Samstag, 30. Oktober 2010

Stadtwandern

Stadtwandern statt wandern

Die Ferien neigen sich langsam dem Ende zu. Das schöne und milde Wetter verabschiedet sich langsam. Die Tage werden immer kürzer.
Heute verspürte ich jedenfalls keine Lust mehr, in die Berge wandern zu gehen. Weiss jetzt auch gerade nicht, wie sich das Wetter im Wallis präsentierte. Egal. Ganz untätig konnte ich heute dennoch nicht sein. Ein kleiner Spaziergang stand an:

Ostermundigen Bahnhof - Wankdorf - Nordring - Lorraine - Bern Bahnhof - Rathausgasse - Bärenpark - Rosengarten - Galgenfeld - Ostermundigen. Zeit: ca. Zweieinhalb Stunden.


Die beiden putzigen Bärchen sind mittlerweile recht gewachsen und bald schon so gross wie ihre Mutter Björk. Zum Knuddeln sehen sich aber immer noch aus ;-)

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Mund VS

Frühlingsgefühle an der Südrampe

Die Sonnigen Halden machten ihren Namen alle Ehre. Na gut, die Sonne schien an diesem prächtigen Herbsttag wohl mehr oder weniger im ganzen Land. Aber ich wage mal zu behaupten, dass es wohl nicht an vielen Orten so warm gewesen ist wie an diesem speziellen Südhang der Berner Alpen.


Im April starteten wir die Wandersaison an der Südrampe mit der klassischen Wanderung Hohtenn - Ausserberg. War das heute die letzte Wanderung in diesem Jahr an fast gleicher Stelle? Am Wochenende (und auch an unserem Ferienende) wechselt die Uhr ja schon mal  auf Winterzeit. Die Winterzeit assoziiere ich drum mit Winter. Den Winter mit Kälte, Schnee und Finsternis. Und raus gehe ich halt gerne wenn die wärmende Sonne scheint und es trocken ist.


Die Tour startete in Mund unspektakulär, zuerst ging es ein gutes Stück auf einer Strasse und so richtig mochte sich die Sonne noch nicht zeigen gegen 11 Uhr. Ab Ob.-Brich bis kurz vor Eggen verläuft der Pfad meistens durch Wald auf einem Bergweg, die Sonne vermag jetzt zu wärmen und ich kann die Wanderung geniessen. Ab Eggen bis Mili gehen wir auf dem Südrampen Höhenweg. Wir wandern ein Stück der Undra Suon entlang ins Baltschiedertal, drehen aber nach etwa 10 Minuten um. Diese Wanderung wollen wir dann mal im nächsten Frühling unternehmen. Wir laufen via Fischerbiel nach Ausserberg. Im Bio-Hofladen Fischerbiel decken wir uns mit köstlichen Walliser Spezialitäten ein und steigen in Ausserberg in den Zug Richtung Bern.




Route: Mund 1109 m - Färchu 1299 m - Ob.-Brich 1286 m - Eggen 1017 m - Mili 1040 m - Undra Suon - Mili - Fischersbiel 1008 m - Ausserberg Bahnhof 931 m

An- / Rückfahrt: Zug bis Brig. Postauto nach Mund / Zug ab Ausserberg nach Bern
Höhenunterschied: etwa 350 Höhenmeter auf- und abwärts
Zeit: 3,5 Stunden
Kondition: leicht
Technik: leicht
Alle Fotos: klick

Safrandorf Mund

Visp

Rhonetal mit Auserberg

Undra Suon

Ausserberg

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Dr schöne grüene Aare na

Route: Bern Bahnhof - Rubigen Bahnhof. Alles dem rechten Flussufer entlang
Dauer: 3 Stunden

Hätte ich doch die ausgelatschten Turnschuhe angezogen, oder die Wanderschuhe, und ich hätte die Wanderung bis Münsingen machen können. Die Blasen an den Füssen zwangen mich aber zur Aufgabe kurz vor dem Tagesziel. Der Spaziergang war trotzdem schön. Auch unsere erweiterte Wohnregion hat Schönes zu bieten.

Samstag, 23. Oktober 2010

Perückensträucher (Getwing VS)

Warum wir immer wieder ins Wallis fahren

Endlich wieder eine Woche Ferien. Die letzten Ferien im August waren nur bedingt erholsam. Für den Geist war die Wanderwoche super, für den Körper eher weniger, was sich in den letzten Wochen in Form von dauernder Müdigkeit spürbar machte. Am ersten Herstferientag musste es aber wieder in die Berge auf eine Wanderung gehen, konnten ja schon am letzten Wochenende nicht gehen. Wir fuhren wieder ins Wallis. Einerseits weil das Wetter dort wieder besser war als im Berner Oberland und andererseits wurde ich im Rother Wanderführer Oberwallis auf die Wanderung Nr. 48 Rhônetal - Erschmatt aufmerksam. Darin stand, dass jetzt (Mitte bis Ende Oktober) in der Nähe von Turtmann der Perücksenstrauch rot leuchten soll. Das wollte ich in Natura sehen. Der Perückenstrauch, klärt mich später Wikipedia auf, kommt in Europa nämlich sonst nur im Mittelmeerraum und in Südeuropa vor - und eben in der Region von Getwing bei Turtmann. Schon wenn man in Turtmann aus dem Zug steigt und über die Brücke Richtung Getwing läuft, kann man den rot leuchtenden Hang sehen.

Rot leuchtender Hang bei Getwing

Bei der ARA in Getwing steigt der Weg in den Hang, wo die Perückensträucher sind. Obwohl es steil aufwärts geht, geniesse ich jeden Schritt. Die Flora ist einfach genial. Ich fühle mich ein wenig wie an der Côte d'Azur, einfach ohne Meer.
Nach etwa 300 Höhenmetern gelangen wir zur Hohen Brücke; einer Brücke aus dem Mittelalter, die über eine enge, aber sehr tiefe Schlucht führt. Hier machen wir die Mittagspause und laufen später über das schmucke Erschmatt und Bratsch nach Gampel hinunter.

Für eine höhere Auflösung bitte aufs Bild klicken

Mediterrane Landschaft

Perückensträucher überall


Route: Turtmann Bahnhof 622 m - Getwing 622 m - Hohe Brücke 900 m - Erschmatt1228 m - Bratsch 1091 m - Gampel 634 m - Gampel-Steg Bahnhof 632 m
Anreise: Zug via Visp oder Sion nach Turtmann
Zeit: 4 Stunden
Höhenunterschied: 600 m rauf und runter
Kondition: mittel
Technick: leicht
Alle Bilder: hier

Mittelalterliche Brückenbaukunst

 Turtmann und das Turtmanntal

Sonntag, 10. Oktober 2010

Visperi Suon VS

Schöne Suonenwanderung oberhalb Visp


Am Samstag fuhren wir an die Olma nach St. Gallen. Das Mittelland steckte schon seit 4 Tagen unter einer zähen Nebeldecke, deshalb musste es am Sonntag in die Berge und an die Sonne gehen - also wieder mal ab in den Zug und Richtung Wallis. Nur etwa 150 m über Visp und dem Rhonetal verläuft die Visperi Suon. An dieser liefen wir bis Gamsen (kurz vor Brig) entlang. Der Weg ab Gamsen wird nicht unterhalten und endet hier. Theoretisch könnte man der Visperi Suon wohl bis ins Nanztal folgen, was wir zuerst durch einen langen, dreckigen und schmalen Stollen versuchten. Nach etwa 5 min. in demselben kehrten wir um, nachdem wir uns ein paar mal den Kopf geschlagen haben und kein Ende in Sicht war. Aussenherum, dem alten Verlauf der Suone entlang vorbei durch eine Felswand, ging's auch nicht. Hohe Absturzgefahr! Also liefen wir ein Stück zurück und nahmen den Weg, der unten im Tal zur Sprengstofffabrik führt. Von dort aus führt ein nicht markierter Weg an Weiden vorbei durch den Wald bis Glis.

 Visperi Suon
Visp, Eggerberg an der Südrampe und das Bietschhorn

Herbstwald oberhalb Eyholz, im Hintergrund Brig

 Sprengstofffabrik in Gamsen. Die Suone führte früher in der Mitte der Felswand auf der rechten Seite entlang.

Strecke: Visp Bahnhof 684 m - Altstadt - Spital - der Visperi Suon (729 m) entlang bis Gamsen - Glis - Brig Bahnhof 680 m
An- / Abreise: Zug bis Visp / Zug ab Brig
Zeit: 4 Stunden
Höhenunterschied: je etwa 300 m aufwärts und abwärts
Kondition: leicht
Technik: mittel (ausgesetzte Passagen, wohl eher nur für schwindelfreie Personen). Weg nicht besonders gut markiert
Achtung: Oberhalb von Gamsen (Sprengstofffabrik) den Weg ins Tal nehmen, der "Weg" entlang der alten Suone Richtung Nanztal wird nicht unterhalten und ist wohl nur für Hartgesottene machbar!
Album: klick
Detaillierter Routenbeschrieb: http://www.wandersite.ch/Tageswanderung/630_Oberwallis.html

Sonntag, 3. Oktober 2010

Massaweg VS

Suonenwanderung unterhalb des Aletschplateaus


Strecke: Blatten bei Naters 1327 m - Massaweg - Ried 1272 m - Greich - Goppisberg - Betten Dorf 1225 m - Betten Talstation 814 m
Anfahrt: Zug bis Brig. Postauto bis Blatten. Rückfahrt: Zug (MGB) ab Betten Talstation bis Brig.
Dauer: 4 Stunden
Höhenunterschied: 300 m auf- / 600 m abwärts
Kondition: mittel
Technik: leicht
Alle Fotos: hier
Detaillierter Routenbeschrieb: http://www.wandersite.ch/Tageswanderung/601%20Oberwallis.html

Der Massaweg, entlang dem ehemaligen Verlauf der Riederi Suon, wurde erst 1996 fertiggestellt. Er startet unterhalb der Staumauer Gebidum. Zum Startpunkt des Massawegs gelangt man ab Blatten durch eine bewaldete Schlucht oberhalb des Dorfes. Der Massaweg endet in Ried, unterhalb der Riederalp. 

 
Wir wandern noch weiter nach Betten Dorf und von dort zur Talstation und fahren mit dem Zug via Brig nach Hause. Die Wanderung war gemütlich, meist flach, bei schönstem Herbstwetter und interessanter Aussicht ins Rhonetal und Goms.

Massaschlucht

Rekonstruktion der Riederi Suon

Baby-Ringelnatter

 Pfad Richtung Ried. Im Hintergrund das Goms und das Eggerhorn