Samstag, 22. April 2017

Lalden - Brig

Im Herbst 2013 eröffnete der neue Lötschberger Südrampenweg, welcher als Höhenweg von Lalden nach Naters fortgesetzt wurde. 

Im September 2013 begingen wir diesen Weg bereits einmal, damals starteten wir aber schon in Ausserberg. Heute wollten wir es nach der turbulenten Arbeitswoche gemütlich nehmen. Mit dem 09.06 Uhr IC fuhren wir von Bern nach Brig. In Brig tranken wir bei der Bäckerei Zenhäusern im Bahnhof einen Kaffee. Danach ging es mit dem BLS Lötschberger nach Lalden.

Um 10.45 Uhr starteten wir alleine die Wanderung auf dem "neuen" Südrampenweg. Unterwegs trafen wir bloss Zugfotografen an. Es war bereits angenehm warm am untersten Südrampenteil, so dass wir unsere Jacken im Rucksack verstauen konnten. Wir genossen das Alleinsein, die Wärme, die Sonne und die tollen Ausblicke, die diese Höhenwanderung bietet.

Auf diesem Wegteil gibt es viele gemütlich Ruhebänkli. Nach etwa einer Gehstunde machten wir eine kurze Mittagspause. Nach der Überquerung der Mundbachbrücke trafen wir auf die Drieschtneri Suone. Ihr Hüterweg ist teilweise recht ausgesetzt, aber immer gut gesichert. Dieser Höhenweg ist doch recht anstrengend, weil er immer wieder, oft auf Steintreppen, ansteigt. 

Beim ersten Mal in Semptember 2013 stiegen wir beim Gardemuseum direkt nach Brig ab. Heute liefen wir weiter auf dem Höhenweg über die neuen Eisenbrücken beim Gardemuseum ob Naters weiter und stiegen dann dort beim Kappelen- und Bildstockweg nach Naters hinab.

Das heute war wirklich eine schöne Höhenwanderung. Bei der ersten Begehung gefiel es mir weit weniger gut als heute. Wenn es schön ist, ist es doch überall (im Wallis) schön.

Strecke: Lalden Bahnhof -Drieschtneri Suon -  Gardemuseum - Naters - Brig Bahnhof
Höhenunterschied: 300 m aufwärts, 450 m abwärts
Zeit: 2 Stunden und 45 Minuten


Start in Lalden Station

Waldbrandgebiet von 2011 ob Visp, Gut zu sehen die Visperi Suone

Blick zurück nach Visp

Rastplatz - Beginn des "neuen" Höhenweges

Brigerbad

Schöner Höhenweg

Eine von vielen Steintreppen

Zwischen 1923 und 1936 baute die BLS 10 Mio. Jungbäum zum Schutz der Bahnstrecke an. Im Bild eine Berieselungsanlage

Drieschterni Suone


Naters, Brig-Glis


Gardemuseum

Riederhorn, Naters

Naters

Samstag, 15. April 2017

Wieder mal auf den Bantiger

Die Wetteraussichten sahen fürs Wallis düster aus. Dann hatten wir keinen Bock in überfüllten Zügen zu fahren. Früh aufstehen mochten wir auch nicht. Zeit, wieder mal auf den Bantiger zu gehen.

Als wir bis vor 2012 noch in Ostermundigen wohnten, danach für 4 Jahre nach Niederwangen zügelten, war der Bantiger sozusagen unser Hauberg. 2 Berichte verfasste ich auf diesem Blog im Jahre 2011: 3. April 2011 und 11. Dezember 2011.

Natürlich haben wir uns für eine weitere Bantigerbesteigung nicht gerade das beste Wetter mit guter Fernsicht ausgesucht. Die heutige Wanderung diente lediglich als Training und als Fitnesstest - zudem wollten wir wieder mal ein paar Hundert Höhenmeter bergauf gehen.

Wir wohnen mittlerweile ganz im Süden von Ostermundigen. Früher, als wir noch zentral im Dorf wohnten, starteten wir die Bantiger-Wanderung bereits vor der Haustüre und liefen nach Bolligen. Heute nahmen wir den Bus. Man wird halt älter und fauler ;-)

Die Wanderung von Bolligen Bahnhof zum Bantiger ist immer bestens angeschrieben, ein detaillierter Beschrieb braucht es deshalb nicht. In Flugbrunnen ob Bolligen und im Dörfchen Bantigen gibt es tolle Hofläden, die es zu Unterstützen lohnt.

Nach etwa einer Stunde und 30 Minuten gelangten wir auf dem Bantiger an. Es war relativ frisch. Nach dem Picknick bestiegen wir den Sendeturm mit Aussichtsplattform nicht, es war zu kalt und die Fernsicht zu den Berner Alpen und zum Jura war nicht gut. So machten wir uns nach einer halben Stunde wieder zurück nach Bolligen (1 Stunde).

Strecke: Bolligen Bahnhof 539 m -  Flugbrunnen 632 m - Bantigen 714 m - Stierenweid 822 m - Bantiger 947 m - Bantigen 714 m - Flugbrunnen 632 m - Bolligen Bahnhof 539 m
Höhenunterschied: 400 m auf- und abwärts
Zeit: 2 Stunden und 30 Minuten

Der wahre Berner Hausberg: Bantiger (von Flugbrunnen aus)

Ein Lädeli in Bantigen

Blick über Bantigen zur Stadt Bern

Im Aufstieg bei der Stierenweid

Blick zur Jurakette und ins Gebiet, wo ich aufwuchs

Auf dem Bantiger (mit Sendeturm)

Zoom auf Ostermundigen, dahinter der Gurten und Wabern



Freitag, 14. April 2017

Bewährte, doch andere Perspektive

Zum 14. mal "machten" wir heute die klassische Südrampenwanderung,  welche von Hohtenn nach Ausserberg führt. 

Nach dem Frust vom letzten Samstag im Unterwallis gab es heute etwas Bewährtes. Wir starteten heute mal wieder in Ausserberg und wanderten nach Hohtenn Bahnhof, also im Prinzip in der Gegenrichtung. Das hat zum Vorteil, dass man in Ausserberg einen Startkaffee trinken kann und nicht die ganze Menschemenge vor sich hat, die man dann mühsam überholen muss. Zudem eröffnen sich so einem neue Perspektiven, und nach all dem Grüssen (Grüessech, Tag wohl) im Mittelteil wandert man so doch recht einsam.

Wir reisten heute zum ersten Mal in der 1. Klasse mit dem Schüttelexpress (BLS Lötschberger) ins Wallis, nicht weil es viele Leute hatte (es hatte zwar viele Leute - ab Thun gab es nur noch Stehplätze), sondern weil wir noch eine 1.-Klass-Tageskarte hatten, die ich erhielt, weil ich mal bei der BLS reklamierte, als wir im letzten Jahr im September nicht wunschgemäss in die Lenk im Simmental kamen - weil damals wegen Bauarbeiten der Anschlusszug nicht fuhr. Und der heutige Schüttelexpress hatte fast 10 Minuten Verspätung, als wir in Ausserberg ankamen... 

Die Wanderung wurde in den vorherigen Berichten schon oft dokumentiert. Link zu den vorherigen Wanderungen.

Strecke: Ausserberg Bahnhof - Manera Suon - Riedgarto - Chrüterbeizli Rarnerchumma - Hohtenn Bahnhof
Höhenunterschied: 350 m aufwärts, 300 m abwärts
Zeit: 2 Stunden und 15 Minuten (Wegweiser Zeitangabe: 3 Stunden und 40 Minuten)

Start in Ausserberg Bahnhof


Eischoll, Raron, St. German

Kostbares Nass - Manera Suone



Eischoll, wo wir vor 2 Wochen waren und Raron

Riedgarto

Bietschtalbrücke

Gegensätze

Kostbares Nass - Grossi Suone

Blick ins Rhonetal

Steppenvegetation bei Lidu

Luogelkinviadukt

Samstag, 8. April 2017

Alles andere wäre besser gewesen

Mit dem Ziel, den Aprikosenweg in Saxon abzuwandern, sind wir heute ins Unterwallis nahe Martigny nach Saxon gefahren. Eigentlich bräuchte ich über den heutigen Tag keinen Eintrag zu schreiben, denn es gab keine Wanderung...

Es gibt zwar eine Homepage über den Sentier Abricot, aber ausschildern und markieren kann man diesen Weg nicht.... Vergebens haben wir heute diese doch lange Reise gemacht. Nach 45 Minuten des Herumirrens auf einer Strasse brachen wir die Wanderung ab. Keine Ahnung ob wir auf dem richtigen Weg waren, denn angeschrieben war ausser am Bahnhof nichts. Ich frage mich, für was man denn eine Internetseite macht, wenn man den Rundweg durch die Aprikosenkulturen nicht markieren kann?! Weiter frustrierend und enttäuschend kam hinzu, dass die Aprikosenbäume, sofern das den auch welche waren, die wir zu sehen bekamen, schon nicht mehr in Blüte standen - da waren wir wohl schon zu spät dran... 

Schade für das schöne Wetter, Als wir auf der Hinreise in St-Léonard eintrafen, sagte ich zu Doris, dass wir hier aussteigen können und an einer Suone nach Sion laufen können - hätten wir dies doch gemacht...

In Saxon hätten wir auch auf dem Chemin des Adonis nach Martigny wandern können, aber für diese 3 Stunden und 15 Minuten dauernde Wanderung waren wir zu diesem Zeitpunkt schon zu spät dran...

Wir werden das Unterwallis weiter meiden...

Eine Infotafel samt Karte fanden wir...

Saxon Village

Blick Richtung Saillon

Sicht Richtung Sion

Wenn das Aprikosenbäume sind, dann haben wir wenigstens ein paar gesehen ;-)

Samstag, 1. April 2017

Lichtblume und Alte Suon von Eischoll

Von Bern via Visp und Raron ging's nach Eischoll. Das Wetter war besser als erwartet. Die Sonne schien, doch im Wallis war es wegen des Windes doch recht frisch. Die Fahrt mit der Luftseilbahn von Raron, Turtig nach Eischoll ging gut. Vor gut 2 Jahren sagte ich zu Doris, dass ich nie mehr mit dieser Seilbahn fahren werde, da ich stark an Höhenangst leide und die Luftseilbahn doch recht hoch über dem Boden schwebt. Doch heute war es wieder mal so weit und ich gab mir einen Ruck.

In Eischoll unternahmen wir eine Rundwanderung. Wir wollten einmal die Lichtblume in Natura sehen. 

Vorkommen:


Die Lichtblume kommt nur an wenigen Plätzen in den Südwestalpen vor - speziell im Wallis, sowie im Karpatenbecken.

Als Rarität im Karpatenbecken wird die Frühlingslichtblume in Ungarn auch ,,Rotes Schneeglöckchen“ genannt, auf Grund der frühen Blütezeit bekannt und auch geschätzt.


Gemäss ,,Pflanzenraritäten im Karpatenbecken“ von Attila Molnar befinden sich Lichtblumen in der Gödölloer Hügelgegend und einer weiteren Region in Ost-Ungarn sowie im Südteil des Tieflandes. 

Auch im Karpatenbecken, in Serbien und Rumänien sind noch Lichtblumen zu finden.  
In der Schweiz kommt die Lichtblume nur an wenigen Orten im Wallis vor. Zu den berühmtesten gehören:

  • Eischoll - hier tritt sie in grossen Mengen auf
  • Les Follatères
  • Ausserberg
  • Visperterminen
  • Evolène
  • Sion 
  • Unterbäch
  • Ergisch
  • Val d`Hérens

Unterwegs trafen wir dann mal auf die Alte Suon. Ihrem Hüterweg folgten wir bis zur Schöpfe am Milibach bei Breitmatten. Schön war, dass die Suone bereits Wasser führte. Von dort ging's dann direkt wieder nach Eischoll hinunter. Da wir zu diesem Zeitpunkt erst gegen eineinhalb Stunden zu Fuss unterwegs waren, entschieden wir zu Fuss nach Raron hinabzusteigen. Dort verpassten wir dann den regulären Wanderweg. Nach einigen Umwegen durchs Kraut stiegen wir dann auf dem Bikeweg (Single Trail) ins Tal hinab.

Strecke: Eischoll Luftseilbahn 1219 m - Dorfplatz - Habere - Alte Suon -  Breitmatten 1468 m - Eischoll Dorfplatz - Turtig 635 m - Raron Bahnhof 
Höhenunterschied: 250 m aufwärts, 850 m abwärts
Zeit: 3 Stunden

Raron mit Burgkirche

Eischoll Dorfplatz

Einer von unzähligen Äckern mit der Lichtblume

Lichtblume


Alte Suon



Unterbäch, dahinter Bürchen


Jolital, Prag, Bietschhorn, Bietschtal