Montag, 10. Juli 2017

Meine bisher schönsten Wanderungen - Ein Rückblick

Platz 1:




Der Bericht damals war lausig, er besteht nur aus Stichworten. Die Wanderung war dafür umso schöner. Nach einigen Kriterien bewertet, ist für mich der erste Platz dieser Wanderung doch auch überraschend. Einen Berggipfel mit Panorama, blühende Alpenrosen, den Aletschgletscher vor Augen und dazu noch eine schöne Suone - Wanderherz, was willst du mehr?!

Platz 2:



Damals standen wir noch am Anfang unserer "Wanderkarriere" und waren voller Tatendrang. Kein Berg war uns zu hoch, keine Wanderung zu weit. Die Wanderung beendeten wir bei unserer Ferienwohnung in Fiesch. Heute würden wir ab Ernen sicher das Postauto nehmen.

Platz 3:



Es gibt Leute, die starten die Wanderung in Grächen selber. Wir gondelten bis zur Hannigalp und starteten dort die schon lange Wanderung. Da wir in Saas-Fee übernachteten, hatte ich viel und schweres Gepäck dabei, dafür zu wenig zu trinken. Trotzdem war die doch recht einsame und aussichtsreiche Wanderung super schön.

Platz 4:



Lang, lang ist's her. Damals war ich recht unerfahren. Meine erste Wanderung im Kanton Graubünden, im Engadin und im Nationalpark. Ich stellte mir damals zwar alles anders vor, gefallen hat mir der Nationalpark aber trotzdem gut. Diese Wanderung unternahmen wir auf Empfehlung der Hotelbesitzerin, die Wanderung war sozusagen ein Geheimtipp. Für Nationalpark-Einsteiger ist das die ideale Wanderung um einen grossen Teil des Parks kennenlernen zu können.

Platz 5:



Eine weitere Wanderung aus dem Engadin. Soll noch einer sagen, uns gefalle nur das Wallis. Die Wanderung war die Königsetappe unserer Wanderferien in Maloja. Andere streben nach Gipfeln, wir geben uns mit einem schönen Bergsee zufrieden. Maloja ist ein Wanderparadies, die Bergwelt um den eher tristen Ort ist wunderschön. 

Platz 6:

13.09.2009 - Hängebrücke beim Aletschgletscher 





Die erste eindrückliche Wanderung im Startjahr 2009. Zu diesem Zeitpunkt existierte der Blog noch nicht. Es war damals eine Rückkehr ins Aletschgebiet. Auf der Bettmeralp verbrachte ich als Kind jeweils meine Sommerferien. In dieser Zeit ist der grosse Aletschgletscher stark geschmolzen. Und er tut dies noch immer. Damals war das Wallis für uns noch so fremd und es galt noch viel Schönes zu entdecken. Wir waren noch gar nicht richtig ausgerüstet: Die Wanderschuhe waren aus der Landi, wir wanderten in Jeans und mit "normalen" Baumwollshirts und wir kannten damals die Softshelljacken noch nicht.

Platz 7:

02.08.2013 - Chatzulecher



Eine Wanderung, die man heute so nicht mehr machen kann. Mit der Schmelze des Aletschgletschers wird auch der Grat instabil. Rund um die Moosfluh bei der Riederalp sind die Wanderwege wohl für immer gesperrt. So schade und traurig. Eine weitere Wanderung im einmaligem Aletschgebiet, das mich immer wieder anzieht.

Platz 8:

02.09.2016 - Genusswandern in Zermatt


Unzählige Wanderungen unternahmen wir in Zermatt. Die 3-Seen-Wanderung gefällt mir von all den schönen Wanderungen am besten. Die Landschaft um Zermatt ist wohl eine der schönsten der Welt. Schade einfach, dass dort alles mit Bahnen, Strassen, Pisten usw. verbaut ist. Und es kommt noch mehr dazu. Jetzt will man noch in unberührten Gebieten Biketrails für Adrenalinhungrige bauen. Es reicht! Die Alpen sind kein Funpark.

Platz 9:




Wieder eine Wanderung vor der eigentlichen Bloggerzeit, die ich erst im Oktober 2010 startete. Ich suchte damals im April 2010 nach einer Wanderung, die man um diese Jahreszeit bereits begehen konnte. Zu Beginn war ich skeptisch. Im Wallis kannte ich damals nur die Aletschregion und Brig. Was eine Suone ist, wusste ich auch nicht. Jedenfalls war ich ab dieser Wanderung begeistert. Das war Liebe auf den ersten Blick. Allmählich begann ich mich für Suonen und und das restliche Wallis zu interessieren. Der Rest ist bekannt. Unterdessen unternahmen wir diese Wanderung bereits 14 mal - und jedes Mal war es anders (es gibt unzählige Varianten).

Platz 10:




Nicht nur im Wallis wandern wir gerne. Nein, auch das Tessin gefällt uns. Die bisherigen Wanderungen konzentrierten sich meistens um die Region Ascona/Locarno. Speziell schön ist aber die Bergwelt im Nordtessin, die nicht so überlaufen ist wie andernorts. Die Reise mit dem ÖV nach Fusio im Val Lavizzara zog sich, war aber schon recht spektakulär und schön. Auch im Tessin gibt es so etwas ähnliches wie die Suonen im Wallis. Die Begehung des Acquedotto di Canaa war der Grund, diese lange Reise in Kauf zu nehmen. Dann war da noch der schöne Bergsee Lago di Mognola. Wunderschön.

Platz 11:



Diese Wanderung hat gleich viele Punkte erhalten wie die 3 vorherigen Wanderungen, weshalb ich es nicht bei den Top Ten belassen kann. Wir waren sehr draufgängerisch bei unseren Anfängen, eine Wanderung von 7 Stunden reiner Wanderzeit kann ich mir heute nicht mehr so vorstellen. Heute steht mehr das Genuss-Wandern im Vordergrund. Wir waren damals auch recht spät dran, erst um 11 Uhr starteten wir auf der Lauchernalp, wenn man bedenkt, dass wir fast bis nach Kandersteg gewandert sind, hätten wir schon früher starten sollen. Meine Erinnerungen sind nicht mehr so stark, ich weiss nur, dass wir fast keine Pausen machten und dadurch die Schönheit der Wanderung zu wenig geniessen konnten. Es wäre an der Zeit, diese Wanderung zu wiederholen.

Platz 12:



Eine Suonenwanderung an der geliebten Südrampe. Oberhalb des viel begangenen Höhenweges sind kaum mehr andere Wanderer anzutreffen, das Gebiet ist zudem sehr schlecht signalisiert. Es war heiss an diesem Tag, so wie wir es lieben. Die mitgenommenen Getränke waren schnell getrunken. Dann haben wir uns verlaufen, wir sind vom Wanderweg abgebogen und der Suone (oder einem Verzweiger davon) nachgelaufen. Glücklicherweise hatte ich damals eine Wanderkarte dabei.

Platz 13:




Ohne vorher jemals dort gewesen zu sein, verbrachten wir unsere Sommerferien im August 2012 im Val Müstair. Das Highlight war die Wanderung vom Umbrailpass auf den Piz Umbrail. Am wunderschönen Lai da Rims (Bild) vorbei wanderten wir hernach ins Tal nach Sta. Maria hinunter. Mittlerweile sind 5 Jahre vergangen ohne wieder mal im Münstertal gewesen zu sein. Das muss sich ändern.

Platz 14:



In der "Neuzeit" unserer Wanderzeit verbrachten wir schon ein paar Urlaubstage in Täsch. Von dort ging's dann mehrheitlich nach Zermatt zum Wandern. Auch Täsch selbst bietet schöne Wanderwege, die dann auch nicht so überlaufen sind wie in Zermatt. Der Aufstieg auf die Täschalp war zwar anstrengend, doch bot diese Wanderung immer schöne Ausblicke. Ja, sogar das Matterhorn kann man etwas oberhalb von Täsch erblicken. Die Täschalp ist so abgelegen, dass man sich in einem Funkloch befindet. Die Deutsche Kellnerin von der Europaweghütte fährt jeweils ins Tal zum Telefonieren.

Platz 15:



Wir bleiben im Mattertal. Auf dem Gornergrat muss man einmal gewesen sein. Das Panorama ist atemberaubend. Ansonsten völlig überlaufen und touristisch stark überbaut. Die Wanderung am Riffelsee vorbei nach Riffelalp gehört sicher zu den Highlights in Zermatt.

Natürlich waren all die anderen rund 350 Wanderungen schön und hinterliessen ebenso viele bleibende Eindrücke. Es war gar nicht so einfach aus dieser Auswahl die schönsten 15 Wanderungen herauszupicken. Für mich stimmt die Auswahl aber. Die Reihenfolge könnte ich aber ein bisschen ändern. Nun freue ich mich bald wieder auf Wanderschaft gehen zu können - es warten sicherlich noch viele schöne Touren und Spaziergänge in unserer schönen Bergwelt.

Freitag, 23. Juni 2017

Männlichen

Via Interlaken Ost, Lauterbrunnen und Wengen sind wir mit der Luftseilbahn auf den Männlichen gefahren. Das Wetter war heute in den östlichen Berner Oberländer Bergen nicht mehr so gut wie zu Beginn der Woche.

Wir bestiegen zuerst den Gipfel des Männlichen. Nach dem Abstieg sind wir im Berghaus Männlichen sehr fein essen gegangen. Nach dem Essen und dem Kaffee sind wir in gut einer Stunde auf breitem Wege zur Kleinen Scheidegg gewandert. Bei dieser Wanderung hat man die Eigernordwand, den Mönch, das Jungfraujoch und die Jungfrau immer im Blick. Auch schöne Tiefblicke auf Grindelwald bietet dieser schöne Panoramaweg.

Mit dieser Wanderung beendeten wir sozusagen unsere Ferien. Doris wird am Dienstag operiert. Das war wohl unsere letzte gemeinsame Wanderung für eine längere Zeit. Auch während der Woche sind die Züge und Bahnen übervoll. Jetzt habe ich für eine kurze Zeit mal keine Lust mehr auf den ÖV, weswegen wir das Wochenende zuhause verbringen werden.

Schon krass die vielen Touristen aus dem Asiatischen Raum, die in der Jungfrau-Region unterwegs sind. Da lobe ich mir das weniger stark frequentierte Wallis ;-) Und, fast vergessen: Mit Wanderschuhen waren wir auf dieser Wanderung schon fast Exoten. Kein Wunder passieren in den Bergen immer so viele Unfälle.

Wer im Juli Lust hat, mit mir an einem Freitag oder Samstag wandern zu gehen, der oder die meldet sich unter folgender e-Mail-Adresse:

blog.zufussunterwegs at gmail Punkt com

Strecke: Männlichen Bergstation 2221 m - Männlichen 2342 m - Männlichen Bergstation 2221 m - Panoramaweg - Kleine Scheidegg 2061 m
Höhenunterschied: 150 m aufwärts, 450 m abwärts
Zeit: 1 Stunde und 45 Minuten

Tiefblick nach Wengen

Bergstation Männlichen, dahinter Eiger, Mönch, Jungfrau

Aufstieg zum Gipfel Männlichen

In der Mitte das Faulhorn

Blick hinunter nach Interlaken. Rechts: Schynige Platte

Im Zoom der Thunersee

Lauterbrunnental


Hier haben wir sehr gut gegessen und wurden toll bewirtet

Eigernordwand

Grosse Scheidegg, Grindelwald

Jungfraujoch

Lauberhorn

Kleine Scheidegg

Donnerstag, 22. Juni 2017

Giessbachfälle

Von den Giessbachfällen nach Iseltwald - Wieder mal im Berner Oberland unterwegs

Mit Bahn, Postauto und Schiff fuhren wir zu den Giessbachfällen am Brienzersee. Mit dem Zug nach Interlaken Ost, mit dem Postauto nach Iseltwald, danach noch mit dem Schiff "Lötschberg" nach Giessbach. Geplant wäre gewesen, von Iseltwald nach Giessbach zu laufen, danach mit dem Schiff nach Interlaken zu fahren. Den Grund für die Änderung darf ich aber nicht schreiben, sonst werde ich noch als Rassist oder als Ausländerfeind bezeichnet....

Der Uferweg von den Giessbachfällen nach Iseltwald verläuft grösstenteils im Schatten, eine ideale Wanderung für den jetzigen Hochsommer. Diese Wanderung dauert gemäss Wegweiser ca. 1 Stunde und 30 Minuten.

Im schönen und lauschigen Dorf Iseltwald gab's dann noch eine Glacé im Restaurant Du Lac.

Auf dem Heimweg gab's dann wieder mit der geliebten BLS einen obligaten Zwischenfall: Die S1 von Thun Richtung Bern fuhr verspätet ab, weil es gemäss Durchsage eine "personelle Disposition" gab - es war wohl kein Lokführer parat...

Strecke: Schiffstation Giessbach - Hotel Giessbach - Uferweg nach Iseltwald - Iseltwald
Zeit: 2 Stunden

Schiffstation Iseltwald

Blick Richtung Interlaken

Dampfschiff Lötschberg

Vom Schiff aus: Iseltwald

Vom Schiff aus: Brienz und Brienzer Rothorn

Giessbachfälle

Grandhotel Giessbach


Uferweg nach Iseltwald

Vor Iseltwald

Zur Belohnung gabs noch einen Coupe Baileys

Dienstag, 20. Juni 2017

Gratweg Bettmerhorn

Auch heute zogen wir das Wallis dem Berner Oberland vor. Grund siehe Kommentar zum gestrigen Bericht. Aber zur Beruhigung, das war die letzte Wanderung im Wallis in dieser Woche, für Doris vielleicht sogar für einen Monat lang. Am Donnerstag startet das Eidgenössische Jodlerfest - die Züge werden dann noch voller sein als jetzt.

Wiederum hatte es viele Leute im IC von Bern ins Wallis. Wir gönnten uns, weil wir Ferien haben und sonst nicht verreisen, einen Klassenwechsel bis nach Betten Talstation.

Diese Wanderung haben wir übrigens so noch nie begangen. Als wir auf der Bettmeralp ankamen, deckten wir uns in der feinen Bäckerei Imhof mit Proviant ein für die geplante Wanderung. Ja, heute unternahmen wir mal die Wanderung, wie wir sie gestern Abend planten. Und es klappte auch punkto ÖV her. Jedenfalls beim Hinweg. Mehr dazu später.

Dann liefen wir durchs Dorf zur Talstation der Gondelbahn, welche zur Station Bettmerhorn fährt. Viele Kindheitserinnerungen wurden wach. 

Oben bei der Station Bettmerhorn war's bewölkt und eigentlich noch angenehm warm, jedenfalls so, dass wir die mitgenommenen Jacken im Rucksack belassen konnten. Dann die obligaten Fotos vom immer kleinen werdenden Aletschgletscher. Da wurde ich erneut sentimental. 

Danach nahmen wir den Gratweg zur Riederfurka in Angriff. Wenn es nicht bewölkt gewesen wäre, wäre die Aussicht noch besser gewesen als sie schon war. Da hätte man drum Berge sehen können, die wir von Bern aus nicht sehen können. Die unzähligen 4000er der Walliser Alpen hielten sich bedeckt. Aber dafür bot der Weg schöne Tiefblicke in die Region Brig und natürlich auf den Grossen Aletschgletscher. Wie lange heisst er wohl noch Grosser Aletschgletscher?

Von zu Hause aus können wir täglich z. Bsp. den Eiger, den Mönch und die Jungfrau sehen, das viel schönere Matterhorn bekommen wir halt nicht so oft zu Gesicht. Heute sahen wir es leider auch nicht, obwohl man es sehen könnte.

Vor kurzem, als wir wandernd im Berner Oberland über den Hahnenmoospass gingen, sahen wir keine Alpenrosen. Die Alpenrose ist meine Lieblingsblume. Und heute habe ich unzählige von Alpenrosen sehen können. Wunderschön.

Der Gratweg von der Station Bettmerhorn zur Riederfurka dauert etwa 2 Stunden. Auf der Riederfurka gab es heute etwas kühles zu trinken. Da wurden wir bedient und unser Geld wurde gerne angenommen.

Wie lange kann man den Gratweg noch begehen? Viele Wanderwege über der Riederalp sind gesperrt. Irgendeinmal stürzt dort der gesamte Grat zum Aletschgletscher hinab.

Der Abstieg zur Riederalp dauerte dann noch etwa eine Viertelstunde. In einem Lädeli kauften wir dann noch Spezialitäten aus dem Wallis. Die können wir leider in Bern und im Berner Oberland nicht kaufen. So eine Hauswurst schmeckt halt schon sehr gut.

Schön heiss war's dann in Brig. Als wir aus der klimatisierten MGB ausstiegen, fühlten wir uns wie in der Sauna. Dafür gab's dann noch eine leckere Glacé von Zenhäusern.

In Thun aus dem IC ausgestiegen, sahen wir leider zu spät, dass die S1 meiner Lieblingsbahn, der BLS, ausfiel. Die Nichtberner können froh sein, wenn bei ihnen keine BLS (nicht) fährt.

Strecke: Station Bettmerhorn 2647 m - Gratweg - Biel 2292 m - Stn. Moosfluh 2334 m - Stn. Hohfluh 2227 m - Riederfurka 2065 m - Riederalp West 1925 m
Höhenunterschied: 100 m aufwärts, 850 m abwärts
Zeit: 2 Stunden und 15 Minuten

Bettmeralp

Schlecht für die Fitness und fürs Portemonnaie

Aletschgletscher, Konkordiaplatz

Abstieg von der Station Bettmerhorn

Die Gletscherzunge kommt dem Bettmerhorn immer näher...


Bettmeralp, Bettmersee

Gratweg

Gratweg im Rückblick


Alpenrosen

Der kleine Grosse Aletschgletscher, der in der Länge und in der Dicke stetig abnimmt :-(

Durch die Blume - Blick hinüber zur Belalp


Die Riederfurka kommt näher


Riederfurka - bald gibt es etwas Erfrischendes zu trinken ;-)

Riederalp