hunger zu klein. In der Bäckerei im Bahnhof Brig deckten wir uns mit Köstlichkeiten ein, welche wir auf den Zug wartend assen.

Ich habe unzählige Wanderungen im Kopf gespeichert, auch kurze Touren. Schnell reifte der Entscheid, nach Mörel zu fahren und auf dem Kastanienweg nach Bitsch zu laufen. Sollte gemütlich und in Turnschuhen gut machbar sein.

Überraschung Nr. 2: Das Wetter wurde immer besser, wir wanderten fast ausschliesslich an der Sonne! Abseits der Strasse ist Mörel ein schönes, gut erhaltenes Dorf, dass wir bisher nur vom Durchfahren her kannten, was uns wiederum überraschte.

Der Weg ist vom Bahnhof aus bestens markiert, man folge den braunen Wegweisern "Kastanienweg". Später hält man dann immer Richtung Bitsch, wo man den Zug nach Brig zurück besteigen kann. 

In Mörel, im Haus De Sepibus, gibt es ein Ausstellung über die Kastanienkulutur in Mörel. Unterwegs auf dem Weg hat es viele Infotafeln. Ein leichter Sonntagsspaziergang war diese kurze, abwechslungsreiche Wanderung doch nicht, die erste halbe Stunde ging es nämlich nur aufwärts, zwar nie steil, trotzdem kamen wir in der normalen Kleidung schnell ins Schwitzen. 

Die nächsten Überraschungen: Trockenwiesen, Herbstzeitlosen, Suonen und trotz der bescheidenen Höhe bot die Wanderung schöne Ausblicke.

Verträumt war das idyllische Dörfchen Sattel, welches über Bitsch auf einer sonnigen Ebene liegt. Von dort ging es steil nach Bitsch hinunter. Mit dem Zug fuhren wir nach Brig zurück, wo wir nochmals das Fest besuchten.

Infos über die Kastanien in Mörel: Chestene Zunft

Strecke: Mörel Bhf. 768 m - Kastanienweg - Salzgäb - Eggelti 950 m - Äbnet 878 m - Sattel 831 m - Unners Äbnet 810 m - Bitsch Bhf. 692 m
Höhenunterschied: 200 m aufwärts, 300 m abwärts
Zeit: 1 Stunde 30 Minuten

Mörel, Beginn des Kastanienwegs

Ausstellung

Im Salzgäb

Alter Kastanienbaum

Schöner Weg durch Trockenwiesen

Welche Suone das wohl ist?

Termen und Glishorn

Bei Sattel

Bitsch Bahnhof mit Blick ins Goms